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Nierenerkrankungen > Dialyse

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die Dialyse (Blutwäsche) ist ein Verfahren, bei dem der Körper eines nierenkranken Patienten von Giftstoffen gereinigt wird. Dafür gibt es zwei verschiedene Methoden: Die Hämodialyse muss in einem Dialysezentrum durchgeführt werden, die Peritonealdialyse kann der Patient auch zu Hause durchführen. Die nötigen Materialien vermittelt das Dialysezentrum.

 

2. Dialyseverfahrenzum Inhaltsverzeichnis

In Deutschland leiden ca. 75.000 Menschen an terminalem Nierenversagen. Wenn der Zustand des Patienten durch Medikamente und eine strenge Diät nicht mehr zu beheben ist, wird je nach Grad der Funktionsstörung eine dauerhafte Dialysebehandlung notwendig. Bei der Dialysebehandlung werden in einem regelmäßigen und zeitaufwendigen Verfahren die Giftstoffe, die bei gesunden Menschen mit dem Harn ausgeschieden werden, aus dem Organismus des Patienten gefiltert.

 

Es gibt zwei Dialyseverfahren: die Hämodialyse und die Peritonealdialyse.

  • Hämodialysepatienten
    müssen sich ca. dreimal wöchentlich 4 bis 5 Stunden für die Blutwäsche in ein Dialysezentrum begeben.
  • Die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
    kann entweder tagsüber oder nachts (mit Hilfe einer Beutelwechselmaschine) vom Patienten selbstständig durchgeführt werden, was den Patienten ein relativ unabhängiges Leben ermöglicht.

 

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Krankenkase die Fahrtkosten zur Dialyse.

Mehr Informationen unter Fahrtkosten Transportkosten

 

3. Hilfsmittel für Peritonealdialysezum Inhaltsverzeichnis

Alle für die Peritonealdialyse nötigen Hilfsmittel, z.B. Dialysatlösung, Schläuche und Verbandsmaterial, erhält der Patient durch Vermittlung seines Dialysezentrums. Das Material wird durch das Dialysezentrum bestellt und meist einmal monatlich vom Hersteller per Paketdienst direkt an den Patienten geschickt. Der Paketdienst hilft, die Lieferung ins Haus zu tragen und zu verstauen.

 

Für die Lagerung des Materials benötigt der Patient einen trockenen Stauraum. Sollte dieser nicht vorhanden sein, hilft das Dialysezentrum eine andere Möglichkeit zu finden.

 

Sollten Hilfsmittel einmal nicht rechtzeitig beim Patienten eintreffen, hält das Dialysezentrum Reservematerial bereit.

Auch das APD-Gerät für automatischen Beutelwechsel über Nacht erhält der Patient auf Vermittlung seines Dialysezentrums.

 

4. Heimdialysezum Inhaltsverzeichnis

Unter folgenden Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, die regelmäßige Hämodialyse zu Hause durchzuführen:

  • Der Patient hat ein spezielles Training dazu erhalten.
  • Ein Arzt ist kontinuierlich zu erreichen.
  • Eine weitere im Umgang mit der Dialyse geschulte Person ist während der Dialyse anwesend.

Weitere Infos dazu unter externer Linkwww.phv-dialyse.de.

 

4.1. Ausgleichszahlung für Heimdialysepatienten

Heimdialysepatienten erhalten eine monatliche finanzielle Ausgleichszahlung für Mehrkosten. Damit sollen der erhöhte Wasser- und Stromverbrauch sowie zusätzliche Telefonkosten abgedeckt werden. Je nachdem, von welcher Organisation der Heimdialysepatient betreut wird (z.B. KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.) wird Patienten ein Ausgleichsbetrag zwischen 60,- € und 115,- € pro Monat gezahlt. Nähere Informationen gibt das jeweilige Dialysezentrum.

 

5. Leben mit Dialysezum Inhaltsverzeichnis

Weitere Informationen zum Verhalten als Dialysepatient finden Sie unter folgenden Links: 

  • Dialyse > Arbeit
    Einfluss von Dialysepflicht auf die Berufstätigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Krankengeld, besondere Hilfen im Beruf 
  • Dialyse > Sport
    Geeignete und ungeeignete Sportarten bei Hämodialyse und Peritonealdialyse 
  • Dialyse > Urlaub
    Vorbereitungen auf den Urlaub, Voraussetzungen am Urlaubsort

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Nierentransplantation

Nierenerkrankungen

Nierenerkrankungen > Autofahren

Nierenerkrankungen > Ernährungstherapie

Nierenerkrankungen > Kinder und Jugendliche

Nierenerkrankungen > Schwerbehinderung

Nierenerkrankungen > Sexualität

 

 

Letzte Aktualisierung am 19.05.2009   Redakteur/in: Anja Wilckens

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