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Aufbahrung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die Aufbahrung in der Zeit von der Freigabe des Leichnams bis zur Bestattung erfolgt heute meistens im geschlossenen Sarg beim Bestatter oder in der Leichenhalle des Friedhofs. Sie ist aber auch in der Klinik, im Pflegeheim oder zu Hause möglich. Bei einer offenen Aufbahrung können die Angehörigen den Toten noch einmal sehen und von ihm Abschied nehmen. Zu Hause darf der Verstorbene bis zu 36 Stunden aufgebahrt werden, auch wenn er in einer Klinik gestorben ist. Das ermöglicht den Angehörigen und Freunden, in vertrauter Umgebung Abschied zu nehmen.

 

2. Totenwaschung und Einkleidungzum Inhaltsverzeichnis

Die Totenwaschung übernimmt bei Verstorbenen im Krankenhaus oder in Heimen das Pflegepersonal, in anderen Fällen der Bestatter. Auch Angehörige können diese Arbeiten übernehmen oder dabei mithelfen. In muslimischen Familien ist dies die Regel.

Nach der Waschung wird der Verstorbene eingekleidet. Bei der Wahl der Kleidung ist darauf zu achten, dass sie dem Toten entspricht oder dass er sie gerne getragen hat.

 

3. Aufbahrungsraumzum Inhaltsverzeichnis

Aufbahrungsräume sind sehr unterschiedlich gestaltet.

  • Aufbahrungen erfolgen üblicherweise in den Leichenhallen der Friedhöfe.
  • Aufbahrungen können zu Hause stattfinden.
  • Stirbt ein Mensch im Krankenhaus oder im Pflegeheim, dann steht zumeist ein Aufbahrungs- oder Abschiedsraum zur Verfügung, in dem der Verstorbene aufgebahrt werden kann.
  • Vermehrt haben auch Bestatter Aufbahrungsräume.

 

4. Aufbahrung zu Hausezum Inhaltsverzeichnis

In den meisten Bundesländern ist es erlaubt, den Verstorbenen bis zu 36 Stunden zu Hause aufzubahren. Eine Aufbahrung zu Hause ist auch möglich, wenn der Mensch in einer Klinik oder in einem Pflegeheim gestorben ist.

Bei einer Aufbahrung zu Hause können die Angehörigen und Freunde des Verstorbenen in vertrauter Umgebung Abschied nehmen. Jeder bekommt die Zeit, die er braucht, um den Tod zu akzeptieren. Es sollte ein separater Raum zur Verfügung stehen, der in diesen Tagen nicht gelüftet und nicht beheizt wird. Damit die Verwesung nicht zu schnell eintritt, sollte der Raum im Sommer gekühlt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die häuslichen Aufbahrungsfristen in den einzelnen Bundesländern. Es kann davon abweichende Regelungen von den örtlichen Ordnungsämtern geben. 

 

Bundesland

Überführung in die Leichenhalle spätestens nach [Stunden]

Baden-Württemberg

36

Bayern

keine Frist

Berlin

36

Brandenburg

24

Bremen

36

Hamburg

36

Hessen

36

Mecklenburg-Vorpommern

36

Niedersachsen

36

Nordrhein-Westfalen

36

Rheinland Pfalz

36

Saarland

36

Sachsen

24

Sachsen-Anhalt

36

Schleswig-Holstein

36

Thüringen

48

 

5. Offene Aufbahrungzum Inhaltsverzeichnis

In den meisten Fällen werden Verstorbene im geschlossenen Sarg aufgebahrt. Die Zahl der offenen Aufbahrungen ist rückläufig und liegt in Deutschland derzeit bei ca. 5 bis 10 %.

Die offene Aufbahrung ermöglicht den Angehörigen, persönlich vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Sie können ihn noch einmal berühren, ihn auf die Stirn küssen und ihren Frieden mit dem Verstorbenen machen. Eine offene Aufbahrung kann hilfreich sein, um den Tod begreifbar zu machen und dies ist meist der erste Schritt zum Abschied.

 

6. Totenwachezum Inhaltsverzeichnis

Angehörige und Freunde können beim Verstorbenen wachen. Das gibt die, heute fast in Vergessenheit geratene, Gelegenheit, sich zu verabschieden, über den Toten zu plaudern, Erinnerungen auszutauschen, die Trauerfeier zu planen und die Verteilung der Aufgaben zu regeln. Die Möglichkeit zur Totenwache besteht bei Aufbahrungen zu Hause und zunehmend bei Bestattern, die dafür entsprechende Räumlichkeiten und eine Zugangsmöglichkeit rund um die Uhr schaffen.

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Trauer > Überblick

Todeszeichen

Rituale und pflegerische Maßnahmen nach dem Tod

Organisatorisches nach dem Tod

Bestattungsformen

Bestattungskosten Sozialhilfe

 

 

Letzte Aktualisierung am 13.10.2014   Redakteur/in: Sabine Bayer

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