ADHS > Ernährung
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1. Das Wichtigste in Kürze
Bei Patienten mit dem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS*) werden verschiedene Diäten empfohlen, von denen sich aber noch keine letztendlich durchgesetzt hat. Bei ADHS-Kindern kann es aber in vielen Fällen helfen, wenn auf Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt oder chemischen Zusätzen verzichtet wird.
2. Ernährungshinweise
In der Vergangenheit wurden bei ADHS bisweilen empfohlen, auf Getreide zu verzichten oder keine Kuhmilchprodukte zu verzehren. Auch vegetarische Ernährung oder die hochdosierte Gabe von Vitaminen sollte ADHS-Symptome bessern. Diese Diäten haben sich bisher nicht durchgesetzt.
Bei vielen ADHS-Kindern bessert sich die Symptomatik allerdings bei Einhaltung folgender Ernährungshinweise:
- Den Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel und Getränke stark einschränken, am besten ganz darauf verzichten. Dem Kind statt Süßigkeiten Obst, Trockenfrüchte, Nüsse und zuckerfreie Kekse (selber backen oder aus dem Reformhaus) anbieten. Statt zuckerhaltiger Brotaufstriche schmecken z.B. Nussmuse oder Apfel-Birnenkraut (ein süß schmeckender Sirup) oder ungesüßte Fruchtaufstriche aus Bio-Herstellung.
- Keine Lebensmittel, die chemische Zusätze, Süßstoffe, Farbstoffe, Geliermittel, Emulgatoren, Geschmacksverstärker (Glutamat), Phosphate, Nitritpökelsalz und Säuerungsmittel enthalten.
- Als Getränke eignen sich Leitungswasser, stilles Mineralwasser, ungezuckerter Tee und Obstsäfte ohne Zuckerzusätze.
*ADHS wird der Einfachheit halber als Sammelbegriff für ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom) verwendet.
3. Verwandte Links
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom
Letzte Aktualisierung am 03.11.2011 Redakteur/in: Manfred Hägele
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