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Medizinische Rehabilitation > Antrag

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Den Antrag auf eine Medizinische Reha sollte zweckmäßigerweise der Arzt gemeinsam mit dem Patienten stellen. Der Antrag ist an den zuständigen Träger zu richten, Näheres unter Rehabilitation > Zuständigkeit. Erforderlich sind gegebenenfalls eine ärztliche Bescheinigung, Arztbericht(e) und ein eigenes, persönliches Schreiben.

Der Leistungsumfang bei Rehamaßnahmen liegt im Ermessen des Trägers und wird aufgrund medizinischer Erfordernisse festgelegt. Unter Umständen wird der MDK zur Prüfung der medizinischen Notwendigkeit herangezogen.

 

2. Antragstellung bei der Krankenkassezum Inhaltsverzeichnis

Erkennt der behandelnde Arzt die Notwendigkeit einer Reha, so muss er das Formular 61 "Prüfung des zuständigen Rehabilitationsträgers" der Krankenkasse ausfüllen und den dafür vorgesehenen Durchschlag an die Krankenkasse schicken. Das Formular 60 ist seit 1.4.2016 nicht mehr notwendig.

Falls der Antrag bei einem anderen Kostenträger (z.B. Berufsgenossenschaft, Rentenversicherungsträger) gestellt werden muss, wird dies von der Krankenkasse in die Wege geleitet.

Seit 1.4.2016 können alle Vertragsärzte der Krankenkassen eine Rehabilitation beantragen.

 

2.1. Ausnahmsweise Kostenübernahme auf Anfrage

Gesetzlich Versicherte können sich bei ihrer Krankenkasse erkundigen, ob Sie über die (bei Medizinische Rehabilitation genannten) Voraussetzungen hinaus freiwillig die Medizinische Rehaleistungen übernimmt (§ 11 Abs. 6 SGB V). Voraussetzung ist, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) dies nicht von der freiwilligen Erstattung durch die Krankenkasse ausgeschlossen hat.

 

3. Richtlinien des GBA (Krankenkassen)zum Inhaltsverzeichnis

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat zur Medizinischen Rehabilitation sogenannte Rehabilitations-Richtlinien erstellt, Download unter externer Linkwww.g-ba.de/informationen/richtlinien/23.

 

4. Praxistippzum Inhaltsverzeichnis

Eigentlich genügt bei den Anträgen für Rehamaßnahmen die Angabe der Indikationen nach der ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten). Es ist jedoch mittlerweile fast zur Regel geworden, dass der Arzt die Notwendigkeit der Medizinischen Rehabilitation ausführlich begründet. Auf jeden Fall vermindert es das Risiko einer Ablehnung beim Kostenträger, wenn dem Antrag sofort eine ausführliche ärztliche Begründung beigefügt wird. Es kann durchaus sein, dass der MDK über das ärztliche Attest hinaus den Patient zu einer Begutachtung einlädt, um die Notwendigkeit der Rehamaßnahme zu prüfen.

 

5. Wahl der Reha-Einrichtungzum Inhaltsverzeichnis

 

5.1. Kostenträger Krankenkasse

Der Patient kann bei einer medizinischen Reha (§ 40 SGB V) eine zugelassene und zertifizierte Reha-Einrichtung selbst wählen. Sind die Kosten höher als bei den Vertragseinrichtungen der Krankenkasse, zahlt der Patient die Mehrkosten. Die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie und die religiösen Bedürfnisse der Betroffenen sollten bei der Wahl berücksichtigt werden. Sind die Wünsche berechtigt müssen die Mehrkosten vom Patienten nicht getragen werden. Die letzte Entscheidung liegt jedoch bei der Krankenkasse.

Die Leistung wird in der Regel im Inland erbracht, Ausnahmen siehe Auslandsbehandlung.

 

5.2. Kostenträger Rentenversicherung

Soll die Maßnahme in einer bestimmten Einrichtung stattfinden, muss dies in einem Schreiben zum Antrag ausdrücklich vermerkt und möglichst auch begründet werden. Auch die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie oder die religiösen Bedürfnisse der Betroffenen sollten bei der Wahl eine Rolle spielen und berücksichtigt werden.

Die Leistung wird in der Regel im Inland erbracht. Eine Kostenübernahme für eine Medizinische Reha im Ausland ist dann möglich, wenn aufgrund gesicherter medizinischer Erkenntnisse für die vorliegende Erkrankung ein besserer Reha-Erfolg dort zu erwarten ist.

 

5.3. Praxistipps

Adressen von Reha-Kliniken recherchieren:

 

 

6. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Der jeweils zuständige Kostenträger sowie die Servicestellen.

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Medizinische Rehabilitation

Rehabilitation

Rehabilitation > Zuständigkeit

MDK

 

 

Letzte Aktualisierung am 09.05.2016   Redakteur/in: Andrea Nagl

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