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Hepatitis C > Allgemeines

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Hepatitis C ist eine Virusinfektion der Leber, die über das Blut übertragen wird. Eine Ansteckung beim Sex ist sehr selten. Hepatitis C heilt zum Teil unerkannt aus, häufiger jedoch verläuft die Entzündung chronisch und führt zu einer Schwächung der Patienten. Nach Jahrzehnten kann es zu Leberzirrhose oder Leberkrebs kommen. Hepatitis C ist meldepflichtig.

 

2. Kurzinfo zur Krankheitzum Inhaltsverzeichnis

Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die vom Hepatitis-C-Virus (HCV) verursacht wird. HCV ist weltweit verbreitet, ca. 2 bis 3 % der Weltbevölkerung sind chronisch infiziert. Schätzungen für Europa gehen von 3 bis 5 Millionen HCV-positiven Personen aus. In Deutschland leben circa 600.000 bis 800.000 Menschen, die das Virus in sich tragen.

Neben Hepatitis C werden Hepatitis A, B, D, E, F und G ebenfalls durch Viren hervorgerufenen. F und G wurden erst Mitte der 90er Jahre entdeckt, noch gibt es nicht genügend Erkenntnisse. Die Formen der Hepatitis unterscheiden sich im Hinblick auf Übertragung, Krankheitsverlauf und Schwere der Erkrankung.

 

Die Übertragung des Hepatitis-C-Virus (HCV) findet in der Regel über Blut statt, z.B.

  • durch das Benutzen derselben Nadeln bei Drogenabhängigen,
  • bei Bluttransfusionen oder Übertragung von Blutgerinnungsfaktoren (mittlerweile selten) oder
  • durch unsteriles Werkzeug bei Tätowierungen, Ohrlochstechen oder Piercings.

 

Oft ist der genaue Übertragungsweg unbekannt.

 

Eine Übertragung beim Geschlechtsverkehr ist sehr selten, allerdings ist eine Übertragung des Virus bei verletzenden Praktiken und während der Menstruation möglich. Die Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft oder Geburt ist selten, aber möglich.

 

3. Verlauf und Symptomezum Inhaltsverzeichnis

Unterschieden wird zwischen der akuten und der chronischen Form.

 

Die meisten Patienten spüren bei einer akuten Infektion keine oder grippeähnliche Symptome, weswegen die Infektion meist nicht erkannt wird.

 

In etwa zwei Drittel der Fälle (die Zahlenangaben schwanken) kommt es nach der akuten Phase zu einer chronischen Verlaufsform. Dabei leidet der Patient oft unter eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Schwäche, Oberbauchschmerzen, Gelenk- und Nierenentzündungen. 20 bis 30 % der chronisch Erkrankten bekommen Jahrzehnte später eine Leberzirrhose. In einigen Fällen entwickelt sich daraus Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom).

 

Es gibt keinen Impfstoff gegen Hepatitis C, aber mittlerweile recht wirksame Medikamente gegen die Viren. Näheres unter Hepatitis C > Behandlung.

 

4. Meldepflichtzum Inhaltsverzeichnis

Hepatitis C gehört zu den namentlich meldepflichtigen Viruserkrankungen (§ 6 ff. IfSG), das heißt: Name, Anschrift und andere Daten sind an das örtliche Gesundheitsamt weiterzugeben.

Schon der Verdacht auf eine Hepatitis-C-Infektion muss gemeldet werden. Meldepflichtig sind u.a. der behandelnde Arzt und das Labor, in dem der positive Virusbefund analysiert wurde.

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Hepatitis C

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Letzte Aktualisierung am 31.05.2017   Redakteur/in: Andrea Nagl

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