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1. Das Wichtigste in Kürze
Allergene wie Hausstaubmilben, Pollen und Tierhaare, Rauchen (aktiv und passiv) und auch Schimmelpilzbefall im Wohnraum können die Entstehung von Asthma und Neurodermitis begünstigen. Ein allergenfreies und ausgewogenes Raumklima ist für Allergiker deshalb sehr wichtig. Ideal wäre eine Raumtemperatur von ca. 19 Grad. Regelmäßiges Stoßlüften fördert zusätzlich eine gesunde Luftfeuchtigkeit. Textilien wie Vorhänge, Polstermöbel oder Bettzeug sollten möglichst oft gelüftet und/oder gewaschen werden.
2. Tipps für den Wohnraum
Allergiker sollten Allergie-Auslöser im Wohnraum vermeiden, um ihren Alltag möglichst beschwerdefrei zu gestalten.
- Wichtig ist das richtige Raumklima: nicht zu feucht und nicht zu warm. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 55 %, die ideale Temperatur liegt bei ca. 19 Grad.
- Regelmäßiges Stoßlüften: Mehrmaliges, kurzes Stoßlüften mit komplett geöffnetem Fenster ist wesentlich effektiver als ein permanent gekipptes Fenster.
- Handwerkliche Arbeiten mit Lacken, Schleifgeräten und anderen inhalativen Stoffen sollten nicht selbst ausgeführt, sondern anderen überlassen werden.
- Möglichst glatte, wischbare Böden. Reinigen allerdings nur feucht, nicht nass wischen.
- Gardinen und Vorhänge sollten aus leicht waschbaren Material bestehen, häufig waschen.
- Auf glatte Oberflächen bei Polstermöbeln achten, Leder ist praktisch staubfrei.
- Häufiges Saubermachen mit feuchten Tüchern oder Staubsaugern mit Mikrofilter. Danach gut lüften. Allergiker sollten diese Tätigkeiten nicht selbst durchführen.
3. Schlafzimmer bei Hausstaubmilbenallergie
- Matratze, Kopfkissen und Betten sollten mit milben- und staubdichten, atmungsaktiven Bezügen bezogen werden. Bei nachgewiesener Milbenallergie übernimmt die Krankenkasse evtl. die Kosten.
- Bettdecken und Kissen sollten aus Kunstfasern und bei 60 Grad waschbar sein, die Bezüge aus Leinen oder glatten Baumwollstoffen. Verwenden Sie kein Tierhaarmaterial.
- Die Bettwäsche ist wöchentlich bei 85 Grad zu waschen, Decken und Kissen alle 6 bis 8 Wochen, außer es sind allergendichte Bezüge.
- Tagsüber gut lüften.
- Bei weiteren Betten im selben Raum dasselbe beachten.
- keine Spielsachen aus Plüsch und Wolle (ansonsten regelmäßig waschen oder über Nacht in das Gefrierfach legen)
- Kein geschlossener Bettkasten, keine offenen Bücher- oder Kleiderregale.
- Keine Zimmerpflanzen, vor allem keine Hydrokultur.
- Das Entfernen des Teppichs wird nur empfohlen, wenn er hochflorig ist und sich deshalb schwer reinigen lässt.
4. Haustiere
Bei Tierhaarallergie sollte auf Haustiere verzichtet werden, besonders auf Katzen und Hunde reagieren viele Menschen allergisch.
5. Schimmelgefahr
Unbedingt vermieden bzw. behoben werden sollte Schimmelpilzbefall in der Wohnung. Dazu ist regelmäßiges Stoßlüften (wie oben beschrieben) notwendig: vor allem nach dem Duschen, während des Kochens und immer, wenn Dampf entsteht. Die Temperatur in den Räumen sollte im Winter konstant auf mindestens 19 Grad gehalten werden. Wäsche sollte, wenn möglich, draußen getrocknet werden, nicht in den Wohnräumen.
Grund für Schimmel in der Wohnung können neben Heiz- und Lüftungsfehlern auch Bauschäden sein, mangelhafte Wärmedämmung oder die Tatsache, dass der Neubau nicht richtig ausgetrocknet war.
Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung, auf denen sich Schimmelpilzkulturen ausbreiten, müssen mit chemischen Mitteln bekämpft werden.
6. Verwandte Links
Letzte Aktualisierung am 11.10.2011 Redakteur/in: Lydia Schrupp
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