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Brustkrebs > Nachsorge

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die Nachsorge nach einer Brustkrebstherapie dauert in der Regel 10 Jahre und beginnt meist am Ende einer stationären Maßnahme. Sie kann auch neben einer Weiterbehandlung, z.B. mit Antihormonen, erfolgen.

 

2. Onkologische Nachsorgeleistung zum Inhaltsverzeichnis

In der Regel erfolgt im ersten Jahr nach der Behandlung eine onkologische Nachsorge. Das ist eine bis zu dreiwöchige Behandlung in einer Reha-Klinik, wenn erforderlich auch länger. Näheres unter Onkologische Nachsorgeleistung.

 

3. Nachsorgeuntersuchungenzum Inhaltsverzeichnis

Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen dienen dazu, eine eventuelle Rückkehr des Tumors (Rezidiv in der Brust oder Metastasen an anderen Körperstellen) frühzeitig zu erkennen. Die Nachsorge wird wegen des erhöhten Risikos eines Zweittumors oder Rückfalls (Rezidivs) nach einem strikt festgelegten Schema durchgeführt. In den ersten 3 Jahren nach der Operation finden die Nachsorgeuntersuchungen alle 3 Monate statt. Im 4. und 5. Jahr werden die Untersuchungen halbjährlich und ab dem 6. Jahr jährlich durchgeführt.

Bei Patientinnen mit niedrigem Rückfallrisiko kann das Screening nach 5 Jahren Nachsorge auch in 2-jährigen Abständen erfolgen. Bei Patientinnen zwischen 50 und 70 Jahren und bei erhöhtem Risiko sollten jährliche Kontrollen erfolgen.

Bei den Kontrollen stehen ausführliche Anamnese (siehe unten), körperliche Untersuchung sowie Aufklärung und Information durch den Arzt auf dem Programm. Blutkontrollen, Röntgen und Ultraschalluntersuchung werden nur bei Beschwerden der Patientin durchgeführt. Die Mammographie wird einmal jährlich empfohlen; bei einer befallenen Brust, die brusterhaltend operiert wurde, kann sie in den ersten 3 Jahren auch öfter als einmal im Jahr erfolgen.

 

Die Nachsorge umfasst auch die Motivation der Patientin zu allgemein gesundheitsbewusstem Verhalten (Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion bei Übergewicht) und zuverlässiger Einnahme der verordneten Medikamente sowie die Befragung nach Nebenwirkungen.

 

Ausdrücklich ist in den offiziellen medizinischen Leitlinien festgehalten, dass auch das Gespräch und das Eingehen auf Ängste und Sorgen zur Nachsorge gehören. Zitat: "Zentrale Anliegen sind der Abbau von Ängsten und die Verbesserung der Lebensqualität der Patientin."

 

Wenn Frauen irgendwelche neuen Beschwerden bemerken, sollten sie auch außerhalb dieser Termine sofort den Arzt aufsuchen. Sie sollten sich nicht scheuen, alle Ängste und Befürchtungen anzusprechen. Neben medizinischen Informationen und Tests kann gegebenenfalls auch die Überweisung zum Psychoonkologen oder zur Psychotherapie helfen.

 

Download Nachsorgeempfehlungen

Hier können Sie einen Überblick über die PDF-DownloadNachsorgeempfehlungen bei Brustkrebs herunterladen.

 

4. Fragen bei der Brustkrebsnachsorge (Anamnese)zum Inhaltsverzeichnis

Folgende Fragen werden Frauen bei einem Brustkrebs-Nachsorgetermin in der Regel gestellt:

  • Haben sich Ihr subjektives Befinden oder Ihre Leistungsfähigkeit seit dem letzten Termin verändert?
  • Hat sich Ihr Gewicht geändert?
    Gewicht beim letzten Nachsorgetermin:
    Gewicht heute:
  • Haben Sie die Selbstuntersuchung der Brust und des Narbenbereichs regelmäßig durchgeführt?
  • Haben Sie Knötchen, Juckreiz oder Rötungen bemerkt?
  • Wünschen Sie eine weitere Erklärung der Selbstuntersuchung?
  • Möchten Sie an einem Kurs zur Brustselbstuntersuchung (speziell für Betroffene) teilnehmen?
  • Ist Ihr Arm auf der operierten Seite dicker geworden?
  • Ist die Beweglichkeit des Armes verschlechtert?
  • Haben Sie Beschwerden in der Muskulatur, in Knochen oder Gelenken?
  • Haben Sie Husten oder Luftnot bei Belastung?
  • Haben Sie häufig Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen oder Schwächegefühle?
  • Bemerken Sie vermehrt Müdigkeit, Leistungsminderung oder Antriebslosigkeit?
  • Bemerken Sie Sehstörungen, Orientierungsstörungen oder Gleichgewichtsstörungen?

 

Mit dieser Fragenliste können sich Frauen auch auf die Nachsorgeuntersuchung vorbereiten. Hier ein Download der Liste zum Ausdruck: PDF-DownloadFragen zur Brustkrebsnachsorge.

 

5. Brustselbstuntersuchungzum Inhaltsverzeichnis

Frauen nach Brustkrebs haben ein erhöhtes Risiko, wieder an Brustkrebs zu erkranken. Deshalb ist auch die Selbstuntersuchung der Brust ein wichtiges Element der Nachsorge. Ärzte erklären ihren Patientinnen, wie sie dabei vorgehen sollen. Intensiver ist das Erlernen der Selbstuntersuchung in einem mehrstündigen Kurs, der von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen angeboten wird. Wenn Frauen darauf Wert legen, dass am Kurs nur betroffene Patientinnen teilnehmen, sollten sie gleich bei der Anmeldung danach fragen.

 

Die bekannteste Methode zur Brustselbstuntersuchung ist MammaCare. Details und Adressen von MammaCare-Trainerinnen finden Sie bei externer Linkwww.mammacare.de. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft beschreibt die Brustselbstuntersuchung: externer Linkwww.krebsgesellschaft.de/pat_ka_brustkrebs_selbsuntersuchung,107714.html.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Brustkrebs

Brustkrebs > Behandlung

Brustkrebs > Lymphödem

 

 

Letzte Aktualisierung am 16.03.2016   Redakteur/in: Andrea Nagl

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