Springe direkt zu: Inhalt, Suche.

betaCare

Depressionen > Sport

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Körperliche Betätigung steigert das psychische Wohlbefinden durch die Ausschüttung körpereigener Stoffe wie Serotonin, Endorphin und Dopamin. In vielen Forschungen der letzten Jahre konnte nachgewiesen werden, dass körperliche Aktivitäten leichte bis mittelschwere Depressionen positiv beeinflussen können. Die Forscher gehen davon aus, dass regelmäßiger Ausdauersport die chemischen Prozesse im Gehirn beeinflusst und die Produktion von stimmungsaufhellenden Hormonen (Endorphinen) anregt. Diese sogenannten "Glückshormone" haben eine antidepressive Wirkung.

 

2. Ausdauertrainingzum Inhaltsverzeichnis

Der Nutzen ist besonders bei regelmäßigem Ausdauertraining nachweisbar.

Ausdauertraining heißt:

  • Im Idealfall täglich, 3 Mal pro Woche bringt auch deutliche Effekte, aber: "Auch einmal ist besser als keinmal".
  • Günstige Sportarten sind z.B. (Nordic) Walking, Joggen, Radfahren, Schwimmen, Wandern, Aerobic oder Langlauf.
  • Intensität: Die meisten Menschen überfordern sich beim Ausdauersport. Der beste Effekt stellt sich ein, wenn sich der Puls nur leicht erhöht und wenn die Belastung so niedrig bleibt, dass man sich nebenher unterhalten kann.

 

Darüber hinaus gilt: Jede Bewegung hilft, auch ein Spaziergang oder die Benutzung von Treppen statt Aufzug.

 

3. Der Einstiegzum Inhaltsverzeichnis

Sport soll gut tun und Spaß machen und darf weder unter- noch überfordern. Patienten sollten sich nicht unter Leistungsdruck setzen, das kann zu Versagensängsten und Stress führen. Die erste große Hürde bei Depressionen ist das Aufraffen - schon vielen nicht-depressiven Menschen fällt es schwer, ihre wöchentlichen Sporteinheiten zu erfüllen. Ganz wichtig ist deshalb, sich die positiven Effekte vor Augen zu halten (statt eines "Du hast schon wieder nicht …"). Es wichtig, mit kleinen Schritten zu beginnen. Jede Bewegung ist besser als keine! Jede körperliche Aktivität, und sei es auch nur ein kleiner Spaziergang, kann als Erfolg betrachtet werden.

 

Wird Sport in der Gruppe ausgeübt, entstehen dadurch auch soziale Kontakte. Zudem können sich die Teilnehmer einer Gruppe gegenseitig motivieren, und der verabredete Zeitpunkt hilft, sich "aufzuraffen". Manchen Menschen mit Depressionen hilft es auch, sich zum gemeinsamen Sporttermin abholen zu lassen.

 

4. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Depressionen

Depressionen > Angehörige und Betroffene

Depressionen > Allgemeines

Depressionen > Behandlung

Depressionen > Ernährung

Depressionen > Urlaub

 

 

Letzte Aktualisierung am 22.05.2017   Redakteur/in: Sabine Peter

Bewerten Sie die obigen Informationen (Schulnoten-System) 

1 (sehr gut) 6 (ungenügend)