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Pflegeversicherung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet Leistungen für Patienten, die mindestens ein halbes Jahr lang gepflegt werden müssen. Pflichtversichert in den Pflegekassen sind - mit wenigen Ausnahmen - alle Mitglieder der Krankenkassen.

 

2. Allgemeineszum Inhaltsverzeichnis

Die gesetzliche Pflegeversicherung tritt für die pflegerische Versorgung von Personen ein, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Erkrankung oder Behinderung in Bezug auf die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens für mindestens 6 Monate in erheblichem Umfang Hilfe brauchen.

Rechtsgrundlage ist das Sozialgesetzbuch Nr. 11 (SGB XI).

Der Antrag auf Pflegeleistungen ist bei den Pflegekassen zu stellen.

 

3. Versicherungspflichtzum Inhaltsverzeichnis

In den Schutz der Pflegeversicherung sind alle einbezogen, die auch in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Die Versicherungspflicht besteht daher für dieselben Personenkreise, auch für Familienversicherte. Zuständig sind die (bei den Krankenkassen errichteten) Pflegekassen.

 

4. Freiwillige Versicherungzum Inhaltsverzeichnis

Grundsatz: Freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung sind in der Pflegeversicherung versicherungspflichtig (§ 20 Abs. 3 SGB XI).

Ausnahme: Wer freiwillig krankenversichert ist und nicht Mitglied der zugehörigen gesetzlichen Pflegekasse werden möchte, muss bei der Pflegekasse einen Befreiungsantrag stellen und einen gleichwertigen privaten Versicherungsschutz nachweisen. Das muss innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der freiwilligen Versicherung geschehen. Der Befreiungsantrag ist nicht widerrufbar, außer der freiwillig Versicherte wird aufgrund veränderter Voraussetzungen wieder zum Pflichtversicherten (§ 22 SGB XI).

 

5. Beitragzum Inhaltsverzeichnis

Es gibt zwei unterschiedliche Beitragssätze:

  • 1,95 % für Versicherte mit Kindern, sowie für Personen, die vor dem 1.1.1940 geboren sind, für Kinder und Jugendliche unter 23 Jahren, für Bezieher von externer LinkArbeitslosengeld II und für Wehrdienstleistende und (Bundes)Freiwillige.
  • 2,2 % = erhöhter Beitrag für Kinderlose (1,95 % plus 0,25 %).

 

6. Leistungenzum Inhaltsverzeichnis

Die vorwiegenden Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung stehen unter den nachfolgenden Stichworten:

Ersatzpflege

Häusliche Pflege Pflegeversicherung

Kombinationsleistung

Kurzzeitpflege

Pflege Pflegeversicherung

Pflegebedürftigkeit

Pflegegeld Pflegeversicherung

Pflegehilfsmittel

Pflegeleistungsergänzungsgesetz

Pflegeperson Pflegeversicherung Soziale Sicherung

Pflegesachleistung

Pflegezeit

Tages- und Nachtpflege

Vollstationäre Pflege

Wohnumfeldverbesserung

 

7. Pflegestützpunkte und Pflegeberatungzum Inhaltsverzeichnis

Seit 1.1.2009 besteht ein Rechtsanspruch auf Pflegeberatung. Diese wird von Pflegestützpunkten oder - wenn nicht vorhanden - von der Pflegekasse geleistet.

Pflegestützpunkte sind zentrale Anlaufstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Die Pflegestützpunkte koordinieren und vermitteln Hilfeleistungen und örtliche Angebote. Die Pflegeberater in den Stützpunkten informieren und helfen rund um das Thema Pflege und nehmen sich der individuellen Situation des Ratsuchenden an. Ob Pflegestützpunkte eingerichtet werden, entscheidet das Bundesland.

Gibt es keinen Pflegestützpunkt, wenden sich Ratsuchende an den Pflegeberater bei der Pflegekasse.

 

8. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

  • Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit, Telefon 01805 996603 (14 Ct./Min.), Mo-Do 8-18 Uhr und Fr 8-12 Uhr.
  • Pflegekassen.
  • Fragen zur privaten Pflegeversicherung beantwortet die telefonische Pflegeberatung des Verbands der Privaten Krankenversicherung (Compass Private Pflegeberatung), Telefon 0800 1018800 (kostenfrei), Mo-Fr 8-19 Uhr und Sa 10-16 Uhr.

 

9. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Pflegekassen

Pflege Pflegeversicherung

Pflege Sozialhilfe

Pflegestufen

Pflegereform 2008

Vorversicherungszeit

 

Gesetzesquelle(n) 

(SGB XI)

 

Letzte Aktualisierung am 31.12.2011   Redakteur/in: Sabine Bayer

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