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Merkzeichen G

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Das Merkzeichen G im Schwerbehindertenausweis erhalten Personen mit erheblicher Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr bzw. erheblicher Geh- und/oder Stehbehinderung. Davon ist auszugehen, wenn eine Strecke von 2 km nicht ohne Gefahren für sich und andere zu Fuß zurückgelegt werden kann.

 

2. Voraussetzungenzum Inhaltsverzeichnis

Ist eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt, wird das Merkzeichen G im Schwerbehindertenausweis eingetragen:

  • Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen und/oder der Lendenwirbelsäule mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50
  • Behinderungen an den Beinen, wenn diese sich besonders schwer auf die Gehfähigkeit auswirken, z.B. Versteifung des Hüftgelenks, Versteifung des Knie- oder Fußgelenks in ungünstiger Stellung, arterielle Verschlusskrankheit mit einem GdB von 40
  • Schwere innere Leiden, wenn dadurch die Gehfähigkeit erheblich eingeschränkt ist, z.B. bei schweren Herzschäden oder dauernden Einschränkungen der Lungenfunktion, oder bei schwer beeinträchtigter Leistungsfähigkeit, z.B. chronischer Niereninsuffizienz mit ausgeprägter Anämie
  • Sehbehinderungen mit einem GdB von mindestens 70 oder Sehbehinderungen mit einem GdB von 50 oder 60 und weiteren erheblichen Störungen der Ausgleichsfunktion, z.B. hochgradige Schwerhörigkeit beiderseits oder eine geistige Behinderung 
  • Taubheit oder an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit mit weiteren erheblichen Störungen der Ausgleichsfunktion, z. B. hochgradige Sehbehinderung oder geistige Behinderung
  • Geistige Behinderung mit einem GdB von 10

 

Das Merkzeichen G kann auch bei erteilt werden bei:

  • Hirnorganischen Anfällen, in der Regel ab einer mittleren Anfallshäufigkeit mit einem GdB von mindestens 70, wenn die Anfälle überwiegend am Tag erfolgen
  • Diabetes mellitus mit häufigen hypoglykämischen Schocks, mit einem GdB von mindestens 70, wenn die Anfälle überwiegend am Tag erfolgen. Näheres unter Diabetes > Schwerbehinderung.
  • Störungen der Orientierungsfähigkeit, z.B. bei geistigen Behinderungen mit einem GdB von 80 oder 90

 

Das Merkzeichen G ist auch bei Säuglingen und Kleinkindern möglich. Für die Beurteilung gelten dieselben Kriterien wie bei Erwachsenen.

 

3. Vergünstigungenzum Inhaltsverzeichnis

Mit den Merkzeichen G sind folgende Nachteilsausgleiche möglich:

 

Überblick über alle Merkzeichen und allgemeine Informationen unter Merkzeichen.

Mit Klick auf PDF-DownloadTabelle erhalten Sie einen Überblick über die Nachteilsausgleiche, die mit den jeweiligen Merkzeichen verbunden sind.

 

4. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Versorgungsamt

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Merkzeichen

Merkzeichen aG

Grad der Behinderung

Nachteilsausgleiche bei Behinderung

 

Gesetzesquelle(n) 

Anlage zu § 2 der (Versorgungsmedizin-Verordnung, Teil D, Nr. 1)

 

Letzte Aktualisierung am 26.05.2017   Redakteur/in: Johanna Wehle

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