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ADHS > Erwachsene

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

ADHS* ist allgemein als Erkrankung von Kindern bekannt, aber bei vielen Jugendlichen mit ADHS bleibt die Symptomatik auch im Erwachsenenalter ganz oder teilweise bestehen. Hauptbelastung ist die mangelnde Konzentrationsfähigkeit, wichtige Ressourcen sind Kreativität und Energie. ADHS kann psychische Krankheiten begünstigen. In Schule und Studium sowie bei der Berufswahl und im Arbeitsalltag sind die besonderen Belastungen und Ressourcen zu berücksichtigen.

 

2. Belastungen und Ressourcenzum Inhaltsverzeichnis

Erwachsenen mit ADHS fällt es oft schwer, Strukturen in ihr Leben zu bringen und den Alltag zu organisieren. Aufgrund innerer Unruhe und mangelnder Konzentrationsfähigkeit gelingt es ihnen häufig nicht, Aufgaben innerhalb angemessener Zeit oder überhaupt zu Ende zu bringen. Sie sind nicht nur in ihrem Berufsleben beeinträchtigt, ihre Impulsivität, Vergesslichkeit sowie die extremen Stimmungsschwankungen können auch zu Problemen in der Partnerschaft führen. Denn die Strategie, die Schwäche durch ihr Verdecken auszugleichen, überfordert auf Dauer.

Das Gegengewicht bilden eine Reihe sehr guter Eigenschaften. So sind ADHS-Betroffene in der Regel sehr kreativ und phantasievoll, haben viel Energie, sind neugierig und risikobereit und können etwas sehr detailliert beobachten. Diese Charakterzüge können in den richtigen Berufen durchaus vorteilhaft sein.

 

3. Begleiterkrankungenzum Inhaltsverzeichnis

Erwachsene Patienten haben ein erhöhtes Risiko an z.B. einer Depression, Schlafstörungen oder Angsterkrankung zu leiden. Auch bestimmte körperliche Erkrankungen wie das Restless-Legs-Syndrom oder jede Art von Suchterkrankungen sind gehäuft anzutreffen. Die Behandlung der ADHS von Erwachsenen sollte deshalb individuell je nach Subtyp und Begleiterkrankung erfolgen.

Falls eine Behandlung der Symptomatik notwendig wird, kommt eine Kombination aus pharmakologischer und psychotherapeutischer Behandlung in Betracht. Erwachsene ADHS- Patienten werden in der Regel mit Methylphenidat behandelt - unter dieser Medikation kommt es bei ausreichender Dosierung in ca. 60 bis 70 % zu einer Besserung der Symptome. Nach Absetzten des Medikaments treten diese jedoch erneut auf. Eine weitere Möglichkeit kann die Behandlung mit bestimmten Amphetaminen sein.

 

* ADHS wird der Einfachheit halber als Sammelbegriff für ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom) verwendet.

 

4. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Näheres zu Selbsthilfegruppen oder ADHS im Erwachsenenalter beim Kompetenznetz ADHS - KOMPAS, siehe ADHS > Adressen.

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom

ADHS > Ernährung

ADHS > Finanzielle Hilfen

ADHS > Sport und Freizeit

ADHS > Studium und Beruf

ADHS > Urlaub

ADHS > Ursachen und Diagnose

 

 

 

Letzte Aktualisierung am 17.10.2014   Redakteur/in: Manfred Hägele

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