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Landeserziehungsgeld

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Das Landeserziehungsgeld ist eine freiwillige Leistung der Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen. Es wird im Anschluss an das Elterngeld gezahlt und wird nicht auf Hartz IV oder Sozialhilfe angerechnet. Die Voraussetzungen und die Höhe sind in den Ländern unterschiedlich geregelt.

 

2. Bayernzum Inhaltsverzeichnis

Höhe

  • 1. Kind: 6 Monate lang bis zu 150 € monatlich
  • 2. Kind: 12 Monate lang bis zu 200 € monatlich
  • Ab dem 3. Kind: 12 Monate lang bis zu 300 € monatlich

 

Voraussetzungen

  • Antragsteller muss vor Leistungsbeginn mindestens 12 Monate in Bayern gewohnt haben.
  • Antragsteller ist wöchentlich maximal 30 Stunden erwerbstätig.
  • Die Einkommensgrenzen (pauschaliertes Nettojahreseinkommen) dürfen nicht überschritten werden.
    Einkommensgrenze für Alleinerziehende: 22.000 €,
    Einkommensgrenze für Ehepaare, Eltern in eheähnlicher Gemeinschaft und Lebenspartner: 25.000 €
    Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um 3.140 €.
  • Nachweis für die Durchführung der Früherkennungsuntersuchungen U 6 bzw. U 7 (Früherkennung von Krankheiten).

 

Für Kinder, die ab 1.1.2017 geboren wurden, gelten höhere Einkommensgrenzen:

  • Einkommensgrenze für Alleinerziehende: 31.000 €. 
  • Einkommensgrenze für Ehepaare, Eltern in eheähnlicher Gemeinschaft und Lebenspartner: 34.000 €.
  • Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um 4.440 €.

 

Antrag/Zuständigkeit

Zuständig sind die Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales, Adressen unter externer Linkwww.zbfs.bayern.de/behoerde/regionalstellen/index.php.

 

3. Sachsenzum Inhaltsverzeichnis

Das Landeserziehungsgeld wird entweder beginnend im 2. Lebensjahr oder im 3. Lebensjahr des Kindes gewährt.

 

Höhe bei Kindern im 2. Lebensjahr:

  • 1. Kind: 5 Monate lang 150 €
  • 2. Kind: 6 Monate lang 200 €
  • Ab dem 3. Kind: 7 Monate lang je 300 €

 

Höhe bei Kindern im 3. Lebensjahr:

  • 1. Kind: 9 Monate lang 150 €
  • 2. Kind: 9 Monate lang 200 €
  • Ab dem 3. Kind: 12 Monate lang je 300 €

Voraussetzung dafür ist, dass für das Kind seit dem vollendeten 14. Lebensmonat kein Platz in einer staatlich geförderten Kindertagesstätte in Anspruch genommen wurde. Ansonsten gilt die gleiche Höhe wie bei Kindern im 2. Lebensjahr.

 

Voraussetzungen

  • Das Kind darf nicht in einer staatlich geförderten Kindertageseinrichtung untergebracht sein oder staatlich geförderte Tagespflege beanspruchen.
  • Die Grenze für die zulässige Erwerbstätigkeit des Antragstellers beträgt wöchentlich 30 Stunden.
  • Die Einkommensgrenzen (Alleinerziehende: 14.100 €, Eltern: 17.100 €) dürfen nicht überschritten werden. Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um 3.140 €. Für Geburten seit 1.1.2015 gilt für das Landeserziehungsgeld des 3. Kindes keine Einkommensgrenze.

 

Antrag/Zuständigkeit

Elterngeldstellen der Landratsämter bzw. Stadtverwaltungen, Adressen als PDF-Download rechts auf der Seite externer Linkwww.familie.sachsen.de/22727.html.

 

4. Thüringenzum Inhaltsverzeichnis

Das Thüringer Erziehungsgeld wird unabhängig vom Einkommen und der wöchentlichen Arbeitszeit im Anschluss an das Elterngeld gezahlt.  Es wird im Rahmen einer Übergangsregelung nur noch für Kinder gewährt, die bis 30.6.2015 geboren wurden.

 

Höhe

  • 1. Kind: 12 Monate lang 150 € monatlich
  • 2. Kind: 12 Monate lang 200 € monatlich
  • 3. Kind: 12 Monate lang 250 € monatlich
  • Ab dem 4. Kind: 12 Monate lang 300 € monatlich

 

Voraussetzungen

  • Das Kind wird nicht oder nicht mehr als fünf Stunden täglich in einer Kindertageseinrichtung oder von einer Kindertagespflegeperson betreut.
    Den vollen Betrag des Landeserziehungsgelds gibt es nur bei häuslicher Betreuung des Kindes. Wird das Kind nicht mehr als fünf Stunden täglich in einer Kindertageseinrichtung oder von einer Kindertagespflegeperson betreut, dann verringert sich das monatliche Erziehungsgeld um 75 €.
  • Nachweis der Durchführung der Früherkennungsuntersuchung U 6 (Früherkennung von Krankheiten).

 

Antrag/Zuständigkeit

Die jeweilige Wohnsitzgemeinde.

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Betreuungsgeld Bayern 

Elterngeld

Kinderzuschlag

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld

Hilfe zum Lebensunterhalt

 

 

Letzte Aktualisierung am 28.06.2017   Redakteur/in: Ines Grocki

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