Asthma > Behandlung
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1. Das Wichtigste in Kürze
Asthma kann durch geeignete Therapien sehr gut behandelt werden. Meist führt eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen zum Erfolg. Bei saisonalen Allergien kann eine Hyposensibilisierung helfen, auch Rehamaßnahmen sollten in Betracht gezogen werden.
2. Therapeutische Ansätze
Die meisten Asthma-Betroffenen haben ihre Krankheit durch eine Kombination von verschiedenen Therapieansätzen und Verhaltensweisen sehr gut im Griff.
2.1. Hyposensibilisierung
Die Hyposensibilisierung kann unter bestimmten Vorraussetzungen bei Vorliegen saisonaler Allergien sinnvoll sein. Über diese Behandlungsart informiert der behandelnde Arzt.
2.2. Alternative Behandlungsmethoden
Die Deutsche Atemwegsliga (
www.atemwegsliga.de) hat die bekanntesten alternativen Behandlungsmethoden getestet. Die Atemwegsliga oder der behandelnde Arzt beantworten entsprechende Fragen.
2.3. Peak-Flow-Meter
Ein Peak-Flow-Meter ist ein tragbares Gerät, mit dem der Patient selbst die Stärke seines Luftstroms messen kann. Der Peak-Flow ist der stärkste aus den Lungen ausgestoßene Luftstrom am Beginn einer starken Ausatmung. Dabei kommt es nicht auf ein besonders langes Ausatmen, sondern auf ein besonders kraftvolles Ausatmen an. Patienten sollten morgens, mittags und abends vor der Medikamenteneinnahme jeweils 3 Messungen durchführen und den höchsten Wert mit genauer Zeitangabe in das Asthmatagebuch eintragen. Anhand des Kurvenverlaufs können Patient und Arzt erkennen, ob die Lungenfunktion stabil ist.
2.4. Asthmatagebuch
Asthmatiker sollten ein Protokollheft führen, in das sie die Messergebnisse des Peak-Flow-Meters eintragen. So wird deutlich, wie sich die Therapie auswirkt oder ob sie mit Hilfe des Arztes verbessert werden muss.
Die Tagebücher (und weitere Asthmabroschüren) können z.B. bei der Deutschen Atemwegsliga (
www.atemwegsliga.de) bestellt werden.
2.5. Patientenschulungen
Für ein besseres Verständnis und einen sicheren Umgang mit der Erkrankung sollten Asthmatiker (bei Kindern auch die Eltern) eine Asthmaschulung besuchen. Speziell für Kinder gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Schulungseinrichtungen, Auskünfte geben die Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung,
www.asthmaschulung.de, oder die Krankenkassen.
2.6. Disease-Management-Programme
Eine Reihe von Krankenkassen bietet für Asthmatiker die Teilnahme an Disease-Management-Programmen an. Dies sind speziell strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke. Patienten, die sich an einem solchen Programm beteiligen, kann die Krankenkasse einen finanziellen Bonus gewähren. Das können Ermäßigungen bei der Zuzahlung oder beim Beitrag sein.
2.7. Hausmittel
Bei Verwendung von früher häufig eingesetzten Hausmitteln sollte man vorsichtig sein. In den 50er Jahren waren Maßnahmen wie das Abbrennen von Räucherhütchen und Asthmakräutern wie Stechapfelextrakt oder gar "Asthmazigaretten" durchaus üblich. Heute weiß man, dass diese Mittel eher schaden als helfen. Ähnliche Hausmittel sind ätherische Öle, die auf die Brust gerieben werden oder spezielle Dampfbäder (Handtuch über Kopf und Topf mit heißem Wasser). Diese sind bei einer Bronchitis sinnvoll, bei Asthmatikern jedoch eher gefährlich, da sie die Bronchialschleimhaut reizen können.
3. Medizinische Rehabilitation
Bei Asthma können medizinische Reha-Leistungen Teil des Behandlungskonzepts sein. Die nachfolgenden Links führen zu den sozialrechtlichen Bestimmungen rund um Medizinische Reha, die bei Asthma infrage kommen können.
- Allgemeine Leistungen der medizinischen Rehabilitation
- Vorsorgeleistungen und Vorsorgekuren
- Anschlussheilbehandlung (AHB) an den Akutklinik-Aufenthalt
- Ambulante medizinische Rehabilitation
- Stationäre medizinische Rehabilitation (Kur)
- Stufenweise Wiedereingliederung
- Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter (Mutter-Kind-Kur)
- Kinderheilbehandlungen
- Begleitperson bei stationärer Rehabilitation
- Ergänzende Leistungen zur Reha, insbesondere Patientenschulungen
- Reha-Sport- und Funktionstraining
4. Verwandte Links
Asthma > Verhaltensempfehlungen
Letzte Aktualisierung am 20.11.2012 Redakteur/in: Lydia Schrupp
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