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Demenz > Pflege stationär

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die stationäre Pflege eines Demenz-Patienten wird meist erst veranlasst, wenn die Angehörigen die häusliche Pflege und Betreuung nicht mehr leisten können. Es gibt verschiedene Wohnformen für Demenzpatienten, z.B. Wohngemeinschaften oder beschützende Stationen. Die Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Kosten, in der Regel müssen der Patient selbst und seine Angehörigen mitzahlen.

 

2. Ausgangssituationzum Inhaltsverzeichnis

Nicht immer ist es Angehörigen möglich, einen Demenzpatienten in der häuslichen Umgebung zu pflegen. Die Pflege ist je nach Ausmaß der Demenzerkrankung sowohl psychisch als auch physisch sehr anstrengend. Sie führt oft zu sozialer Isolation des pflegenden Angehörigen, weil sie den Pflegebedürftigen nicht alleine lassen können und deshalb die Wohnung nur verlassen, wenn die Beaufsichtigung durch Dritte sichergestellt ist.

Ist die Belastung der Pflegepersonen (oft Ehepartner bzw. Kinder) zu groß und kann sie auch nicht durch die Inanspruchnahme von Entlastungsmöglichkeiten ausreichend reduziert werden, ist ein Umzug des Demenzpatienten in eine stationäre Einrichtung, z.B. ein Pflegeheim, unausweichlich.

Näheres zu Entlastungsmöglichkeiten unter Demenz > Entlastung Angehöriger.

Die Entscheidung "Heim" ist für viele Angehörige ein schwerer Schritt, da neben dem schlechten Gewissen, den erkrankten Angehörigen "abzuschieben", viele Ängste und Fragen im Raum stehen: Wird der Angehörige ausreichend gepflegt? Kann sich das Personal individuell um seine Bedürfnisse kümmern? Wie viel kostet die Unterbringung im Heim? Reicht die Rente dafür aus? Müssen Angehörige zuzahlen? Was bleibt für deren Lebensunterhalt übrig?

 

3. Kostenzum Inhaltsverzeichnis

Die Pflegeversicherung zahlt je nach Pflegegrad in der Regel bis zu 2.005,-€ im Monat für die sogenannte vollstationäre Pflege. Dies deckt in der Regel höchstens die Kosten für die Pflege und Betreuung, nicht jedoch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung (die sogenannten "Hotelkosten"). Diese Hotelkosten trägt der Pflegebedürftige selbst (§ 87 SGB XI).

Unterhaltspflichtige Personen (auch Kinder) müssen je nach Einkommen und Vermögen einen Teil der Kosten übernehmen, Näheres unter Unterhaltspflicht.

 

4. Wahl der Einrichtungzum Inhaltsverzeichnis

Die Angehörigen sollten sich viel Zeit für die Wahl der geeigneten Einrichtung nehmen und die in Frage kommenden Einrichtungen besichtigen. Im Idealfall ist es möglich, einige Stunden auf der in Frage kommenden Station zu bleiben, um die Atmosphäre, den Umgang mit dementen Bewohnern und andere Faktoren mitzuerleben.

 

5. Formen stationärer Einrichtungenzum Inhaltsverzeichnis

Durch die Zunahme demenzkranker Menschen im Heim wächst auch das entsprechende Angebot. Neben den klassischen Pflegeheimen gibt es immer mehr alternative Wohnformen, z.B. Wohngemeinschaften für Demenzpatienten.

Links zu Wohngemeinschaften unter Demenz > Wohnen.

Immer mehr Pflegeheime bieten im Rahmen ihrer Einrichtung spezielle Modelle wie Hausgemeinschaften, gerontopsychiatrische Wohngruppen oder beschützende Stationen. Dort wird mit einem besonderen Betreuungs- und Therapiekonzept auf die Bewohner mit Demenz eingegangen: Die Räume sind hell und übersichtlich gestaltet und das Personal ist auf den Umgang mit verwirrten, desorientierten und aggressiven Patienten geschult.

 

Wenn ein Demenzpatient gegen seinen Willen in einer beschützenden oder geschlossenen Station untergebracht wird, handelt es sich um eine freiheitsentziehende Maßnahme. In der Regel beantragt der gesetzliche Betreuer (Betreuung) eine solche Genehmigung.
Mehr zu Fixierung und sedierenden Medikamenten unter Demenz > Freiheitsentziehende Maßnahmen.

 

6. Sozialrechtliche Informationen: teilstationäre und stationäre Pflegezum Inhaltsverzeichnis

Nachfolgend Links auf allgemeine sozialrechtliche Informationen zur stationären und teilstationären Pflege:

 

7. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Über entsprechende Angebote informieren örtliche Seniorenberatungsstellen, Selbsthilfeorganisationen, wie z.B. die Alzheimer Gesellschaft (externer Linkwww.deutsche-alzheimer.de), oder andere Anlaufstellen für Demenzpatienten und deren Angehörige. Wertvolle Hinweise über Angebote vor Ort erhalten Angehörige außerdem in Gesprächskreisen oder Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige.

 

8. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Demenz

Demenz > Allgemeines

Demenz > Entlastung Angehörige

Demenz > Umgang mit der Erkrankung

Demenz > Freiheitsentziehende Maßnahmen

Demenz > Krankenhausaufenthalt

Demenz > Pflege zu Hause

Demenz > Rechtsfragen

Demenz > Wohnen

 

 

Letzte Aktualisierung am 02.01.2017   Redakteur/in: Andrea Nagl

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