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Parkinson > Schwerbehinderung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Bei Parkinson kann vom Versorgungsamt ein Grad der Behinderung (GdB) bzw. Grad der Schädigungsfolgen (GdS) festgestellt werden. Der GdB/GdS richtet sich nach der Schwere der Störungen der Bewegungsabläufe. Bei anerkannter Schwerbehinderung können Patienten verschiedene Hilfen und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen.

 

2. Allgemeineszum Inhaltsverzeichnis

Unterstützung und Hilfen für behinderte Menschen sind hauptsächlich im SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen geregelt. Nachfolgend Links zu den allgemeinen Regelungen:

 

3. Versorgungsmedizinische Grundsätzezum Inhaltsverzeichnis

Das Versorgungsamt richtet sich bei der Feststellung der Behinderung nach den "Versorgungsmedizinischen Grundsätzen". Diese enthalten Anhaltswerte über die Höhe des Grads der Behinderung (GdB) bzw. des Grads der Schädigungsfolgen (GdS).

Die "Versorgungsmedizinischen Grundsätze" ersetzen seit 1.1.2009 die "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht" und können beim Bundesjustizministerium unter externer Linkwww.gesetze-im-internet.de/versmedv/anlage.html eingesehen werden.

 

4. Anhaltswerte zur Feststellung der Behinderung bei Parkinsonzum Inhaltsverzeichnis

Ein Schädel-Hirn-Trauma kann die Entstehung eines späteren Morbus Parkinson begünstigen.

 

Parkinson-Syndrom

GdB/GdS

Ein- oder beidseitig geringe Störung der Bewegungsabläufe, keine Gleichgewichtsstörung, geringe Verlangsamung

30-40

Deutliche Störung der Bewegungsabläufe, Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheit beim Umdrehen, stärkere Verlangsamung

50-70

Schwere Störung der Bewegungsabläufe bis zur Immobilität

80-100

 

Andere extrapyramidale Syndrome - auch mit Hyperkinesen - sind analog nach Art und Umfang der gestörten Bewegungsabläufe und der Möglichkeit ihrer Unterdrückung zu bewerten.

Bei lokalisierten Störungen (z.B. Torticollis spasmodicus) sind niedrigere GdB/GdS als bei generalisierten (z.B. choreatische Syndrome) in Betracht zu ziehen.

 

Liegen mehrere Funktionsstörungen vor, so werden die einzelnen Werte nicht zusammengerechnet, sondern es werden die einzelnen Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit betrachtet und daraus ein Gesamt-GdB/GdS festgelegt, der der Behinderung insgesamt gerecht wird.

 

5. Hilfen und Nachteilsausgleiche zum Inhaltsverzeichnis

Als schwerbehindert gilt, wem vom Versorgungsamt ein GdB von mindestens 50 zugesprochen wurde. Hat ein Patient eine anerkannte Schwerbehinderung, können für ihn folgende Hilfen und Nachteilsausgleiche infrage kommen:

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Parkinson

Parkinson > Behandlung 

Parkinson > Medizinische Rehabilitation

Parkinson > Pflege

Sturzprophylaxe

Grad der Behinderung bei Hirnschäden

Grad der Behinderung

Behinderung

Versorgungsamt

Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Trauma > Schwerbehinderung

 

Redakteurin: Andrea Nagl

 

Letzte Aktualisierung am 20.11.2017   Redakteur/in: Andrea Nagl

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