CED > Urlaub
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1. Das Wichtigste in Kürze
CED-Patienten sollten im Ausland auf eine hygienische Ernährung achten, z.B. möglichst nur gekochte und gewaschene Nahrung zu sich nehmen. Vor einer Reise können sich CED-Patienten über das Nahrungsangebot am Urlaubsort informieren und gegebenenfalls Nichtverfügbares mitbringen, z.B. Vollkornbrot in Länder, in denen es nur Weißbrot gibt. Durchfallmittel und Notfallmedikation sollten in Absprache mit dem Arzt mitgenommen werden.
2. Vorsorgliche Verhaltensregeln
Bei Reisen in südliche Länder, in denen aufgrund des geringen Hygienestandards oder der ungewohnten Ernährung auch für gesunde Menschen die Gefahr von Reisedurchfall besteht, sollten Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) ganz besonders Folgendes beachten:
- Keine offenen Speisen und Getränke zu sich nehmen, die an Straßenständen oder in Straßenrestaurants verkauft werden.
- Getränke nur in verschlossenen Originalflaschen servieren lassen und diese selbst öffnen, um Verunreinigung des Inhalts auszuschließen.
- Obst mit Trinkwasser waschen und danach schälen.
- Kein Wasser aus der Leitung trinken, auch zum Zähneputzen Flaschenwasser benutzen.
- Auf Speiseeis und Eiswürfel in Getränken verzichten.
- Rohe Gemüse und Salate meiden, da diese oft mit Fäkalien gedüngt oder mit Leitungswasser gewaschen wurden.
- Auf rohe Meeresfrüchte oder ungenügend durchgegarte Steaks verzichten.
- Bei Speisen vom Büffet ist Vorsicht geboten, da diese dort oft stundenlang stehen.
- Auf ausreichende Händehygiene achten.
3. Auftreten von Magen-Darm-Problemen
Wenn ein CED-Patient im Urlaub trotzdem plötzlich Durchfall, Bauchkrämpfe oder auch Erbrechen und Fieber bekommt, muss nicht unbedingt ein neuer akuter Schub der Grund sein. Deshalb sollte der Patient erst einmal:
Ruhe bewahren, Diät halten und genügend trinken.
Meist sind nur ungewohnte Bakterien Auslöser der Beschwerden. Günstig ist es, sich vom behandelnden Arzt entsprechende Medikamente sowie Diättipps bei Reisedurchfall empfehlen zu lassen.
4. Vorab-Information
Vor einer Auslandsreise sollten sich CED-Patienten über das Nahrungsmittelangebot vor Ort informieren und bei Bedarf - sofern es die Zollbedingungen zulassen - eigene Grundnahrungsmittel mitnehmen, z.B. Vollkornbrot für Länder, in denen es ausschließlich Weißbrot gibt. Für den Notfall kann man eventuell bilanzierte Trinknahrung mitführen.
5. Praxistipp
Als hilfreich hat sich erwiesen, einen kleinen Wasserkocher und Tee in das Urlaubsland mitzunehmen. Damit hat der Patient Alternativen zu zuckerhaltige Getränken oder kaltem Trinkwasser.
6. Akutphase
Im akuten Schub ist es besser, nur in Länder zu reisen, in denen die hygienischen Verhältnisse und die medizinische Versorgung etwa deutschen Standard haben. Für die Dauer des Urlaubs sollten genügend Medikamente mitgeführt werden, da diese in anderen Ländern nicht immer zu bekommen sind.
7. Verwandte Links
Krankenversicherungsschutz im Ausland: Auslandsschutz
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung CED
Letzte Aktualisierung am 17.01.2012 Redakteur/in: Ines Grocki
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