Migräne > Urlaub und Sport
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1. Sport
Sport und Bewegung kann die Häufigkeit und Intensität von Migräne- und Kopfschmerzattacken vermindern. Grund dafür ist vermutlich, dass Sport das allgemeine Wohlbefinden steigert und ausgeglichener macht.
Für einen Migränepatienten gilt wie für fast jeden Menschen: Mindestens dreimal wöchentlich mindestens eine halbe Stunde bewegen. Ratsam sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen, Walken, Wandern, Langlaufen oder Schwimmen und entspannend-ausgleichende Betätigungen wie Tai-Chi und Yoga.
Ungünstig sind Sportarten mit ruckartigen Bewegungen, Erschütterungen und ständigem Wechsel von Be- und Entlastung, z.B. Squash, Fußball, Handball, Kampfsportarten, Reiten. Aber: Wenn Betroffene Freude an genau einer solchen Sportart haben, sollten sie es dennoch ausprobieren, denn Lebensfreude ist Teil der Gesundheit. Den Einstieg sollte man vorsichtig und mit reduzierter Belastung gestalten. Die Selbstbeobachtung wird zeigen, ob der Sport im individuellen Fall tatsächlich Anfälle auslöst.
Unterschiedliche Empfehlungen gibt es zu Sportarten in großer Höhe (fliegen, paragliden, klettern) und Tiefe (tauchen). Bei Menschen mit ausgeprägten Seh-, Konzentrations- und Bewegungsstörungen im Zusammenhang mit einer Attacke ist von diesen Sportarten abzuraten. Aber wer diese Symptome normalerweise nicht hat, darf diese Sportarten - mit angemessenen Vorsichtsmaßnahmen - auch betreiben. Grundsätzlich sollten Betreuer und Begleiter über die Möglichkeit eines Anfalls informiert sein, damit z.B. bei Bergtouren Alternativen oder Zeitpuffer eingeplant werden.
Sonne und Hitze können Anfälle begünstigen. Bei Outdoor-Aktivitäten sollten diesbezüglich sensible Patienten also große Hitze meiden bzw. hochwertige Sonnenbrillen tragen.
Während eines Migräneanfalls darf kein Sport betrieben werden, bei nahezu allen Migränepatienten ist dann Ruhe angesagt. Wenn sich während des Sports ein Anfall ankündigt, sollte der Sport abgebrochen werden. Dies ist übrigens eines der wichtigen Unterscheidungsmerkmale zu Clusterkopfschmerzen: Viele Cluster-Patienten haben während der Schmerzattacke einen Bewegungsdrang.
2. Urlaub
Urlaub ist wichtig für Migränepatienten, allerdings sollte kein anstrengender Aktivurlaub gebucht werden. Bewusste Erholungsphasen sind für viele Betroffene wichtig und auch im Urlaub gilt es, die individuellen Auslöser einer möglichen Migräne-Attacke zu vermeiden. Typische Urlaubs-Migräneauslöser sind: spätes ins Bett gehen, Alkohol (häufiger Auslöser von Clusterkopfschmerzen), Jetlag, starke Gerüche und Lärm. Betroffene, die bei plötzlicher Entspannung Anfälle bekommen können, sollten ihren Urlaubsbeginn nicht zu abrupt gestalten bzw. versuchen, im Beruf schon ein bis zwei Tage vorher die Belastung zu reduzieren. Helfen kann ein Puffertag, der schon als "Urlaub" deklariert wird, frei von Terminen ist und nur noch dem Abarbeiten gilt.
Bei allen Reisen sollten immer ausreichend Medikamente mitgenommen werden, sowohl für eine eventuelle Dauermedikation als auch für den Fall einer Attacke. Mit dem Arzt sollte rechtzeitig geklärt werden, ob die verschriebenen Medikamente am Zoll Probleme machen können und deshalb eine Bescheinigung mitgeführt werden muss. Näheres unter Reisen bei Schmerzmitteleinnahme.
Die Deutsche Migräne-Liga hat im Rahmen ihres Migräne-Magazins das Heft 47 mit dem Schwerpunkt "Urlaub" veröffentlicht. Es kann unter
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3. Verwandte Links
Krankenversicherungsschutz im Ausland: Auslandsschutz
Letzte Aktualisierung am 21.07.2011 Redakteur/in: Gabriele Bayer
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