Ernährung bei Stoma
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1. Das Wichtigste in Kürze
Patienten mit einem künstlichen Darmausgang (Enterostoma) benötigen im allgemeinen keine spezielle Diät. Wichtig sind aber das Reduzieren faserhaltiger Nahrungsmittel und reichliches Trinken. Es wird wie bei anderen Menschen auch empfohlen, langsam zu essen, gründlich zu kauen und sich ausgewogen und vollwertig zu ernähren.
2. Faserhaltige Nahrungsmittel
Sehr faserhaltige Nahrungsmittel, und solche, die selbst durch sehr gründliches Kauen nicht vollständig zu zerkleinern sind, können bei unvorsichtigem Verzehr zu einer Stomablockade führen. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören:
- Nüsse
- Samen (z.B. Leinsamen, Mohn, Sonnenblumenkerne, Cashewkerne)
- Grobe Vollkornprodukte
- Blattspinat, Spargel, Pilze, Rhabarber und andere faserhaltige Obst- und Gemüsesorten
- Sehniges oder sehr zähes Fleisch
- Balaststoffpräparate (Weizenkleie, Leinsamen)
- Hartschaliges Obst und Gemüse (Ananas, Mais, Zitrusfrüchte, Trauben, Paprika, Obstkerne)
- Sehr balaststoffreiche Lebensmittel (z.B. Popcorn)
In der ersten Zeit nach der Stomaanlage sollten diese Lebensmittel vermieden werden. Später brauchen Patienten nicht mehr darauf verzichten, wenn sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:
- Nur in kleinen Mengen
- Nur gleichzeitig mit leicht verdaulichen Lebensmitteln
- Nur, wenn während und nach den Essen viel Wasser/Tee getrunken wird
- Langsam essen und gründlichst kauen
3. Blähungen
Manche Patienten reagieren auf bestimmte Nahrungsmittel mit Blähungen, die Darmgeräusche und Luft im Stomabeutel verursachen:
- Kohlarten
- Lauch, Zwiebeln, Knoblauch
- Kohlensäurehaltige Getränke
- Frisches Brot
- Hülsenfrüchte
4. Flüssigkeitsaufnahme
Grundsätzlich müssen Stomapatienten ohne Dickdarm auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, da der Dünndarm zwar die Funktion der Wasserresorption teilweise übernehmen kann, aber nicht im selben Maße wie der Dickdarm.
5. Enterale Ernährung
Wenn zu große Teile des Dünndarms operativ entfernt werden mussten, können die Nährstoffe aus der Nahrung nicht mehr ausreichend verwertet werden, eine Mangelernährung ist die Folge. Abhängig davon, wie stark diese Mangelernährung ausgeprägt ist, kommt für den Patienten Enterale Ernährung in Frage.
6. Verwandte Links
Hilfsmittel für Stomapatienten
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung CED
Letzte Aktualisierung am 24.04.2010 Redakteur/in: Anja Wilckens
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