Ernährung bei Opioidanwendung
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1. Das Wichtigste in Kürze
Bei Patienten, die Opioide einnehmen, müssen sich Diätempfehlungen in erster Linie nach der Grunderkrankung richten. Als direkte Nebenwirkung einer Einnahme von Opioiden kommt häufig Verstopfung vor, die aber durch viel Trinken und Vollwertkost abgemildert werden kann.
2. Grundsätzliches
Patienten, die Opioide einnehmen, sollten je nach Grunderkrankung oder zusätzlichen Erkrankungen bestimmte Diätempfehlungen beachten, z.B. eine kalziumreiche Ernährung bei Osteoporose. Viele Krankenkassen bieten Ernährungsberatung für eine gesunde Ernährung im Allgemeinen und im Besonderen für ernährungsbedingte oder durch die Ernährung zu beeinflussende Krankheiten.
Spezielle Empfehlungen gibt es für Schmerzpatienten, die auf Opioide angewiesen sind. Sie leiden als Nebenwirkung der Opioide oft unter Obstipation (Verstopfung), die durch mangelnde Bewegung und ungünstige Ernährung noch verstärkt werden kann.
3. Ausreichend trinken
Viele Betroffene - besonders Ältere und Frauen - trinken zu wenig, so dass sie bereits vor der Opioid-Anwendung unter Verstopfung leiden. Als Nebenwirkung der Opioide kommt es bei ihnen dann häufiger zu Mundtrockenheit. Deshalb sollten Patienten, die Opioide einnehmen, besonders auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr achten. 2 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag sind empfehlenswert, am besten eignen sich Wasser und Kräutertees. Patienten, die Schwierigkeiten haben, ihre tägliche Trinkmenge einzuschätzen, sollten sich die Tagesration am Morgen bereitstellen oder einen Trinkplan erstellen.
4. Alkohol meiden
Opioide und Alkohol verstärken sich gegenseitig in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen. Patienten, die Opioide einnehmen, sollten deshalb grundsätzlich auf alkoholische Getränke verzichten.
Eine Ausnahme kann bei Tumorpatienten in fortgeschrittenem Stadium und anderen Palliativpatienten gelten. Alkoholgenuss darf hier unter dem vorrangigen Aspekt der Lebensqualität betrachtet werden, falls der Patient den Wunsch danach äußert.
5. Ausgewogene Vollwertkost
Schmerzpatienten sollten eine ausgewogene Vollwerternährung mit reichlich Obst und Gemüse anstreben. Wasserreiches Obst und Gemüse, z.B. Melonen, Gurken, Tomaten, helfen genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Lebensmittel, die Verstopfung begünstigen, sollten durch ballaststoffreiche Speisen ersetzt werden, z.B. Vollkornbrot statt Weißbrot. Zusätzlich bringen eingeweichte Trockenfrüchte oder Leinsamen einen trägen Darm in Schwung.
6. Essen mit Genuss
Wichtig ist genussvolles Essen sowie langsames und gründliches Kauen. Patienten mit starken Schmerzen neigen z.T. dazu, nicht mehr genug zu essen: aus Schwäche, Depression, Appetitlosigkeit oder weil sie bei den Mahlzeiten vor Schmerzen nicht ruhig sitzen können.
7. Verwandte Links
Chronische Schmerzen > Opioidanwendung
Chronische Schmerzen > Verhaltenstipps
Letzte Aktualisierung am 24.11.2010 Redakteur/in: Sabine Bayer
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