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Pflegende Angehörige > Sozialversicherung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Pflegepersonen werden in der Regel von der Pflegeversicherung sozial abgesichert. Die Pflegeversicherung zahlt Beiträge zur Rentenversicherung und sichert die Pflegeperson über die Unfallversicherung ab, zum Teil gibt es Zuschüsse zur Krankenversicherung.

 

2. Unfallversicherungzum Inhaltsverzeichnis

Die Pflegeperson steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Pflegekasse muss die Pflegeperson beim kommunalen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaften) melden, für die es pro Bundesland meist eine Anlaufstelle gibt. Adressen unter externer Linkwww.dguv.de > links unter Berufsgenossenschaften / Unfallkassen / Landesverbände > Unfallkassen.

 

Nähere Informationen bietet die Broschüre "Zu Ihrer Sicherheit - Unfallversichert bei häuslicher Pflege von Angehörigen" vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bestellung oder Download unter externer Linkwww.bmas.de > Service > Publikationen > Suchen "Unfallversicherungsschutz", direkter Download hier: externer LinkZu Ihrer Sicherheit.

 

3. Rentenversicherungzum Inhaltsverzeichnis

Die Pflegeversicherung zahlt der Pflegeperson Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Die Pflegeperson pflegt nicht erwerbsmäßig eine oder mehrere Pflegebedürftige mindestens 14 Stunden wöchentlich in deren häuslicher Umgebung.
  • Die Pflegeperson ist nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig.

 

Die Beitragshöhe richtet sich nach der Pflegestufe der zu pflegenden Person (§ 166 Abs. 2 SGB VI). Die Pflegekasse meldet die rentenversicherungspflichtige Pflegeperson beim zuständigen Rentenversicherungsträger und führt die Beiträge ab.

Die Rentenversicherungsbeiträge für Pflegepersonen werden auch während eines Urlaubs bis zu 6 Wochen im Jahr von der Pflegeversicherung weiterbezahlt.

Auch Pflegepersonen, die einer versicherungspflichtigen Beschäftigung (z.B. während der Familienpflegezeit) nachgehen, bekommen zusätzliche Beiträge zur Rentenversicherung durch die Pflegekasse.

Eine Auflistung der aktuellen Rentenversicherungsbeiträge für Pflegepersonen bietet die deutsche Rentenversicherung in der Infobroschüre "Rente für Pflegepersonen: Ihr Einsatz lohnt sich". Diese Broschüre können Sie unter externer Linkwww.deutsche-rentenversicherung.de > Service > Broschüren & mehr > Vor der Rente herunterladen.

Direkter Download der Broschüre: externer LinkRente für Pflegepersonen.

 

3.1. Sozialhilfe - Hilfe zur Pflege

Erhält ein Pflegebedürftiger "Hilfe zur Pflege" von der Sozialhilfe (Pflege Sozialhilfe), so werden unter Umständen die Beiträge zur Alterssicherung für die Pflegeperson vom Sozialamt übernommen. Näheres unter Pflegeperson Sozialhilfe.

 

3.2. Besonderheit

Die Leistungen zur sozialen Sicherung werden auch weiterbezahlt für die Dauer der häuslichen Krankenpflege, bei vorübergehendem Auslandsaufenthalt des Versicherten oder bei Erholungsurlaub der Pflegeperson von bis zu 6 Wochen im Kalenderjahr sowie in den ersten 4 Wochen einer vollstationären Krankenhausbehandlung oder einer stationären Leistung zur medizinischen Rehabilitation.

 

4. Krankenversicherungzum Inhaltsverzeichnis

Ihre eigene Krankenversicherung muss eine Pflegeperson selbst regeln. Eine soziale Absicherung wie bei Unfall- und Rentenversicherung gibt es hier in der Regel nicht. Ist eine beitragsfreie Familienversicherung der Pflegeperson nicht möglich, besteht die Möglichkeit der freiwilligen Krankenversicherung.

Auf Antrag bezuschusst die Pflegekasse die Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung:

  • wenn nur freiwillige Krankenversicherung möglich ist.
  • bei der Inanspruchnahme der vollen Pflegezeit.
  • wenn Pflegepersonen einer geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) nachgehen. 

 

Pflegepersonen, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, sind darüber auch krankenversichert. Dies gilt z.B. während der Familienpflegezeit.

 

5. Arbeitslosenversicherungzum Inhaltsverzeichnis

Pflegende, die einen Angehörigen mindestens 14 Stunden wöchentlich pflegen und keiner versicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, können sich freiwillig und auf eigene Kosten in der Arbeitslosenversicherung versichern. Details unter Arbeitslosenversicherung.

 

6. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Auskünfte erteilen die Berufsgenossenschaften, die Pflegekassen, das Sozialamt oder die örtliche Agentur für Arbeit.

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Familienpflegezeit 

Pflegezeit

 

Gesetzesquelle(n) 

(§ 44 SGB XI)

 

Letzte Aktualisierung am 01.08.2014   Redakteur/in: Maria Kästle

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