Parkinson > Hilfsmittel und Wohnen
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1. Das Wichtigste in Kürze
Wenn es infolge von Parkinson zu Einschränkungen der Beweglichkeit und Selbstständigkeit kommt, können verschiedene Hilfsmittel die Selbstständigkeit im Alltag erhalten. Wichtig sind auch Anpassungen in der eigenen Wohnung, z.B. zur Vorbeugung von Stürzen.
Näheres zur Kostenübernahme von Hilfsmitteln.
2. Hilfsmittel für die Hände
Im Laufe der Parkinson-Erkrankung kommt es zu Einschränkungen der Beweglichkeit der Finger und Hände. Fehlende Kraft und Beweglichkeit können im Alltag durch verschiedene Hilfsmittel oder besonders geformte Haushaltsgegenstände ausgeglichen werden. Im Idealfall sollten Hilfsmittel gemeinsam mit dem Physio- und Ergotherapeuten ausgesucht werden, um angesichts einer großen Auswahl die individuell besten Hilfsmittel auszuwählen.
- Hilfen bei der Körperpflege, z.B. spezielle Waschhandschuhe und Nagelbürsten, Nagelfeilen und -scheren mit verstärkten Griffen
- Hilfen beim An- und Auskleiden, z.B. Strumpfan- und -auszieher (auch für Kompressionsstrümpfe), Knöpfgerät, flexible Schuhbänder, die aus Schnürschuhen Slipper machen
- Hilfen bei der Hausarbeit, z.B. spezielle Abwaschbürste, Schraubverschlussöffner, Transportrollator, rutschsicheres Tablett
- Hilfen beim Essen und Trinken, z.B. gewinkeltes Besteck, Besteck mit verstärkten Griffen, Tablettenzerkleinerer, Trinkgefäße, die leicht zu greifen und zu halten sind, Tellerranderhöher, damit das Essen nicht vom Teller rutscht
- Hilfen für die Freizeit und im Beruf, z.B. Kulihalter, Schlüsseladapter, Großtastentelefon, Greifzange
3. Hilfsmittel für das Gleichgewicht
Wenn die Bewegungen und das Gleichgewicht von Parkinson-Patienten unsicherer werden, können folgende Hilfsmittel vor allem in Bad, WC und Dusche die Sicherheit fördern.
- Kippspiegel, damit man sich im Sitzen rasieren, frisieren und schminken kann
- Badewanneneinstiegshilfe und Sicherheitsgriffe, damit der Patient bei Benutzung der Badewanne/Dusche nicht stürzt
- Badewannensitz und Duschhocker, um längeres Stehen zu vermeiden
- Toilettensitzerhöher, um das Hinsetzen und Aufstehen zu erleichtern
- Hilfen im Schlafzimmer, z.B. Bettrahmenerhöher
4. Hilfsmittel zur Verbesserung der Mobilität
- Fahr- und Gehhilfen, z.B. Anti-Freezing-Stock, Rollator, Dreirad, Näheres unter Gehhilfen
- Rollstühle
5. Wohnen
Wenn es infolge von Parkinson zu Einschränkungen der Selbstständigkeit kommt, bieten sich besondere Hilfen in der eigenen Wohnung oder alternative Wohnformen für den Patienten an.
Wohnberatungsstellen für Betroffene und Angehörige finden Sie bei Adressen von Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen mit dem Suchwort "Wohnberatung".
Die Vermeidung von Stürzen hat eine hohe Priorität. Detaillierte Informationen finden Sie unter Sturzprophylaxe.
Für den Notfall kann ein Hausnotrufgerät angeschafft werden. Falls dadurch eine stationäre Pflege vermieden werden kann, übernimmt die Pflegekasse in manchen Fällen die Kosten dafür. Informationen unter Hausnotrufsysteme.
Allgemeine Informationen zum Wohnen finden Sie unter folgenden Links:
- Wohnumfeldverbesserung (Wohnungsumbau)
- Wohngeld
- Pflegehilfsmittel und technische Hilfen
- Hilfsmittel, insbesondere sozialrechtliche Aspekte
- Betreutes Wohnen für Senioren
- Vollstationäre Pflege im Pflegeheim
- Wohnen im Alter
6. Praxistipps
- Eine Bücherliste erhält man bei der Deutschen Parkinson Vereinigung - Bundesverband e.V.: Moselstraße 31, 41464 Neuss, Telefon 02131 740270, Fax 02131 45445, E-Mail: info@parkinson-vereinigung.de,
www.parkinson-vereinigung.de. - Auskünfte erteilt das Parkinson Info-Telefon 01805 191909 rund um die Uhr, Kosten 12 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz.
7. Verwandte Links
Parkinson > Bewegung und Mobilität
Parkinson > Medizinische Rehabilitation
Letzte Aktualisierung am 09.02.2011 Redakteur/in: Lydia Schrupp
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