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Brustkrebs > Allgemeines

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Besteht der Verdacht auf Brustkrebs, ändert sich das Leben der Betroffenen meist schlagartig. Trotzdem ist es ratsam, der Patientin zunächst Zeit zu lassen für weitere Schritte, z.B. eine Krankenhauseinweisung. Empfohlen werden dafür in der Regel 2 Wochen, wobei die Patientin schon in dieser Vorbereitungsphase krank geschrieben werden kann. In dieser Zeit kann auch geklärt werden, welche Therapieformen in Frage kommen, welche Kliniken geeignet sind und welche Beratungsstellen helfen können.

 

2. Auftreten und Risikofaktorenzum Inhaltsverzeichnis

Unter Brustkrebs (Mammakarzinom) versteht man einen bösartigen Tumor in der Brust, besonders häufig ist das obere, äußere Viertel der Brust betroffen.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen der westlichen Welt. In Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens etwa jede 10. Frau an dieser Krebsart, Frauen nach den Wechseljahren sind häufiger betroffen. In sehr seltenen Fällen erkranken auch Männer.

 

Die Ursache von Brustkrebs ist nicht geklärt. Als Risikofaktoren gelten unter anderem:

  • genetische Vorbelastung (Brustkrebs bei nahen Verwandten)
  • gutartige Veränderungen der Brust
  • hormonelle Faktoren, z.B. Beginn der Menstruation in sehr jungen Jahren, sehr späte Menopause, keine oder späte Geburten.
    Auch  "Hormonersatzpräparate gegen Wechseljahresbeschwerden ... steigern bei gesunden Frauen das Brustkrebsrisiko deutlich", informiert das Deutsche Krebsforschungszentrum.
  • fettreiche Ernährung, Alkohohl, Rauchen
  • vorausgehende Krebserkrankungen, z.B. Gebärmutter- und Eierstockkrebs oder Dickdarmkrebs

 

2.1. DCIS: Vorstufe

Unter DCIS (Ductal Carcinoma in Situ) versteht man eine Vorstufe des Brustkrebs, bei dem sich krankhaft veränderte Zellen in den Milchgängen der Brust befinden. Experten gehen davon aus, dass DCIS ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bedeutet, aber es muss sich kein Tumor entwickeln. DCIS ist fast immer heilbar.

 

3. Untersuchungenzum Inhaltsverzeichnis

 

3.1. Früherkennung

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Für die Früherkennung spielen sowohl die Selbstuntersuchung als auch die ärztliche Vorsorgeuntersuchung eine Rolle. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist zu empfehlen, auch wenn Experten über den Nutzen streiten. Schaden kann sie aber kaum. Wenn dabei Veränderungen entdeckt werden, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.

Frauen sollten zudem die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Facharzt in Anspruch nehmen; die Kosten trägt die Krankenkasse.

Näheres unter Früherkennung von Krankheiten.

 

3.2. Praxistipp

Detaillierte Informationen zur Erkrankung und zu den verschiedenen Untersuchungsmethoden bei Krebsverdacht gibt der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums unter externer Linkwww.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/index.php.

 

4. Vor Beginn der Behandlungzum Inhaltsverzeichnis

Wenn sich der Verdacht auf Brustkrebs erhärtet, sollten die nächsten Behandlungsschritte zügig angegangen werden.

 

4.1. Zeit für die Vorbereitung

Manche Patientin braucht vor der Krankenhauseinweisung Zeit: Um sich zu entscheiden, sich zu orientieren und zu informieren, um eine Zweitmeinung einzuholen oder um alles Wichtige für ihren Klinikaufenthalt zu regeln. Diese Zeit sollte man der Patientin lassen, sofern nicht massive medizinische Bedenken dagegen sprechen.

Meist ist es möglich, der Patientin zwischen Diagnosestellung und Klinikeinweisung eine Vorbereitungszeit von ca. 2 Wochen zu gewähren. Nach Expertensicht ist in den allermeisten Fällen die Wirksamkeit der Behandlung trotzdem gewährleistet.

 

4.2. Berufstätigkeit

Wenn die Patientin berufstätig ist, kann der Arzt sie schon vor der stationären Aufnahme krankschreiben, damit sie die Möglichkeit hat, sich auf die veränderte Situation einzustellen und alle wichtigen Vorbereitungen zu treffen.

Details unter Brustkrebs > Arbeit.

 

4.3. Selbsthilfe und Beratung

Schon vor der Operation können verschiedene Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen helfen, professionelle Beratung bieten z.B. auch SeelsorgerInnen oder psychosoziale Krebsberatungsstellen, Näheres unter Brustkrebs > Adressen. Auch Gespräche mit vertrauten Menschen können helfen, wenngleich manche Patientinnen das Anliegen haben, ihre Angehörigen und Freunde zu schonen.

Vorsichtig umgehen sollten Betroffene mit Ratschlägen von Nicht-Experten: Brustkrebs ist eine sehr vielgestaltige Erkrankung, die sehr verschieden therapiert werden muss. Was im einen Fall hilft, kann im anderen schaden. Im Idealfall berät sich eine Frau mit ihrem Arzt oder einer fachkundigen Beraterin.

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Brustkrebs

Brustkrebs > Arbeit

Brustkrebs > Behandlung 

Brustkrebs > Ernährung

Brustkrebs > Familie

Kinder krebskranker Eltern

Haarausfall bei Chemotherapie

Brustkrebs > Lymphödem

Brustkrebs > Brustprothesen und Spezial-BHs

Brustkrebs > Nachsorge 

 

 

Letzte Aktualisierung am 07.06.2017   Redakteur/in: Anja Wilckens

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