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Brustkrebs > Allgemeines

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Besteht der Verdacht auf Brustkrebs, ändert sich das Leben der Betroffenen meist schlagartig. Die nächsten Behandlungsschritte sollten in Absprache mit dem Arzt zeitnah angegangen werden. In der Regel bleibt dennoch ausreichend Zeit, sich auf die Therapie vorzubereiten und die nötigen Entscheidungen in Ruhe zu treffen.

 

2. Auftreten und Risikofaktorenzum Inhaltsverzeichnis

Unter Brustkrebs (Mammakarzinom) versteht man einen bösartigen Tumor in der Brust. Besonders häufig ist das obere, äußere Viertel der Brust betroffen.

Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens etwa jede 8. Frau daran, Frauen nach den Wechseljahren sind häufiger betroffen. Sehr selten erkranken auch Männer.

 

Die Ursache von Brustkrebs ist nicht geklärt. Als Risikofaktoren gelten unter anderem:

  • genetische Vorbelastung (Brustkrebs bei nahen Verwandten)
  • gutartige Veränderungen der Brust
  • hormonelle Faktoren, z.B. Beginn der Menstruation in sehr jungen Jahren, sehr späte Menopause, keine oder späte Geburten.
    Auch  "Hormonersatzpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden ... steigern bei gesunden Frauen das Brustkrebsrisiko deutlich", informiert das Deutsche Krebsforschungszentrum.
  • fettreiche Ernährung (viel tierisches Fett, z.B. Wurst, Fleisch, Vollmilchprodukte), Alkohohl, Rauchen
  • vorausgehende Krebserkrankungen, z.B. Ersterkrankung an Brustkrebs, Gebärmutter- und Eierstockkrebs oder Dickdarmkrebs

 

2.1. DCIS: Vorstufe

Unter DCIS (Ductal Carcinoma in Situ) versteht man eine Vorstufe des Brustkrebs, bei dem sich krankhaft veränderte Zellen in den Milchgängen der Brust befinden. Experten gehen davon aus, dass DCIS ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bedeutet, aber es muss sich kein Tumor entwickeln. DCIS ist fast immer heilbar.

 

3. Untersuchungenzum Inhaltsverzeichnis

 

3.1. Früherkennung

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Für die Früherkennung spielen sowohl die Selbstuntersuchung als auch die ärztliche Vorsorgeuntersuchung eine Rolle. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist zu empfehlen, auch wenn Experten über den Nutzen streiten. Schaden kann sie aber kaum. Wenn dabei Veränderungen entdeckt werden, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

 

Zudem bieten Frauenärzte regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen an. Die Krankenkasse trägt die Kosten für eine jährliche Brustuntersuchung ab 30 Jahren sowie alle 2 Jahre für ein Mammographie-Screening für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren.

Näheres unter Früherkennung von Krankheiten.

 

3.2. Praxistipp

Detaillierte Informationen zur Erkrankung und zu den verschiedenen Untersuchungsmethoden bei Krebsverdacht gibt der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums unter externer Linkwww.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/index.php.

 

4. Vor Beginn der Behandlungzum Inhaltsverzeichnis

Wenn sich der Verdacht auf Brustkrebs erhärtet, sollten die nächsten Behandlungsschritte zügig angegangen werden.

 

4.1. Zeit für die Vorbereitung

Vor der Krankenhauseinweisung brauchen Patientinnen oft Zeit: Um sich zu entscheiden, sich zu orientieren und zu informieren, um eine Zweitmeinung einzuholen oder um alles Wichtige für den Klinikaufenthalt zu regeln. 2 Wochen kann man sich in der Regel mindestens Zeit lassen, sofern der Arzt nicht massive medizinische Bedenken dagegen vorbringt.

 

4.2. Berufstätigkeit

Bereits im Vorfeld der Behandlung ist eine Krankschreibung möglich und sinnvoll. Dann können alle wichtigen Vorbereitungen in Ruhe getroffen werden und die Frau hat die Möglichkeit, sich mit der veränderten Situation auseinanderzusetzen.

Details unter Brustkrebs > Arbeit.

 

4.3. Selbsthilfe und Beratung

Schon vor der Operation können verschiedene Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen helfen und professionelle Unterstützung bieten, z.B. psychosoziale Krebsberatungsstellen. Näheres unter Brustkrebs > Adressen.

Hilfreich kann auch das Gespräch mit einem Seelsorger sein.

 

Entlasten können auch Gespräche mit Familienmitgliedern oder Freunden. Eventuell gibt es im Bekanntenkreis andere Frauen, die Brustkrebs haben oder hatten und mit ihren Erfahrungen weiterhelfen können. Brustkrebs ist jedoch eine sehr vielgestaltige Erkrankung, die oft unterschiedlich behandelt werden muss. Für Fragen zur Behandlung sollte man sich deshalb immer an den behandelnden Arzt und fachkundige Beratungsstellen wenden.

 

5. Praxistipp Ratgeberzum Inhaltsverzeichnis

Kostenloser Download: PDF-DownloadRatgeber Brustkrebs mit Informationen zu allen oben stehenden Themen und den Informationen in den nachfolgend verlinkten Artikeln.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Brustkrebs

Brustkrebs > Arbeit

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Kinder krebskranker Eltern

Haarausfall bei Chemotherapie

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Brustkrebs > Brustprothesen und Spezial-BHs

Brustkrebs > Nachsorge 

 

Redakteurin: Anja Wilckens

 

Letzte Aktualisierung am 13.10.2017   Redakteur/in: Anja Wilckens

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