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CED > Sport und Mobilität

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Aufgrund von Durchfall oder Gelenkschmerzen können Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) in ihrer Mobilität eingeschränkt sein. Für die persönliche Leistungsfähigkeit, die Beweglichkeit und die Abwehrkräfte kann Sport aber sehr förderlich sein. Hilfsmittel können zudem die Mobilität fördern. 

 

2. Sportzum Inhaltsverzeichnis

2.1. Geeignete Sportarten

Bewegung ist für jeden Menschen gesund, auch für Menschen mit CED. Besonders empfohlen werden leichte Ausdauersportarten, z.B. walken, (aqua-)joggen, radeln, wandern, schwimmen, oder achtsame Bewegungsformen wie Gymnastik, Yoga, Qi Gong etc.

 

Die persönliche Belastbarkeit ist sehr unterschiedlich. Als "moderater Ausdauersport" gilt, wenn man dabei nicht ins keuchen kommt. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich von einem auf Sportmedizin spezialisierten Arzt beraten und die persönlichen Leistungskennziffern (Dauer, Häufigkeit, Pulsfrequenz) testen.

 

Wer bereits am Darm operiert wurde, sollte Übungen sehr vorsichtig angehen, die den Bauch belasten oder dehnen. Hier ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören.

 

2.2. Positive Aspekte

Die folgenden Aspekte spielen dabei eine besondere Rolle:

  • Sport kann helfen, das Immunsystem zu stärken. Das ist bei CED ein wichtiger Aspekt, da eine reduzierte Immunabwehr als CED-Auslöser vermutet wird und zudem das Immunsystem durch Medikamente immer wieder zusätzlich geschwächt werden kann.
  • Betroffene können infolge des Sports entzündungshemmende Medikamente (z.B. Cortison) reduzieren.
  • Sport reduziert Stress. Stress begünstigt bei manchen Betroffenen das Auftreten von Krankheitsschüben.
  • Sport verbessert die Beweglichkeit, was insbesondere bei Betroffenen relevant ist, die unter Gelenkbeschwerden leiden.
  • Sport beugt Osteoporose vor. Osteoporose zählt zu den Folgerisiken bei CED.
  • Sport reduziert das Darmkrebsrisiko, das insbesondere bei Colitis ulcerosa erhöht ist.

 

2.3. Bei CED besonders zu beachten

Jenseits des bisher gesagt gilt, dass sich Patienten im akuten Krankheitsschub schonen sollten. Sport ist dann nur wenig möglich, alltägliche Bewegung ist aber dennoch wichtig. 

 

Ein besonderes Augenmerk ist zudem auf die Versorgung mit Mineralien zu legen, hier insbesondere Magnesium: Das gilt für alle Sportler, die schwitzen, bei CED gilt es verstärkt, vergleiche CED > Ernährung

 

Wenn bereits Begleiterkrankungen der Gelenke vorliegen, sollte darauf Rücksicht genommen werden. Eine Überanstrengung kann die Symptome verstärken.

 

3. Hilfsmittelzum Inhaltsverzeichnis

Manche Patienten sind aufgrund ihres ständigen Durchfalls, z.B. bei Gängen außer Haus, auf Inkontinenzartikel angewiesen, da sie nicht rechtzeitig eine Toilette erreichen könnten. In solchen Fällen können Inkontinenzhilfen vom Arzt zu Lasten der Krankenkasse auf Rezept verordnet werden.

Näheres unter Inkontinenzhilfen. Details zu Kosten und Zuzahlungen unter Hilfsmittel.

 

Patienten, die aufgrund ihrer therapieresistenten CED einen künstlichen Darmausgang haben, sind auf Stomaversorgungsmittel angewiesen. Näheres unter Stoma > Hilfsmittel.

 

4. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Autofahren bei Medikamenteneinnahme

Kraftfahrzeughilfe

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung CED

CED > Schwerbehinderung

CED > Reisen und Autofahren

Stoma

Stoma > Reisen

Stoma > Sport

 

 

Letzte Aktualisierung am 02.09.2016   Redakteur/in: Andrea Nagl

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