Allergien > Umweltgifte
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1. Das Wichtigste in Kürze
Die Innenraumluft ist oft stärker mit allergieauslösenden Stoffen belastet als die Außenluft. Häufigste Allergien auf Umweltgifte sind Kontaktallergien.
2. Herkunft
Die Innenraumluft ist oft stärker mit allergieauslösenden Stoffen belastet als die Außenluft. Zu einem großen Teil kommen potentiell krank machende Schadstoffe aus der Wohnungseinrichtung (s.a. Allergien > Wohnen). Besonders stark belastet mit Schadstoffen sind Raucherhaushalte. Aber auch durch das Fenster können Schadstoffe eindringen.
3. Innenraumschadstoffe
Die Innenraumbelastung mit chemischen Stoffen ("Wohngifte") ist ein sehr komplexer Bereich, mehrere tausend verschiedener Substanzen können in einem Haushalt vorkommen. Neben chemischen Allergenen spielen auch biologische Stoffe wie Tierhaare, Kot von Hausstaubmilben und Schimmelpilze eine Rolle. Häufige Innenraumschadstoffe sind:
- Asbest und Mineralfasern
- Formaldehyd
- Chemische Holzschutzmittel
- Organische Lösemittel z.B. Abbeizmittel
- Wand- und Deckenfarben
- Lacke und Klebstoffe
- Abgase aus Kamin oder Ofen
- Tabakrauch
- Schimmelpilze.
Die Belastung mit Wohngiften kann verschiedene Krankheitssymptome verursachen, z.B. chronischen Schnupfen, Bronchitis oder Hautausschläge. Auch unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit können die Folge sein.
4. Kontaktallergien auf Umweltgifte
Häufigste Allergien auf Umweltgifte sind Kontaktallergien. Betroffene leiden nach dem Kontakt mit dem Auslöser unter juckenden Hautausschlägen mit Rötungen, Bläschen oder Ekzemen. Nach 24 bis 72 Stunden zeigt sich die volle allergische Reaktion. Häufige allergieauslösende Stoffe sind:
- Duft- und Aromastoffe in Kosmetika
- Arzneimittel
- Konservierungsstoffe
- Nickel, Kobalt und Chrom
- Amalgam
- Reinigungs- und Lösungsmittel
- Gummihilfsstoffe
- Weichmacher
- Flammschutzmittel
- Industrieöle, Schmierstoffe
5. Wer hilft weiter?
Beratung zum Thema Wohngifte bieten Umweltberatungsstellen. Adressen vermitteln
- der Bundesverband für Umweltberatung e.V. (bfub), Telefon 0421 343400, Fax 0421 3478714, Internet
www.umweltberatung.org - oder die Verbraucherzentralen (
www.verbraucherzentrale.de) . Diese verlangen dafür aber zum Teil eine Gebühr, so dass man sich vorher nach eventuellen Kosten erkundigen sollte.
6. Verwandte Links
Letzte Aktualisierung am 03.12.2012 Redakteur/in: Sabine Bayer
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