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Demenz > Pflege zu Hause

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Auch wenn Menschen mit Demenz körperlich gesund sind, können sie als pflegebedürftig eingestuft werden und Leistungen aus der Pflegekasse erhalten. Die Begutachtung zur Feststellung des Pflegegrads ist bei Demenz nicht immer eindeutig, da die Patienten sich je nach Tagesform sehr selbstständig präsentieren. 

 

2. Hilfen der Pflegeversicherung zur Häuslichen Pflege zum Inhaltsverzeichnis

An Demenz erkrankte Menschen sind oft noch lange Zeit körperlich gesund. Die Leistungen der Pflegeversicherung stehen einem Demenzkranken, der die grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllt, aber auch schon dann zu, wenn er bei den Verrichtungen des täglichen Lebens Anleitung und/oder Beaufsichtigung von einem Außenstehenden braucht.

 

Überblick über alle Hilfen der Pflegeversicherung unter Pflege > Leistungen.

 

Falls keine Pflegeversicherung vorliegt oder die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen: Hilfe zur Pflege.

 

2.1. Voraussetzungen

Voraussetzungen für Leistungen der Pflegekassen sind unter anderem:

 

2.2. Leistungen

Unter bestimmten Voraussetzungen können folgende Leistungen für die häusliche Pflege in Frage kommen:

 

2.2.1. Pflege zu Hause durch Angehörige

 

2.2.2. Ambulante Pflege durch Fachkräfte

 

3. Besonderheiten bei Demenzpatientenzum Inhaltsverzeichnis

Grundsätzlich gelten für Demenzpatienten die gleichen Regeln wie für alle pflegebedürftigen Patienten. Die Schwerpunkte und Aufgaben der Pflege können durch die Erkrankung allerdings anders gewichtet sein.

Damit die Pflegebedürftigkeit festgestellt und der Patient in einen Pflegegrad eingestuft wird, muss die Fähigkeit, bestimmte Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auszuüben, eingeschränkt oder nicht vorhanden sein. Dies ist auch dann gegeben, wenn der Pflegebedürftige die Verrichtung zwar motorisch ausüben kann, jedoch deren Notwendigkeit nicht erkennt oder nicht in sinnvoll zielgerichtetes Handeln umsetzen kann.

So kann ein demenzerkrankter Mensch durchaus körperlich in der Lage sein, sich selbst zu waschen, zu kämmen und Nahrung zu sich zu nehmen. Durch die hirnorganischen Veränderungen vergisst er jedoch, dass er diese alltäglichen Verrichtungen erledigen muss oder sträubt sich sogar dagegen.

Deshalb sind bei der Begutachtung bestimmte Gefahrenquellen zu beachten.

 

3.1. Begutachtung durch den MDK

Bei der Begutachtung durch den MDK kann es zu Fehldeutungen durch den Gutachter kommen, weil

  • dem demenzkranken Menschen äußerlich nichts anzusehen ist.
  • er in seiner vertrauten Umgebung orientiert und unauffällig wirkt.
  • viele sich Fremden gegenüber als selbstständig darstellen können und geschickt ihre kognitiven Einbußen überspielen.
  • bei Demenzpatienten Schwankungen im Tagesverlauf auftreten können. Manche sind tagsüber relativ ruhig und abends und nachts sehr unruhig und verwirrt.

Auch wenn ein Pflegetagebuch mit genauen Zeitangaben für die einzelnen Pflegetätigkeiten durch das neue Begutachtungsverfahren nicht mehr nötig ist, kann es bei dementen Patienten dennoch sinnvoll sein zu dokumentieren, welche Betreuung, Anleitung und Hilfen dieser im Laufe des Tages benötigt, damit der MDK den Grad der Selbstständigkeit realistisch erfassen kann.

Näheres unter Pflegeantrag und Pflegebegutachtung.

 

3.2. Pflegekurse

Für pflegende Angehörige gibt es spezielle Kurse für die Pflege und Betreuung von Demenzkranken. Diese werden z.B. von ambulanten Pflegediensten oder Demenzselbsthilfegruppen angeboten. Teilweise gibt es während des Kurses Betreuungsmöglichkeiten für die Demenzkranken. Informationen bieten die Alzheimergesellschaft (externer Linkwww.deutsche-alzheimer.de), Kranken- und Pflegekassen, Pflegeberatungen und Pflegedienste vor Ort.

 

Weitere Hilfen und Unterstützungen für Angehörige unter Demenz > Entlastung Angehöriger.

 

4. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Demenz > Pflege stationär

Demenz

Demenz > Allgemeines

Demenz > Ernährung

Demenz > Entlastung Angehöriger

Demenz > Umgang mit der Erkrankung

Demenz > Freiheitsentziehende Maßnahmen

Demenz > Krankenhausaufenthalt

Demenz > Mobilität

Demenz > Rechtsfragen

Demenz > Wohnen

 

 

Letzte Aktualisierung am 01.03.2017   Redakteur/in: Johanna Wehle

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