Diabetes > Verhaltenstipps
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1. Das Wichtigste in Kürze
Diabetes ist eine Erkrankung, mit der viele Patienten ein weitgehend normales Leben führen können, wenn sie bestimmte Verhaltensmaßregeln einhalten, z.B.: Sich über die Krankheit informieren und entsprechend dem aktuellen Wissen verhalten, regelmäßig den Blutzucker messen sowie Bewegung und Ernährung beobachten und steuern.
2. Diabetes-Schulungen
Teilnahme an Diabetes-Schulungen: Es gibt für jeden Diabetes-Typ spezielle Schulungen. Anlaufstellen finden Sie bei Adressen von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen mit dem Suchwort "Diabetes". Besonders nach der Erstdiagnose sollten Patienten an einer Schulung teilnehmen.
3. Blutzuckerkontrollen
Blutzuckerkontrollen selbst durchführen, um Über- bzw. Unterzucker entsprechend zu therapieren. Neben den Patienten können das auch die Angehörigen erlernen.
3.1. Technik der Blutentnahme
- Die Hände vor der Blutentnahme mit warmen Wasser waschen, um die Durchblutung zu fördern. (Desinfektion ist nicht nötig.)
- Hände gut abtrocknen.
- Arm direkt vor dem Einstich kurz nach unten hängen lassen.
- Mit der Lanzette oder Stechhilfe leicht seitlich in die Fingerkuppe stechen (das ist weniger schmerzhaft als direkt vorne).
- Zu starkes Quetschen des Fingers oder Ohrläppchens vermeiden.
- Ausreichend großen Blutstropfen auf das Testfeld auftragen.
- Blutung stillen, z. B. mit Papiertaschentuch.
4. Regelmäßiges Wechseln der Injektionsstellen
Wird bei der Insulininjektion immer dieselbe Stelle benutzt, kommt es langfristig zu Veränderungen der Haut und des darunter liegenden Gewebes (meist Verhärtungen, selten auch Aufweichungen). Dadurch kann das Insulin nicht mehr vollständig aufgenommen werden und der Wirkungseintritt und Umfang lässt sich nur mehr schwer abschätzen. Darum sollten die Injektionen an wechselnden Stellen gesetzt werden, damit die Wirkung des Insulins berechenbar bleibt.
5. Diabetes-Gesundheits-Pass
Der Pass begleitet ein Vorsorgeprogramm für Diabetiker. Durch das Führen des Gesundheits-Passes können Arzt und Patient erkennen, wann bestimmte Untersuchungen gemacht werden müssen. Die Ergebnisse werden im Pass dokumentiert. Langfristige Beobachtungen sind wichtig, da sie Hinweise auf Folgeerkrankungen geben können. Der Pass kann u.a. bei Selbsthilfeverbänden wie dem Deutschen Diabetikerbund (
www.diabetikerbund.de/)bezogen werden.
6. Disease-Management-Programme
Eine Reihe von Krankenkassen bietet für Diabetiker Typ 1 und 2 die Teilnahme an Disease-Management-Programmen an. Dies sind speziell strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke. Patienten, die sich an einem solchen Programm beteiligen, kann die Krankenkasse einen finanziellen Bonus gewähren. Das können Ermäßigungen bei der Zuzahlung oder Praxisgebühr sein oder eine Beitragsreduzierung.
7. Weitere Tipps
- Auf Ernährung achten. Die richtige Ernährung ist eine wichtige Behandlungsmaßnahme für jeden Diabetiker. Details siehe Diabetes > Ernährung.
- Regelmäßige Bewegung verbessert die Stoffwechsellage und bringt den Kreislauf in Schwung. Details siehe Diabetes > Sport.
- Zu den Folgeerkrankungen gehören unter anderem Durchblutungsstörungen und Nervenschädigungen, die sich häufig an den Füßen bemerkbar machen. Auf die Füße ist deshalb besonders zu achten. Datils siehe Diabetischer Fuß.
- Bei Sondersituationen wie Krankenhausaufenthalten oder auch während der Schwangerschaft sollte der Patient neue Ärzte und Pflegepersonal über die Erkrankung informieren. Bei anstehenden Operationen empfiehlt es sich, schon 1 bis 2 Tage vorher in die Klinik zu gehen.
- Reisen benötigen eine besonders sorgfältige Vorbereitung und Planung, Details siehe Diabetes > Urlaub.
- Für den Notfall immer einen Diabetikerausweis mit sich führen.
8. Verwandte Links
Diabetes > Erektile Dysfunktion
Letzte Aktualisierung am 19.02.2010 Redakteur/in: Manfred Hägele
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