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Neurodermitis > Babys und Kinder

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Bei Kleinkindern ist Neurodermitis eine häufige Erkrankung, die oft bis zum Schulanfang verschwunden ist. Während der Krankheit sind Juckreiz und Kratzen die größten Belastungen, die Eltern Sensibilität abverlangen.

 

2. Epidemiologiezum Inhaltsverzeichnis

Neurodermitis äußert sich je nach Alter des Kindes unterschiedlich. 2 bis 4 % aller Babys und Kinder leiden an Neurodermitis. Der Milchschorf bei Babys ist eine frühe Form der Neurodermitis. Das sogenannte Säuglingsekzem lässt sich oft ab dem dritten Lebensmonat beobachten. Teilweise tritt die Neurodermitis auch erst im Spiel- oder Schulalter auf.

 

3. Symptomezum Inhaltsverzeichnis

Meistens beginnen die Hautveränderungen auf dem Kopf und im Gesicht, hauptsächlich auf den Wangen. Die Hautentzündungen breiten sich in der Regel über den Hals, die Arme und Beine aus und sind mit einem quälenden Juckreiz verbunden. Die Kinder kratzen die Hautstellen immer wieder auf, teilweise so stark, dass Bakterien in die verwundete Haut eindringen und eitrige Hautinfektionen hervorrufen. Neurodermitis ist eine typische Erkrankung des Kleinkindalters; am häufigsten tritt sie bis zum dritten Lebensjahr auf. Bei zwei Dritteln der Kinder ist die Neurodermitis bis zum Schulanfang verschwunden.

 

4. Belastungzum Inhaltsverzeichnis

Die Erkrankung belastet nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern. Es ist schwer, mit anzusehen, wie sich das Kind blutig kratzt und sich das Ekzem möglicherweise über den ganzen Körper ausbreitet. Wenn sich das Kind nachts aus dem Schlaf kratzt und weint, ist der Stress bei den Eltern hoch. Dieser kann sich wiederum auf das Kind übertragen und die Hautprobleme können sich weiter verschlimmern. Manchmal helfen Baumwollhandschuhe gegen die schlimmen nächtlichen Kratzattacken. Auch ein Overall mit Fäustlingen kann helfen. Mehr Informationen unter Neurodermitits > Kleidung.

 

5. Umgang mit Kratzen bei Kindernzum Inhaltsverzeichnis

Es hilft nicht, wenn Eltern das Kratzen verbieten. Durch das Verbot wächst die innere Anspannung des Kindes und dadurch auch der Juckreiz. In der Regel kommt es dann zu verstärktem Kratzen. Ein Teufelskreis entsteht.

Besser für die gesamte Familie ist es, das Kratzen zu akzeptieren und dem Kind eine Art und Weise des Kratzens beizubringen, mit der es sich weniger verletzt. Details finden Sie unter Neurodermitis > Juckreiz.

 

Kinder lernen sehr schnell und finden vielleicht heraus, dass das Kratzen bei den Eltern etwas bewirkt. So kann es sein, dass sie dadurch Aufmerksamkeit bekommen oder ihren Willen durchsetzen können. Fällt Eltern auf, dass ihr Kind diese Strategie erlernt hat, sollten sie das Kratzen bewusst ignorieren, statt sich damit erpressen zu lassen. Das Kind darf nicht den Eindruck haben, dass seine Neurodermitiserkrankung seine Persönlichkeit auszeichnet und es dadurch Vorteile oder eine Bevorzugung in der Familie erlebt. Denn dann koppelt es möglicherweise die Krankheit damit, dass es im Mittelpunkt steht, und hat evtl. wenig Interesse daran, die Krankheit durch sein Verhalten positiv zu beeinflussen.

Gibt es gesunde Geschwisterkinder in der Familie, dann ist diesen genauso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie den kranken, sonst kann es zu Eifersucht kommen.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Neurodermitis

Neurodermitis > Allgemeines

Neurodermitis > Ernährung

Neurodermitis > Familie

Neurodermitis > Hautpflege

Neurodermitis > Juckreiz

Neurodermitis > Kleidung

 

 

Letzte Aktualisierung am 10.09.2009   Redakteur/in: Lydia Schrupp

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