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Palliativphase > Selbstständigkeit

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Wenn eine unheilbare Krankheit in ein fortgeschrittenes Stadium kommt, geht es immer mehr um die Möglichkeiten, eine gewisse Selbstständigkeit zu erhalten. Das hat ganz häufig mit Mobilität, mit Bewegung und Beweglichkeit zu tun. Dafür gibt es im Gesundheits- und Sozialsystem zahlreiche Hilfen.

 

2. Bewegung: Heilmittelzum Inhaltsverzeichnis

In der Palliativphase geht es immer darum, möglichst viel Mobilität und damit Selbstständigkeit zu erhalten. Mobilität ist dabei sehr weit gefasst: von der Fähigkeit, selbstständig das Haus zu verlassen, bis zur Fähigkeit, selbst die Toilette aufzusuchen, sich anzuziehen oder selbst zu essen.

 

Selbst bei bettlägerigen Patienten ist Mobilisierung ein wichtiges Thema, um z.B. Druckstellen und Wundliegen (Dekubitus) zu vermeiden. Außerdem ist Physiotherapie mit dem Ziel, die Selbstständigkeit des Patienten zu erhöhen und Schmerzen bei Verspannungen zu vermeiden, für viele Palliativpatienten wohltuend. Wichtig für viele Patienten ist auch das Gefühl, dass "man noch etwas für sie tut."

 

Die richtigen Ansprechpartner sind hier je nach den vorliegenden Bewegungseinschränkung Ergotherapeuten, Physiotherapeuten oder Masseure. Ihre Therapieleistungen zählen sozialrechtlich zu den Heilmitteln. Werden Heilmittel ärztlich verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Patient muss in der Regel 10,- € pro Verordnung plus 10 % der Heilmittelkosten zuzahlen.

 

3. Hausbesuchzum Inhaltsverzeichnis

Die Verordnung von Heilmitteln außerhalb der Praxis des Therapeuten, insbesondere in Form eines Hausbesuchs, ist ausnahmsweise zulässig, wenn der Patient aus medizinischen Gründen den Therapeuten nicht aufsuchen kann bzw. wenn der Hausbesuch aus medizinischen Gründen zwingend notwendig ist. Der verordnende Arzt muss dann auf der Verordnung "Hausbesuch" ankreuzen.

 

4. Weitere Hilfenzum Inhaltsverzeichnis

Folgende Hilfen und Informationen können zudem die Mobilität schwer kranker Patienten erhöhen:

Fahrdienste von Haustür zu Haustür, wenn sonst die Wege nicht zu bewältigen wären.

Haushaltshilfe - wird in der Palliativsituation nur sehr selten gestellt.

Hausnotrufsysteme, um im Notfall Hilfe holen zu können.

Hilfsmittel, z.B. Rollstuhl, Beatmungsgerät, Absauggerät, Windelhosen,  Einmalhandschuhe.

Mahlzeitendienste, z.B. Essen auf Rädern.

Pflegehilfsmittel und technische Hilfen, z.B. Pflegebett, saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch, Pflegerollstuhl, Lagerungsrollen.

Sturzprophylaxe: Maßnahmen, um die Wohnung unfallsicherer zu machen und Stürzen vorzubeugen.

Wohnberatung, wenn die Wohnsituation den Lebens- und Pflegebedürfnissen nicht mehr entspricht.

Wohnen im Alter: Informationen und Tipps.

Wohnumfeldverbesserung: Zuschuss zum Wohnungsumbau, um die Pflege zu erleichtern oder mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen.

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Palliativphase

Palliativphase > Pflege

Palliativpflege durch Angehörige

 

 

Letzte Aktualisierung am 11.12.2014   Redakteur/in: Sabine Bayer

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