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Entlastungsbetrag

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben einen Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von 125,- € monatlich. Dieser soll Pflegepersonen entlasten und die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen fördern. Der Entlastungsbetrag ergänzt die ambulanten und teilstationären Pflegeleistungen in der häuslichen Umgebung .

 

2. Voraussetzungenzum Inhaltsverzeichnis

Anspruch auf den Entlastungsbetrag haben Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5, die zu Hause gepflegt werden.

 

3. Verwendungszweck zum Inhaltsverzeichnis

Der Entlastungsbetrag ist zweckmäßig für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung des Pflegebedürftigen bei der Gestaltung des Alltags einzusetzen.

Er dient zur Erstattung von Leistungen, die im Zusammenhang mit

 

Durch den Entlastungsbetrag ist es somit möglich, die Leistungen der Tages- und Nachtpflege sowie der Kurzzeitpflege länger in Anspruch zu nehmen. Auch die dabei entstehenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung ("Hotelkosten") oder Fahrtkosten können vom Entlastungsbetrag bezahlt werden.

Pflegebedürftige können den Entlastungsbetrag zudem für Leistungen des ambulanten Pflegedienstes verwenden. Für Pflegebedürftige in den Pflegegraden 2 bis 5 gilt dies nicht für den Bereich der Selbstversorgung.

 

4. Höhezum Inhaltsverzeichnis

Es besteht ein monatlicher Anspruch von 125,- €. Die Pflegebedürftigen reichen Belege für die in Anspruch genommenen Leistungen bei der Pflegekasse ein und erhalten Kosten bis zur Höhe des Entlastungsbetrags erstattet.

Wird der monatliche Leistungsbetrag nicht oder nicht vollständig in Anspruch genommen, kann der nicht beanspruchte Teil in den Folgemonaten des Kalenderjahres berücksichtigt werden.

Nicht in Anspruch genommene Beträge können auch auf das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden. Das heißt, dass der Anspruch spätestens am 30.6. des Folgejahres verfällt. Die Übertragung eines nicht beanspruchten Leistungsbetrages muss nicht beantragt werden.

 

Besitzstandregel: Wer schon vor 2017 einen erhöhten Betreuungs- und Entlastungsbetrag von 208,- € erhalten hat, wird diesen auch weiterhin bekommen.

 

5. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Ansprechpartner sind Pflegekassen und Pflegestützpunkte.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Pflegende Angehörige > Entlastung

Häusliche Pflege Pflegeversicherung

 

Gesetzesquelle(n) 

(§ 45 b SGB XI)

 

Letzte Aktualisierung am 05.01.2017   Redakteur/in: Jutta Meier

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