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Neurodermitis > Allgemeines

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Neurodermitis ist eine Hautkrankheit, die schubweise und meist unter heftigem Juckreiz auftritt. Typisch ist die Krankheit bei Kleinkindern. Als Basisbehandlung ist die Hautpflege wichtig. Kortisonpräparate, Entspannungstechniken und alternative Methoden können ergänzend eingesetzt werden.

 

2. Symptome und Ursachenzum Inhaltsverzeichnis

Neurodermitis ist eine schubweise auftretende Entzündung der Haut. Die Ursachen sind bislang ungeklärt, aber eine genetische Veranlagung gilt als sicher.

Auslösende Faktoren können sein:

  • äußere Ursachen, z.B. Allergene, Hitze/Kälte oder Hautbelastungen
  • Verhalten, z.B. Rauchen und Alkohol trinken
  • Schwäche oder psychische Belastungen.

 

Neurodermitis ist gekennzeichnet durch heftigen Juckreiz, gerötete, entzündete und sich schuppende Hautveränderungen. Sie ist eine sogenannte "atopische" Erkrankung: Das Immunsystem des Körpers wehrt sich unangemessen stark gegen Stoffe aus der Umwelt (das können harmlose Stoffe wie Hausstaubmilben, bestimmte Nahrungsmittel und Pollen sein). Neurodermitis wird auch "atopisches Ekzem" oder "endogenes Ekzem" genannt.

 

3. Epidemiologiezum Inhaltsverzeichnis

In Deutschland leiden ca. 10 % der Kinder und ca. 2 % der Erwachsenen an mehr oder weniger stark ausgeprägter Neurodermitis. Die Krankheit hat bei Kindern in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen. Sie ist eine typische Erkrankung des Kleinkindalters, am häufigsten tritt sie bis zum 3. Lebensjahr auf. Bei ca. zwei Dritteln der Kinder ist die Neurodermitis bis zum Schulanfang verschwunden.

 

4. Vorbeugung und Behandlungzum Inhaltsverzeichnis

Es gibt verschiedene Therapieformen zur Behandlung der Neurodermitis sowie zur Vorbeugung von neuen Schüben:

  • Basispflege der Haut:
    Zentraler Aspekt bei einer Hauterkrankung wie Neurodermitis ist die Hautpflege, Näheres unter Neurodermitis > Hautpflege und Juckreiz.
  • Einsatz von Medikamenten
    Zur Behandlung der Neurodermitis werden oft Kortisonpräparate verordnet, welche die allergischen Reaktionen bremsen und so den Juckreiz und das Ekzem eindämmen sollen.
    Bei Schüben kann der Einsatz kortisonhaltiger Salben die Überreaktionen des Immunsystems unterdrücken, die akute Entzündung klingt ab. Bei lang anhaltendem Einsatz kann es aber zu einer Verdünnung der Haut kommen, was die Haut empfindlicher und damit anfälliger für einen Neurodermitis-Schub macht. Außerdem lässt die Wirkung von Kortison nach, wenn es über einen langen Zeitraum eingesetzt wird.
    Kortison ist wegen der Nebenwirkungen umstritten. Die Wirkstoffe Pimecrolimus und Tacrolimus werden momentan kontrovers diskutiert. Ob und wie lange sie eingesetzt werden, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
  • Entspannungstechniken
    Neurodermitisschübe können mit Stress und psychischen Faktoren zu tun haben. Deshalb kann es für Patienten von Vorteil sein, Entspannungstechniken zu erlernen, z.B. autogenes Training bei Erwachsenen. Bei Kindern eignen sich Fantasiereisen, um sie in Momenten, in denen sie von schwerem Juckreiz gequält werden, abzulenken.
  • Alternative Methoden
    Manche Patienten haben positive Erfahrungen mit Homöopathie, Akupunktur und anderen Naturheilverfahren gemacht.

 

4.1. Allergiebedingte Neurodermitis

Ist die Neurodermitis nachweislich auf Allergien zurückzuführen, sind die Kontaktallergene in jedem Fall zu meiden.

Näheres unter Pollenallergien und Allergien > Wohnen.

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Neurodermitis

Neurodermitis > Familie und Kinder

Neurodermitis > Behinderung

Neurodermitis > Beruf

Neurodermitis > Ernährung

Neurodermitis > Finanzielle Hilfen

Neurodermitis > Hautpflege und Juckreiz

Neurodermitis > Kleidung

Neurodermitis > Medizinische Rehabilitation

Neurodermitis > Urlaub und Sport

 

 

Letzte Aktualisierung am 11.05.2015   Redakteur/in: Andrea Nagl

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