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Chronische Schmerzen > Sport und Bewegung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Sport und Bewegung können Schmerzen verursachen, aber ebenso Schmerzen lindern, Verspannungen lösen, Kraft und Lebensqualität zurückbringen und Schmerzen vorbeugen. Welche Bewegungsart geeignet ist, hängt von der Art der Schmerzen ab.

 

2. Bewegungsschmerzzum Inhaltsverzeichnis

Wenn bei bestimmten Bewegungen Schmerzen auftreten (Bewegungsschmerzen), versuchen viele Patienten, diese Bewegungen zu vermeiden oder einzuschränken.

Doch das Ruhigstellen verschlimmert auf Dauer den Schmerz, da sich Muskeln, die nicht bewegt werden, fortschreitend abbauen und sich Gelenkkapseln und Sehnen zusammenziehen. In der Folge kann diese Bewegung gar nicht mehr oder nur unter noch stärkeren Schmerzen ausgeführt werden. Ersatzbewegungen können zu Verspannungen oder Fehlhaltungen führen, die ebenfalls Schmerzen nach sich ziehen können.

 

Bei Bewegungsschmerzen ist eine vorherige Schmerztherapie Voraussetzung für den gezielten Muskelaufbau. Physiotherapie und sinnvolles Training sind unter großen Schmerzen nicht möglich, aber mit Linderung der Schmerzen steigt der natürliche Bewegungsdrang des Patienten.

 

3. Schmerzlindernde Wirkung von Bewegung zum Inhaltsverzeichnis

Regelmäßige, gezielte Bewegungen können Schmerzen lindern, da der Körper bei sportlicher Betätigung körpereigene Opiate und Endorphine (Glückshormone) ausschüttet, die ähnlich wie Opioide schmerzstillend wirken.

 

Auch Übungen unter physiotherapeutischer Anleitung können sinnvoll sein. Hierbei werden individuelle Übungen erarbeitet, die der Patient dann auch zu Hause regelmäßig umsetzen sollte.

 

4. Geeignete Bewegungsformenzum Inhaltsverzeichnis

Grundsätzlich muss vor Beginn des Trainings eine Beratung durch einen Arzt oder Therapeuten erfolgen, da falsches Training ungünstig wirken kann.

Zudem ist es nicht möglich, angesichts der Vielzahl von Schmerzerkrankungen und -ursachen eine bestimmte Sport- oder Bewegungsart zu empfehlen, die allen Patienten hilft.

 

Geeignet für viele Patienten sind Ausdauersportarten und Trainingsformen, die Körperbewusstsein und Beweglichkeit fördern, z.B.:

  • Radfahren: Häufig hilfreich bei Kniebeschwerden. Vorsicht z.B. bei Beschwerden an Handgelenken, Schulter/Nacken, Lendenwirbeln. Oft sind die passende Fahrradgröße und die Sitzposition entscheidend.
  • Langlaufen, Wandern und (Nordic) Walking: Gutes Schuhwerk, ggf. Stöcke. Ausgeglichen und gleichmäßig vorwärtsbewegen. Vorsicht bei Kniebeschwerden beim Abwärtsteigen und bei drehenden Bewegungen.
  • Schwimmen: Klären, welcher Stil geeignet ist. Brustschwimmen z.B. ist bei Lendenwirbel-, Hüft- und Knieproblemen oft weniger geeignet. Beachten, ob warmes oder kaltes Wasser besser ist. Hygiene beachten, insbesondere bei Magen-Darm-Erkrankungen und Immunschwäche.
  • Gezielte Gymnastik (Anleitung durch Physiotherapeuten), Wassergymnastik, Aqua-Jogging.
  • Yoga, Tai-Chi, Gigong und ähnliche Methoden verbinden in der Regel Anspannung, Dehnung und Entspannung zu einem harmonischen Ganzen.

 

Bei der Teilnahme an Kursen und Gruppenstunden sollte der Übungsleiter vor Stundenbeginn über akute Schmerzsituationen informiert werden.

 

Wichtig ist, sich regelmäßig zum empfohlenen Training zu motivieren, auch und gerade dann, wenn ein therapeutisch angeleitetes Training (das oft befristet ist) ausläuft. Dreimal pro Woche Training werden in der Regel empfohlen, aber es gibt auch Übungen, die man täglich ausführen solle oder gar mehrmals täglich.

 

Wenn Wahlmöglichkeiten bestehen, sollte man die Bewegungsart wählen, die Spaß macht. Das erleichtert die Motivation. Zudem kann eine positive Einstellung Studien zufolge auch schmerzlindernd wirken.

 

Patienten sollten auf ihren Körper hören, ihr Training ihrer Leistungsfähigkeit anpassen und ihre Erfahrungen mit Ärzten, Therapeuten und anderen Betroffenen austauschen. Letztlich muss das Training Körpergefühl und Wohlbefinden verbessern.

 

Je nachdem, wo der Schmerz lokalisiert ist, sind Patienten mit Chronischen Schmerzen in ihren Bewegungen oft stark eingeschränkt. Die nachfolgenden Links führen zu allgemeinen Informationen zur Mobilität.

 

5. Mobilitätzum Inhaltsverzeichnis

Je nachdem, wo der Schmerz lokalisiert ist, können Patienten mit Chronischen Schmerzen in ihren Bewegungen stark eingeschränkt sein. Die nachfolgenden Links führen zu allgemeinen Informationen zur Mobilität.

 

5.1. Mobilitätshilfen für behinderte Menschen

Fahrdienste

Kraftfahrzeughilfe

Kraftfahrzeugsteuer-Ermäßigung

Ermäßigungen bei Öffentlichen Verkehrsmitteln

Hilfen im Flugverkehr

Parkerleichterungen

 

5.2. Hilfsmittel zur Verbesserung der Mobilität

Hilfsmittel

Rollstühle

Orthopädische und andere Hilfsmittel, z.B. Gehhilfen und Hilfsmittel in Haushalt und Freizeit

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Chronische Schmerzen > Reisen

Autofahren bei Medikamenteneinnahme

Führerschein bei körperlicher Behinderung/Krankheit

Behinderung > Sport

Reha-Sport und Funktionstraining

Wohnumfeldverbesserung

Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen > Familie und Alltag

Chronische Schmerzen > Schwerbehinderung

Migräne

 

Redakteurinnen: Sabine Bayer, Maria Kästle

 

Letzte Aktualisierung am 18.10.2017   Redakteur/in: Sabine Bayer

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