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Prostatakrebs > Allgemeines

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Folgen der Krebsbehandlung können Inkontinenz und sexuelle Probleme sein, nicht selten auch psychische Probleme. Selbsthilfegruppen sind hier hilfreiche Anlaufstellen, viele Männer tauschen sich auch in Internetforen mit Gleichbetroffenen aus.

 

2. Kurzinfo zur Krankheitzum Inhaltsverzeichnis

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine kastanienförmige Drüse unterhalb der Harnblase des Mannes, die den oberen Teil der Harnröhre wie ein Ring umschließt. Die Prostata bildet ein Sekret, das einen Teil der Samenflüssigkeit ausmacht. Beim Prostatakrebs verändern sich die Prostatadrüsenzellen und vermehren sich unkontrolliert. Es bildet sich ein Tumor, der das umliegende Gewebe zerstört. Diese entarteten Zellen können sich über die Blut- oder Lymphbahnen auch auf andere Organe ausbreiten und dort zu Metastasen (Tochtergeschwülste) führen. Von den Metastasen des Prostatakarzinoms sind vor allem Lymphknoten im Becken und Knochen betroffen, seltener Lunge oder Leber. Prostatatumoren wachsen in der Regel sehr langsam, häufig sind ältere Männer davon betroffen.

Näheres zur Behandlung unter Prostatakrebs > Behandlung.

 

3. Begleit- und Folgeerkrankungenzum Inhaltsverzeichnis

Durch die Behandlung von Prostatakrebs können sowohl körperliche wie auch psychische Begleit- und Folgeerkrankungen auftreten.

 

Häufige Folgen nach einer Operation sind z.B. Inkontinenz oder Erektionsstörungen, Näheres zur Sexualität unter Prostatakarzinom > Partnerschaft und Sexualität). Eine Chemotherapie wird in der Regel begleitet durch Übelkeit, Erbrechen, starke Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue) und Haarausfall (Haarausfall bei Chemotherapie).

 

3.1. Inkontinenz

Ursache für die Inkontinenz ist das Versagen des Verschlussmechanismus am Blasenausgang. Konsequentes und gezieltes Beckenbodentraining oder eine Elektrostimulationstherapie können diese Störung in vielen Fällen beheben, so dass der Patient die Kontrolle über seine Ausscheidungen wiedererlangt, Näheres unter Inkontinenzhilfen. Sollte Training und Stimulation nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann auch mit operativen Maßnahmen eine Besserung erreicht werden. Nähere Informationen geben der behandelnde Arzt oder Selbsthilfegruppen (siehe unten).

 

3.2. Fatigue

Fatique bezeichnet den absoluten Erschöpfungszustand bei Krebspatienten. Anders als bei üblicher Müdigkeit kann Fatigue nicht durch ausreichenden Schlaf und Erholung überwunden werden. Typische Merkmale sind eine anhaltende körperliche und seelische Erschöpfung  und Abgeschlagenheit trotz ausreichender Schlafphasen, schnelle Überforderung, Reizbarkeit und Interesselosigkeit.

 

3.3. Psychische Folgen

Auch psychische Beinträchtigungen wie Stimmungsschwankungen, Verzweiflung, Ängste, Niedergeschlagenheit, Verlust des Selbstwertgefühles oder ein sozialer Rückzug können Folgen der Krebserkrankung bzw. deren Behandlung sein.

 

4. Selbsthilfegruppenzum Inhaltsverzeichnis

Vielen Männern fällt es sehr schwer, über die Auswirkungen der Krankheit bis hin zum Sexualleben mit anderen Menschen zu sprechen. Es ist aber wichtig, dass die Betroffenen sich nicht zurückziehen, nicht gesellschaftlich und schon gar nicht innerhalb der Familie und im Freundeskreis. Besonders hilfreich kann der Kontakt zu Gleichbetroffenen über Selbsthilfegruppen und -verbände sein, da das Wissen um die "Gleich-Betroffenheit" des Gegenübers eine besondere Vertrauensbasis bildet. Der Anschluss an eine Selbsthilfegruppe, der Austausch über Medikamente und deren Nebenwirkungen, über Therapien und den Alltag mit der Erkrankung hilft vielen Betroffenen.

 

Kontaktdaten, Infos und Telefonberatung bietet der

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) e.V.
Telefonische Beratungshotline Di, Mi, Do, 15-18 Uhr, kostenlos unter 0800 7080123
info@prostatakrebs-bps.de
externer Linkwww.prostatakrebs-bps.de

 

4.1. Patientenforen Prostatakrebs

Eine Alternative zu Selbsthilfegruppen vor Ort sind Internetforen für Patienten, wo Männer die Möglichkeit haben, anonym zu bleiben:

 

5. Patientenverfügungzum Inhaltsverzeichnis

Nicht jeder Betroffene kann geheilt werden. Es ist schwierig, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen, andererseits kann genau dies für den Patienten sehr hilfreich sein.

 

In einer Patientenverfügung, die im Idealfall in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt und den Angehörigen erstellt wird, kann festgelegt werden, wie der Patient seine medizinische Behandlung am Lebensende wünscht. Das setzt eine ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen über das Lebensende und ein offenes und umfassendes Beratungsgespräch seitens des behandelnden Arztes voraus.

 

Eine professionelle Palliativversorgung ermöglicht Leben und Lebensqualität bis zuletzt.

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Prostatakrebs

Prostatakrebs > Behandlung

Haarausfall bei Chemotherapie

Prostatakrebs > Beruf und Rente

Prostatakrebs > Ernährung

Prostatakrebs > Finanzielle Hilfen

Prostatakrebs > Früherkennung

Prostatakrebs > Hilfsmittel und Heilmittel

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Prostatakrebs > Partnerschaft und Sexualität

Prostatakarzinom > Pflege

Prostatakrebs > Reha und Nachsorge 

Prostatakrebs > Schwerbehinderung

 

 

Letzte Aktualisierung am 24.05.2016   Redakteur/in: Sabine Peter

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