KHK > Verhaltensempfehlungen
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1. Das Wichtigste in Kürze
Die Diagnose Koronare Herzkrankheit (KHK) ist für den Betroffenen oft ein Schock. Dabei lassen sich mit einem angemessenen Lebensalltag die Risiken für eine Verschlechterung oder einen akuten Infarkt meist reduzieren. Wichtige Bereiche sind Ernährung, Bewegung, Stressabbau, Nichtrauchen und psychosoziale Gesundheit.
2. Lebensqualität und Prävention
Wenn bei einem Betroffenen eine koronare Herzkrankheit festgestellt oder er gar schon mit der Diagnose Angina Pectoris oder Herzinfarkt konfrontiert wurde, sind Angst und Niedergeschlagenheit eine natürliche Reaktion: immerhin hat er gerade eine lebensbedrohliche Situation erlebt. Nach einem bisher unabhängigen Leben verunsichert die Diagnose und viele Patienten gestehen sich ihre gesundheitliche Schwäche nur ungern ein.
Umso wichtiger ist es, dem Patienten klar zu machen, dass sich ein weiterer Herzinfarkt oder eine Krankheitsverschlechterung vielleicht vermeiden lassen, wenn er seinen Alltag wie folgt gestaltet und gegebenenfalls verändert.
- Gesund ernähren,
- Regelmäßig bewegen,
- Gemeinsam mit Angehörigen Sport treiben.
- Stress bewältigen und abbauen (siehe unten).
- Bei Selbstzweifeln und Depressionen Hilfe anbieten und zur Inanspruchnahme ermutigen.
Näheres s.a. Depressionen > Angehörige und Betroffene.
3. Stressabbau
Es gilt als erwiesen, dass negativer Stress das Risiko der KHK deutlich erhöht. Dasselbe gilt für bestimmte Charakterzüge wie Ehrgeiz, Wetteifer, extremes Gefühl von Zeitmangel und Aggressivität. Deswegen ist es entscheidend, Stress nicht einfach hinzunehmen, sondern ihn zu erkennen, um ihm bewusst entgegenwirken zu können.
- Tages- und Arbeitsablauf überprüfen
Können durch bessere Planung zeitliche Engpässe und dadurch belastende Situationen vermieden werden? - Neigung, sich für alles verantwortlich zu fühlen
Sich von der Vorstellung lösen, alles perfekt und selbst machen zu wollen. Lernen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Sich nicht alles aufladen lassen. Gelassener werden. - Entspannungstechniken
wie autogenes Training, Yoga, Muskelrelaxation nach Jakobsen oder Feldenkrais-Methode erlernen. - Sport treiben.
4. Rauchen aufhören
Rauchen erhöht das Risiko, an einer KHK zu erkranken. Hier ein paar Tipps, die den Verzicht auf das Rauchen erleichtern sollen.
- Vom Arzt genau erklären lassen, wie massiv Rauchen für viele Erkrankungen verantwortlich ist.
- Lebenspartner möglichst mit in den Entwöhnungsprozess einbeziehen. Vielleicht können beide miteinander aufhören.
- Den Tag der letzten Zigarette bestimmen.
- Keine Scheu vor Selbsthilfegruppe oder Raucherentwöhnungskurs. Eventuell hilft auch geeignete Literatur. Anlaufstellen vermitteln die Krankenkassen.
- Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert unter
www.rauchfrei.de oder am Telefon unter 01805 313131.
Eine interessante Zusammenfassung zu aktuellen Erkenntnissen zum erfolgreichen Rauchausstieg findet sich als Pressetext unter
www.pressetext.com/news/20110929029.
5. Alltag und Familie
Die Beeinträchtigungen einer koronaren Herzerkrankheit (KHK) können zu Veränderungen im Zusammenleben einer Familie führen. Unter den folgenden Punkten finden Sie praktische Hinweise für den täglichen Umgang in der Familie:
6. Selbsthilfe für Betroffene und Angehörige
Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen für Koronare Herzkrankheit finden Sie bei Adressen mit dem Suchwort "Herzkrankheit".
7. Verwandte Links
Letzte Aktualisierung am 30.09.2011 Redakteur/in: Manfred Hägele
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