Springe direkt zu: Inhalt, Suche.

betaCare

CED > Wohnen

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

CED-Patienten sollten ihre Wohnsituation der Krankheit anpassen, z.B. indem sie auf eine geringe Entfernung zwischen Schlafzimmer und Toilette achten. Patienten, die zu Ohnmachtsanfällen tendieren, sollten Türen nie abschließen und eine Notruf-Möglichkeit einrichten.

 

2. Wohnungsgestaltungzum Inhaltsverzeichnis

Wenn eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) chronisch akut ist und der Patient Tag und Nacht unter Durchfällen leidet, können Veränderung an der Wohnung hilfreich sein.

  • Im Idealfall sollten zwischen Badezimmer/Toilette und Schlafzimmer keine langen Wege oder Treppen liegen. Wo dies nicht machbar ist, hilft im Notfall ein Toilettenstuhl (Hilfsmittel) oder bei Kindern ein Töpfchen neben dem Bett.
  • Bei der Wohnungssuche sollten Wohnungen bevorzugt werden, die mehr als eine Toilette haben. So ist auch bei mehreren Familienangehörigen oder bei Besuch immer eine Toilette sofort für den Patienten verfügbar.
  • In Toilettennähe sollte sich eine Wasch- oder Duschmöglichkeit befinden, da die Haut vieler CED-Patienten zu empfindlich für Toilettenpapier geworden ist oder aufgrund von Fisteln am Darmausgang nur mit Wasser gereinigt werden kann. Ideal sind ein Bidet oder Toiletten mit integrierter Waschmöglichkeit; unter Umständen lässt sich in Kombination mit einem Gießgefäß auch die Toilette als Bidet benutzen.
  • Wenn der Patient zu Schwäche oder Ohnmachtsanfällen neigt, ist ein "Alarmknopf" direkt neben der Toilette wichtig, damit Angehörige zu Hilfe gerufen werden können. Als einfache Varianten reichen auch eine Glocke oder Trillerpfeife. Bei alleinstehenden Menschen ist die Einrichtung eines Hausnotrufsystems zu erwägen.
  • Wenn es dem Patienten sehr schlecht geht, ist es besser, wenn er die Badezimmertür nicht hinter sich abschließt, um ihm im Notfall gleich Hilfe leisten zu können.
  • Wenn durch Entzündungen oder Operationen im Endarmbereich das Sitzen auf normalen Stühlen schmerzhaft ist, kann ein sogenannter Sitzring (Hilfsmittel) sehr entlasten. Er kann auf alle Sitzgelegenheiten in der Wohnung oder auch im Büro oder Auto aufgelegt werden und verhindert den Druck des eigenen Körpergewichts auf die schmerzhaften Stellen.

 

3. Heizungzum Inhaltsverzeichnis

Im akutem Schub sollte auf eine angenehm warme Badezimmertemperatur geachtet werden, da viel Zeit auf der Toilette verbracht wird und Patienten bei Durchfall sehr anfällig gegen Kälte und Erkältungen sind.

 

4. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Chronisch-entzündliche Darmerkrankung CED

CED > Allgemeines

Hilfsmittel

Wohnumfeldverbesserung

Wohngeld

Pflegehilfsmittel und technische Hilfen, z.B. Hausnotruf

CED > Familie

CED > Pflege

Stoma

 

 

Letzte Aktualisierung am 18.09.2015   Redakteur/in: Andrea Nagl

Bewerten Sie die obigen Informationen (Schulnoten-System) 

1 (sehr gut) 6 (ungenügend)