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Diabetes > Hilfsmittel

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Diabetiker brauchen zahlreiche Hilfsmittel, z.B. Blutzuckermessgeräte und Einmalspritzen. Die Zuzahlungen dafür richten sich danach, ob die Hilfsmittel "zum Verbrauch bestimmt" sind oder nicht. Die Zuzahlung beträgt maximal 10 € bei Nicht-Verbrauchs-Hilfsmitteln und 10 € pro Monat bei Verbrauchs-Hilfsmitteln.

 

2. Zuzahlungenzum Inhaltsverzeichnis

Grundsätzlich wird bei Hilfsmitteln unterschieden zwischen "nicht zum Verbrauch bestimmten" und "zum Verbrauch bestimmten" Hilfsmitteln. Für die beiden Kategorien wird die Zuzahlung unterschiedlich berechnet.

 

2.1. Nicht zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel

Dazu zählen bei Diabetikern z.B. Blutzuckermessgeräte, Stechhilfen, Insulinpumpen, Insulinpens, Pumpentaschen und -gurte.

 

Die Zuzahlung beträgt 10 % der Kosten des Hilfsmittels, mindestens jedoch 5 €, höchstens 10 €, in keinem Fall aber mehr als die Kosten des Hilfsmittels selbst.

 

Die Zuzahlung zu Nicht-Verbrauchs-Hilfsmitteln kann Diabetiker vor allem am Anfang belasten, da dann in der Regel eine umfangreiche Erstausstattung fällig wird.

 

2.2. Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel

Dazu zählen bei Diabetikern z.B. Lanzetten, Nadeln für Insulinpens, Kanülen, Insulin-Einmalspritzen, Insulinpumpen-Verbrauchsmaterial (Katheter, Adapter, Ampullen-Sets, etc.).

 

Die Zuzahlung beträgt 10 % des Verkaufspreises. Es gibt keine Mindestzuzahlung, maximal darf die Zuzahlung 10 € pro Monatsbedarf aller zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel betragen.

 

3. Produktgruppenzum Inhaltsverzeichnis

Gelistet sind Hilfsmittel in Hilfsmittelverzeichnissen, die nach Produktgruppen eingeteilt sind. Für Diabetiker sind 2 Produktgruppen von Bedeutung:

Produktgruppe 03 Applikationshilfen: Nadeln für Insulinpens, Kanülen, Insulineinmalspritzen

Produktgruppe 21 Messgeräte für Körperzustände/-funktionen: Lanzetten für die Stechhilfen zur Blutentnahme

 

Auch wenn ein Diabetiker "zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel" aus unterschiedlichen Produktgruppen oder infolge einer weiteren Erkrankung verordnet bekommt, muss er in einem Monat maximal 10 € für die Verbrauchs-Hilfsmittel zuzahlen.

 

4. Blutzucker- und Harnteststreifenzum Inhaltsverzeichnis

Blutzucker- und Harnteststreifen können auf Kosten der Krankenkasse vom behandelnden Arzt verordnet werden, wenn sie indiziert sind.

 

4.1. Voraussetzung

Blutzuckerteststreifen können nur verordnet werden, wenn die Blutzuckermessung "wirtschaftlich und sinnvoll" ist. Der Patient muss die Messwerte dokumentieren und er muss daraus unmittelbar therapeutische Konsequenzen ziehen können. Die Ergebnisse werden jedes Quartal mit dem behandelnden Arzt besprochen.

 

4.2. Verordnung von Blutzucker-Teststreifen

Wie viele Blutzuckerteststreifen vom Arzt verordnet werden können/sollen, ist je nach Kassenärztlicher Vereinigung (KV) unterschiedlich. Manche lassen dies in der Verantwortung ihrer Ärzte, andere geben Orientierungsrahmen und Empfehlungen. Individuelle Auskünfte erteilt die Krankenkasse.

Einen Überblick können Sie hier downloaden: PDF-DownloadVerordnung von Blutzuckerteststreifen.

 

5. Hilfsmittel bei erektiler Dysfunktionzum Inhaltsverzeichnis

Bei Diabetes ist das Risiko einer erektilen Dysfunktion (Impotenz) erhöht. Eine der möglichen therapeutischen Maßnahmen ist eine Vakuumerektionshilfe, auch Vakuumpumpe genannt. Dies ist ein durchsichtiger Plastikzylinder, der über den Penis geschoben wird. Eine Pumpe erzeugt einen Unterdruck, so dass Blut in den Schwellkörper fließt. Liegt eine ausreichende Erektion vor, wird durch einen Saugring der Rückfluss des Blutes verhindert.

Die Vakuumerektionshilfe ist im Hilfsmittelverzeichnis (Produktgruppe 99.27.02) der gesetzlichen Krankenkasse gelistet und kann von der Krankenkasse übernommen werden. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Hilfsmittel

Häusliche Krankenpflege

Heilmittel

Diabetes

Diabetes > Allgemeines

Diabetischer Fuß

Diabetes > Erektile Dysfunktion

Diabetes > Finanzielle Hilfen

Diabetes > Verhaltenstipps

 

 

Letzte Aktualisierung am 28.07.2017   Redakteur/in: Manfred Hägele

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