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Hilfe zum Lebensunterhalt

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

"Hilfe zum Lebensunterhalt" ist das, was im allgemeinen Sprachgebrauch als "Sozialhilfe" bezeichnet wird. Sie deckt grundlegende Bedürfnisse wie Ernährung, Kleidung und Körperpflege, wenn der Hilfesuchende selbst kein Einkommen oder Vermögen hat. 

 

2. Voraussetzungenzum Inhaltsverzeichnis

Die "Hilfe zum Lebensunterhalt" gehört zur Sozialhilfe und sichert die elementaren Grundbedürfnisse ab. Die Hilfe erhält, wer seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend mit eigener Arbeitskraft und eigenen Mitteln, z.B. aus Einkommen und Vermögen oder mit Hilfe anderer beschaffen kann.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt muss beim Sozialamt beantragt werden. In seltenen Fällen muss die Hilfe zum Lebensunterhalt zurückgezahlt werden (Rückzahlung der Sozialhilfe).

 

3. Umfangzum Inhaltsverzeichnis

Der notwendige Lebensunterhalt wird über die Regelsätze der Sozialhilfe abgegolten und umfasst z.B. Ernährung, Kleidung, Körperpflege (z.B. Toilettenartikel wie Seife, Zahnpasta, Shampoo etc.), Hausrat (z.B. Haushaltsausstattung wie Möbel, Küchengeräte) und persönliche Bedürfnisse des täglichen Lebens (u.a. Kontakt zur Umwelt und Teilnahme am kulturellen Leben, wie Besuch von Kino-, Theater- und Sportveranstaltungen, Anschaffung von Zeitungen, Büchern etc.).

 

Darüber hinaus sieht die Hilfe zum Lebensunterhalt spezielle Leistungen vor, die nicht im Regelsatz enthalten sind, wie:

 

4. Höhezum Inhaltsverzeichnis

(§§ 28 ff. SGB XII)

Die tatsächlich zu leistende Hilfe zum Lebensunterhalt errechnet sich aus:

 

Die Differenz wird als Hilfe zum Lebensunterhalt ausgezahlt. Sind Einkommen und Vermögen höher als der Bedarf, besteht kein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt.

 

4.1. Praxistipp

Die Darstellung dieses sehr komplexen Themenbereichs beschränkt sich auf allgemeingültige Angaben. Was alles zum Einkommen (§§ 82 ff. SGB XII) und zum Vermögen (§ 90, 91 SGB XII) zählt, finden Sie unter Sozialhilfe > Einkommen und Vermögen.

Individuelle und oft einzelfallabhängige Besonderheiten finden hier keine Berücksichtigung. Fragen sind mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Sozialamts zu klären.

 

5. Unterhaltspflichtzum Inhaltsverzeichnis

Bevor das Sozialamt Hilfe leistet, wird geklärt, ob nahestehende Personen unterhaltspflichtig gegenüber dem Hilfebedürftigen sind. Es wird unterschieden zwischen gesteigert Unterhaltspflichtigen, normal Unterhaltspflichtigen und nicht Unterhaltspflichtigen. Näheres unter Unterhaltspflicht.

Eltern leisten für alle Maßnahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt ihrer volljährigen behinderten oder pflegebedürftigen Kinder einen pauschalen Unterhaltsbeitrag von maximal 24,68 €  monatlich, ohne weitere Überprüfung des Einkommens und Vermögens (§ 94 SGB XII).

 

6. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Individuelle Auskünfte erteilt das Sozialamt.

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Sozialhilfe

Regelsätze der Sozialhilfe

Sozialhilfe > Miete und Heizung

Mehrbedarfszuschläge

Sozialhilfe > Einmalige Leistungen

 

Gesetzesquelle(n) 

(§§ 27 ff. SGB XII)

 

Letzte Aktualisierung am 01.01.2016   Redakteur/in: Maria Kästle

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