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Epilepsie > Sport

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Sport ist gesund - auch für Epilepsie-Patienten. Sie können wie alle Menschen von den positiven Effekten profitieren. Meiden sollten sie Sportarten, die im Falle eines Anfalls zu Unfällen führen können, also schnelle Sportarten, Sportarten mit Absturzgefahr und Sport im Wasser. Schutzmaßnahmen wie Helme oder Schwimmwesten sind unbedingt wichtig.

 

2. Allgemeineszum Inhaltsverzeichnis

Sport in Maßen ist wohltuend für die meisten Menschen, auch für Epilepsiekranke. Vermehrtes Atmen und Schwitzen bei sportlicher Betätigung löst grundsätzlich keine Anfälle aus, nur extreme physische und psychische Belastungen können einen ungünstigen Krankheitsverlauf zur Folge haben und Anfälle auslösen. Die positiven psychosozialen Effekte von Sport können auch einen günstigen Einfluss auf die Erkrankung haben.

 

Grundsätzlich sollte ein Mensch, der zu Anfällen neigt, seine Teamkameraden und Trainer über seine Krankheit und die Möglichkeit eines Anfalls informieren. Zum einen, um sie auf einen Ernstfall so vorzubereiten, damit sie adäquat reagieren können. Zum anderen, damit er selbst durch einen Anfall andere nicht gefährdet.

 

3. Ungeeignete Sportartenzum Inhaltsverzeichnis

Die Gefahr beim Sport geht vom akuten Anfall aus. Deshalb gibt es einige Sportarten, die für Menschen, die häufige oder uneinschätzbare Anfälle haben, nicht geeignet sind. Die Faustregel lautet: "Nicht zu schnell, nicht zu hoch und nicht ins Wasser."

  • Nicht zu schnell!
    Rennsportarten wie Fahrrad- oder Autorennen sind riskant und sollten vermieden werden. Dagegen kann ein Anfallskranker kontrolliert fahrrad- und skifahren, sollte aber unbedingt einen Helm tragen.
  • Nicht zu hoch!
    Sportarten in großer Höhe mit Absturzgefahr, z.B. Fallschirmspringen, Drachenfliegen, Klettern, Sportfliegen. Auch beim Reiten kann ein Sturz sehr gefährlich werden. In jedem Fall ist wie bei gesunden Reitern auch das Tragen eines Schutzhelms notwendig.
  • Nicht ins Wasser!
    Bedenklich ist Wassersport (Schwimmen, Surfen, Tauchen), da ein Anfall im Wasser lebensgefährlich sein kann, wenn nicht neben dem Epilepsiekranken eine Begleitperson schwimmt, die ihn im Ernstfall vor dem Ertrinken retten kann. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, kann auch ein Epilepsiekranker z.B. schwimmen gehen. Beim Rudern oder Segeln ist eine Schwimmweste wichtig.

 

4. Schutzmaßnahmenzum Inhaltsverzeichnis

Grundsätzlich sollten epilepsiekranke Sportler Sport in Begleitung und unter Anwendung der auch für Gesunde üblichen Schutzmaßnahmen (Helme, Schwimmwesten) ausüben. Außerdem ist es für Brillenträger ratsam, während des Sports Kontaktlinsen oder Sehhilfen mit Kunststoffgläsern zu tragen, damit bei einem Sturz keine zusätzliche Gefahr durch Glassplitter besteht.

 

5. Praxistippzum Inhaltsverzeichnis

Die Stiftung Michael bietet unter externer Linkwww.stiftung-michael.de/schriften/schriften_epilepsie.php?l=1&e=0 folgende Broschüre an: Christine Dröge, Rupprecht Thorbecke, Christian Brandt: Sport bei Epilepsie. 1. Auflage, 2011, 76 S. (Schriften über Epilepsie, Bd. V).

Die Broschüre informiert über

  • Auswirkungen von Sport auf die Gesundheit von Menschen mit Epilepsie
  • Welche Sportart ist die passende?
  • Wo und mit wem kann ich Sport treiben?
  • Wen sollte ich über meine Epilepsie informieren - Haftungs- und Rechtsfragen
  • Körperlich und sportlich aktiv im Alltag - wie schaffe ich das?

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Epilepsie

Epilepsie > Behandlung

Epilepsie > Allgemeines

Epilepsie > Kinder

Epilepsie > Urlaub (inklusive Internationaler Epilepsie Notfallausweis)

 

 

Letzte Aktualisierung am 23.06.2017   Redakteur/in: Maria Kästle

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