Diabetes > Ernährung
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1. Das Wichtigste in Kürze
Menschen die an Diabetes mellitus erkrankt sind, können ihre Zuckerwerte durch Gewichtsreduktion verbessern. Insbesondere sollte auf Fettiges und Alkohol verzichtet werden.
2. Grundsätzliches
Rund 6 Millionen Deutsche sind an Diabetes erkrankt, etwa 90 % davon sind übergewichtig. Übergewicht führt zu einer Insulinresistenz, deswegen könnten viele Diabetiker durch eine geringe Gewichtsreduktion ihre Blutzuckerwerte deutlich verbessern. Ein Körpergewicht mit einem BMI (Body Mass Index) von 18,5 - 25 kg/m² wäre erstrebenswert.
3. Empfohlene Ernährung
- Fettreduzierte Kost
- Pflanzliche Fette sind tierischen Fetten vorzuziehen
- Wenig gesättigte Fettsäuren (gehärtete Fette)
- Größerer Anteil an einfach (z. B. Öle) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäuren = Hering, Lachs )
- Wenig tierisches Eiweiß (z.B. Wurst und Fleisch).
- Reichlich Gemüse und Obst (= Vitamine).
- Vollkornprodukte.
- Kohlenhydrate mit viel Ballaststoffen und einem niedrigen glykämischen Index (Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel).
- Wenig Alkohol. Typ-1-Diabetiker sollten, wenn sie Alkohol trinken, dies immer mit der Aufnahme von Kohlenhydraten kombinieren, da sonst Unterzuckerungsgefahr besteht.
- 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit am Tag trinken (Wasser, Tee, ungesüßte Säfte).
- Essen:
- Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag.
- Den Tag mit einem vollwertigen Frühstück beginnen, um so den Energiespeicher nach der Nacht wieder aufzufüllen.
- Langsam essen. Erst nach etwa 15 Minuten stellt sich ein Sättigungsgefühl ein.
4. Thema Zucker
- Zuckeraustauschstoffe (z.B. Sorbit, Fructose, Maltit) sind nicht notwendig, sind teuer und haben häufig Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall.
- Bei Diabetiker- oder Diätprodukten vorsichtig sein. Sie enthalten zwar keinen Zucker, sind aber meist auch nicht kalorien- und fettreduziert.
- Kleine Mengen Zucker sind bei guter Stoffwechsellage durchaus erlaubt, Schokolade allerdings enthält vor allem viel Fett.
5. Bewegung
Bewegung in den Alltag einbauen. Dadurch wird der Stoffwechsel auf Touren gebracht, der Kalorienverbrauch steigt und man nimmt besser und schneller ab. Gleichzeitig müssen Ernährung (Kalorienaufnahme) und Bewegung (Kalorienverbrauch) möglichst weitgehend in Balance gehalten werden. Details unter Diabetes > Sport.
6. Praxistipp Schulung
Spezielle Diabetes-Schulungen zur richtigen Ernährung vermitteln Basiswissen und viele praktische Tipps zum Einkaufen und Kochen. Adressen vermitteln z.B. der Deutsche Diabetikerbund (
www.diabetikerbund.de) oder die Krankenkassen.
7. Verwandte Links
Letzte Aktualisierung am 19.02.2010 Redakteur/in: Manfred Hägele
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