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Migräne > Frauen

 

1. Das Wichtigste in Kürze
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Migräne gilt als typisches Frauenleiden, weil Frauen vier Mal so oft betroffen sind wie Männer. Hormonschwankungen können der Auslöser sein, entsprechend haben Menstruation, Verhütung, Schwangerschaft, Stillzeit und Wechseljahre Einfluss auf die Krankheit und die Behandlung.

 

2. Menstruelle Migränezum Inhaltsverzeichnis

Frauen sind viermal häufiger von Migräne betroffen als Männer. Grund dafür ist, dass Hormonschwankungen Auslöser für Schmerzattacken sein können und diese bei Frauen regelmäßig auftreten, z.B. Schwankungen im Östrogenspiegel beim Eisprung und bei der Menstruation.

Bekannt ist die sogenannte "menstruelle Migräne", die bei vielen Betroffenen etwa 2 Tage vor den Blutungen einsetzt, aber auch während den Blutungen oder kurz danach auftreten kann. Kennzeichnend ist, dass die Attacken einer menstruellen Migräne meist recht lang dauern.

 

3. Verhütungzum Inhaltsverzeichnis

Ob die Pille als Hormonpräparat als Migräneauslöser in Frage kommt, ist umstritten. Es gibt Hinweise in beide Richtungen: Dass die Pille Anfälle auslöst ebenso wie, dass die Pille Anfälle reduziert oder abmildert. Klärung kann nur eine individuelle Beobachtung bringen. Beim Verdacht der Pille als Anfallsauslöser sollte auf andere, nicht-hormonelle Verhütungsmethoden gewechselt werden.

 

4. Schwangerschaft und Stillzeit
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Während der Schwangerschaft haben die meisten Migräne-Betroffenen weniger, leichtere oder keine Migräne-Attacken. Allerdings kommen die Anfälle nach der Geburt meist wieder.

 

In der Schwangerschaft sollten alle Möglichkeiten der Prophylaxe ohne Medikamente ausgenutzt werden, da die Einnahme praktisch aller Migränemittel das Ungeborene beeinträchtigen kann.

 

In der Stillzeit bestehen etwas weniger Gefahren und damit Einschränkungen, aber auch hier sollten Medikamente immer mit dem Arzt abgesprochen werden.

 

5. Wechseljahrezum Inhaltsverzeichnis

Sind Hormone die Migräneauslöser, können die Anfälle nach den Wechseljahren verschwinden, seltener werden oder schneller abklingen - allerdings nur bei gut der Hälfte der Frauen. Bei einigen wird die Migräne auch schlimmer.

 

6. Therapieleitlinie zum Inhaltsverzeichnis

Für Fachleute gibt es eine eigene Leitlinie zur Behandlung von Migräne und idiopathischen Kopfschmerzen in Schwangerschaft und Stillzeit, Download bei der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft unter externer Linkwww.dmkg.de > Therapienempfehlungen oder direkt unter externer Linkwww.dmkg.de/dmkg/sites/default/files/Bingel_2009SS.pdf.

 

7. Buchtippzum Inhaltsverzeichnis

Das Buch "Migräne in Schwangerschaft und Stillzeit" kann bestellt werden bei MigräneLiga e.V. Deutschland, Unter der Ruth 9, 65462 Ginsheim-Gustavsburg. Zusendung erfolgt kostenlos gegen Einsenden eines Umschlags DIN A5, adressiert und mit 1,45 € frankiert.

 

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Letzte Aktualisierung am 10.09.2011   Redakteur/in: Andrea Nagl

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