Springe direkt zu: Inhalt, Suche.

betaCare

Parkinson > Bewegung und Mobilität

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Parkinsonpatienten sind in der Regel immer stärker in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Hilfen zur Aufrechterhaltung ihrer Mobilität sind daher ausgesprochen wichtig. Sie sollten sich möglichst viel bewegen. Geeignet sind Spazierengehen, aber auch speziell auf die Krankheit abgestimmte Physio- und Ergotherapie. Ist die Mobilität bereits stark eingeschränkt, gibt es verschiedene Hilfen. 

 

2. Sport und Bewegungzum Inhaltsverzeichnis

Um die Beweglichkeit zu erhalten, ist es wichtig, dass Patienten sich regelmäßig bewegen. Folgende Angebote und Verhaltenstipps können dazu beitragen:

  • Viel spazierengehen.
  • Sport treiben.
    Vereine oder Volkshochschulen machen zum Teil spezielle Angebote.
  • Therapeutische Angebote wie Physiotherapie und Ergotherapie wahrnehmen (siehe unten).
  • Auf das Gangbild achten.
    Typisch für die Erkrankung ist, dass die Arme nicht mehr mitschwingen und die Schritte immer kleiner werden. Dadurch und zusätzlich durch Störungen der Halte- und Stellreflexe sowie plötzlich auftretende Blutdruckabfälle kommt es zu Gangunsicherheiten und häufig auch zu Stürzen. Auf folgende Bewegungen sollte deshalb besonders geachtet werden:
    • Arme gegengleich zu den Beinen mitbewegen.
    • Füße nicht über den Boden schleifen lassen.
  • Schnelle Drehbewegungen vermeiden, dabei droht Sturzgefahr. Näheres zur Sturzprophylaxe.

 

2.1. Verhaltenstipps beim Freezing-Phänomen

Als Freezing-Phänomen wird das plötzliche Verharren in einer Bewegung bezeichnet. Folgende Verhaltenstipps können helfen, das "Einfrieren" zu überwinden:

  • Patient gibt sich selbst Kommandos zur Schrittfolge.
  • Im Takt nach einem vorgegebenen Rhythmus (z.B. nach Musik) gehen.
  • Patient versucht, über etwas zu steigen, z.B. über den Fuß einer Begleitperson.

 

2.2. Entspannungstechniken

Entspannung wirkt der krankheitsbedingten Versteifung entgegen. Entspannung ist aber auch hilfreich, um Stress, Angst und Unsicherheit zu reduzieren, die bei vielen Patienten durch Parkinson und seine Symptome hervorgerufen werden und gleichzeitig die Symptome verstärken können. Entspannung kann den Tremor (Zittern) und Schlafprobleme reduzieren.

 

Patienten sollten Entspannungsübungen erlernen und regelmäßig einsetzen. Geeignet sind z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Biofeedback-Verfahren, Yoga oder Atemübungen. Im Internet werden auch spezielle Entspannungs-CDs, Bücher und Broschüren mit Übungen für Parkinson-Patienten angeboten.

 

Auch warmes Wasser wirkt sich günstig aus. Es lockert die Steifheit der Muskulatur, stärkt sie gleichzeitig und reduziert damit die Verletzungsgefahr bei Stürzen.

 

3. Physio- und Ergotherapiezum Inhaltsverzeichnis

Wenn die Erkrankung fortschreitet, verändern sich die Bewegungsabläufe und die Gelenke versteifen. Physio- und Ergotherapien können durch individuell angepasste Übungen dazu beitragen, die Bewegungsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten:

  • In der Physiotherapie (Krankengymnastik) werden vor allem Übungen für die Beweglichkeit vermittelt, damit Bewegungsabläufe weiterhin normal funktionieren können. Patienten sollten die Übungen regelmäßig durchführen, um einer Versteifung der Gelenke möglichst lange entgegenzuwirken. Außerdem kann der Physiotherapeut bei der Auswahl geeigneter Hilfsmittel helfen.
  • In der Ergotherapie wird die Feinmotorik trainiert, z.B. das Öffnen von Knöpfen oder Reißverschlüssen, und damit Alltagskompetenzen und Selbstständigkeit zu erhalten.

 

4. Mobilitätshilfen für schwerbehinderte Menschenzum Inhaltsverzeichnis

 

5. Hilfsmittel zur Verbesserung der Mobilitätzum Inhaltsverzeichnis

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Heilmittel

Reha-Sport und Funktionstraining

Behinderung > Sport

Behinderung > Urlaub und Freizeit 

Führerschein bei körperlicher Behinderung/Krankheit

Parkinson

Parkinson > Allgemeines

Parkinson > Behandlung 

Parkinson > Hilfsmittel und Wohnen

Parkinson > Reisen und Autofahren

Sturzprophylaxe

 

Redakteurin: Andrea Nagl

 

Letzte Aktualisierung am 20.11.2017   Redakteur/in: Andrea Nagl

Bewerten Sie die obigen Informationen (Schulnoten-System) 

1 (sehr gut) 6 (ungenügend)