Diabetes > Erektile Dysfunktion
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1. Das Wichtigste in Kürze
Eine Diabeteserkrankung kann sich negativ auf das Liebesleben auswirken. Vor allem für Männer, die an Diabetes erkrankt sind, können diabetesbedingte Potenzprobleme zu einer schweren Lebenskrise führen. Kommt über einen längeren Zeitraum beim Liebesspiel keine Erektion zustande, spricht die Medizin von einer Erektilen Dysfunktionsstörung (ED).
2. Diabetes und ED
Zwischen einer ED und einer Diabetes-Erkrankung kann durchaus ein Zusammenhang bestehen. Vielen Männern mit Diabetes ist nicht bewusst, dass eine Erektionsstörung eine Folge der Erkrankung sein kann. Das Risiko einer Erektionsstörung ist für Männer mit Diabetes dreimal so hoch wie bei Männern ohne Diabetes. Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Häufigkeit von Erektionsstörungen.
3. Ursachen
Folgende Ursachen können bei Diabetikern zu einer ED führen:
- Über eine längere Dauer erhöhte Blutzuckerwerte
können Nerven und Blutgefäße im Penis schädigen. Das komplexe
Zusammenspiel zwischen Nerven und Blutgefäßen, welches für die Erektion
sorgt, wird dadurch gestört. Durchblutungsstörungen beeinträchtigen den
Schwellkörper, diabetisch bedingte Nervenschädigungen können die
Reizleitung zwischen Gehirn und Penis beeinträchtigen.
Daher sollten die Blutzuckerwerte regelmäßig kontrolliert und auf eine gute medikamentöse Einstellung der Erkrankung geachtet werden. Sind die Blutzuckerwerte nur kurzzeitig erhöht, kann unter Umständen mit der Normalisierung der Werte auch die ED wieder verschwinden. - Die Einnahme von Medikamenten (z.B. blutdrucksenkende Mittel) kann unter Umständen die Erektionsfähigkeit beeinflussen. Hier ist immer ein Gespräch mit dem Arzt sinnvoll, um eventuell auf Alternativprodukte ohne diese Nebenwirkung umzustellen. Von einem selbstständigen Absetzen der Medikamente ist dringend abzuraten.
- Hormonstörungen können ebenfalls zu einer ED führen. Männer mit Diabetes produzieren weniger Testosteron. Der Mangel an Testosteron kann mit einer Hormontherapie behoben werden.
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes führen bei
den Betroffenen oft zu psychischen Belastungen, die sich auch negativ auf
die Erektionsfähigkeit auswirken können.
Die Erektionsstörung ist dann oft von Versagensängsten begleitet, was die Störung nur noch verstärkt und aufrecht erhält. Der Betroffene kommt dann in einen regelrechten Teufelskreis, aus dem er ohne Hilfe nur schwer wieder herausfindet. Daher sollte selbst bei organischen Ursachen einer ED die psychische Komponente immer mit bedacht werden.
Da die Ursachen für eine ED vielfältig sein können, ist es unerlässlich, dass vor dem Beginn einer Therapie eine gründliche Diagnose erhoben wird. Neben dem Arztgespräch können hier unter anderem die Blutabnahme zur Hormonbestimmung und ein Schwellkörperinjektionstest zur Diagnostik gehören.
Mehr zur Therapie der ED unter Erektile Dysfunktionsstörung.
4. Verwandte Links
Letzte Aktualisierung am 16.07.2009 Redakteur/in: Manfred Hägele
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