Nierenerkrankungen > Sexualität
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1. Das Wichtigste in Kürze
Viele Dialysepatienten sind von Störungen der Sexualität betroffen. Ca. 65 % der Männer unter 50 Jahren und knapp 90 % der Männer über 50, bei denen eine Dialyse durchgeführt wird, haben Erektionsstörungen und einen verminderten Sexualtrieb. Liegt die Ursache in einer Veränderung des Hormonhaushalts, kann in Absprache mit einem Arzt über Medikamente geholfen werden.
2. Ursachen
Der Sexualtrieb wird vor allem durch Sexualhormone gesteuert, z.B. Testosteron bei Männern und Östrogen bei Frauen. Bei niereninsuffizienten und dialysepflichtigen Patienten ist häufig das Hormon Prolaktin vermehrt im Blut nachzuweisen. Ein vermindertes sexuelles Verlangen ist bei vielen Patienten und Patientinnen die Folge.
Erschwerend kommt bei vielen dialysepflichtigen Menschen hinzu, dass sie aufgrund ihrer Erkrankung einen allgemein schwachen Gesundheitszustand haben, Blutarmut ist keine seltene Begleiterscheinung. Auch dies senkt die Lust und den Sexualtrieb.
Weitere Begleiterscheinungen, die Dialysepatienten haben können (z.B. Bluthochdruck, Nebenschilddrüsenüberfunktion), steigern zudem die Wahrscheinlichkeit für Männer, an Erektionsstörungen zu leiden.
3. Behandlung
Wichtig ist es für Betroffene, mit dem behandelnden Arzt offen über Probleme in der Sexualität zu sprechen. Durch Medikamente kann möglicherweise eine hormonelle Veränderung korrigiert werden. Auch bei Erektionsproblemen gibt es medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.
Die Betroffenen selbst können durch eine gesunde Lebensführung, den Verzicht auf Rauchen und andere Risikofaktoren sowie körperliche Betätigung zur Behebung der sexuellen Probleme beitragen. Mehr Details unter Erektile Dysfunktion.
4. Praxistipp
Mehr Informationen dazu im Ratgeber "Erektile Dysfunktion", Herausgeber: Bundesverband Niere e.V., Telefon 06131 85152,
www.bundesverband-niere.de.
5. Verwandte Links
Sexualleben nach Transplantation
Letzte Aktualisierung am 28.10.2008 Redakteur/in: Anja Wilckens
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