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Arbeitslosenversicherung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung bietet vor allem Lohnersatz während der Arbeitslosigkeit und Leistungen zur beruflichen Rehabilitation. Sie unterstützt zudem die Aufnahme von Arbeits- und Ausbildungsverhältnissen. Für die meisten Arbeiter und Angestellten ist sie eine Pflichtversicherung (Ausnahme Beamte), seit 2006 gibt es auch eine Versicherungsmöglichkeit auf Antrag, z.B. für pflegende Angehörige. Der Beitrag für Arbeitnehmer beträgt 1,5 % vom Gehalt.

 

2. Pflichtversicherungzum Inhaltsverzeichnis

Rechtsgrundlage ist das SGB III. Pflichtversichert sind vor allem Personen, die gegen Arbeitsentgelt mehr als geringfügig (Minijobs Geringfügige Beschäftigung) oder zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind (§ 25 f. SGB III).

Davon ausgenommen sind z.B. Beamte, Soldaten oder Personen, die die Altersgrenze der Regelaltersrente vollendet haben.

Bei Pflichtversicherung ist kein Antrag nötig.

 

3. Versicherung auf Antragzum Inhaltsverzeichnis

Seit 1.2.2006 können sich Personen auf Antrag versichern, die eine der folgenden Beschäftigungsarten ausüben:

  • Pflege eines Angehörigen.
  • Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit (mindestens 15 Stunden/Woche).
  • Beschäftigung außerhalb der EU.

 

3.1. Voraussetzungen

Innerhalb der letzten 24 Monate vor dieser Beschäftigung (z.B. Pflege eines Angehörigen) hat ein Versicherungspflichtverhältnis von mindestens 12 Monaten bestanden

oder

es wurden Entgeltersatzleistungen (nach dem SGB III) von der Agentur für Arbeit bezogen, z.B. Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld

 

3.2. Antrag

Der Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung ist grundsätzlich innerhalb von 3 Monaten nach Aufnahme dieser Beschäftigung bei der örtlichen Agentur für Arbeit zu stellen.

 

4. Beitragzum Inhaltsverzeichnis

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung beträgt 3,0 % des Arbeitsentgelts, allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt 2017 bei 76.200,-/68.400,- € (West/Ost) jährlich, 6.350,-/5.700,- € (West/Ost) monatlich. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen diesen Beitrag je zur Hälfte.

 

Der Beitrag im Jahr 2017 für freiwillig Versicherte (Menschen mit einem Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag) ist folgendermaßen festgelegt:

  • für Pflegepersonen: 8,93/7,98 € (West/Ost) (entspricht 0,3 % der monatlichen Bezugsgröße)
  • für Selbstständige: 89,25/79,80 € (West/Ost) (entspricht 3,0 % der monatlichen Bezugsgröße)
  • für außerhalb der EU-Beschäftigte: 89,25 € einheitlich (entspricht 3,0 % der monatlichen Bezugsgröße)

Freiwillig Versicherte tragen den Beitrag allein.

 

5. Die wichtigsten Leistungen der Arbeitslosenversicherungzum Inhaltsverzeichnis

Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit

Ausbildungsgeld

Berufliche Reha > Leistungen (Teilhabe am Arbeitsleben)

Teilnahmekosten

Gründungszuschuss

Übergangsgeld

 

6. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Zuständig für die Arbeitslosenversicherung ist die Agentur für Arbeit.

 

Gesetzesquelle(n) 

(SGB III)

 

Letzte Aktualisierung am 23.06.2017   Redakteur/in: Ines Grocki

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