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Rheuma > Bewegung und Sport

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Körperliche Aktivität wirkt sich günstig auf die Gelenke von Rheumatikern aus. Sie kräftigt ihre Muskulatur und mildert Schmerzen. Günstig sind Ausdauersportarten, da sie einen gleichmäßigen Bewegungsablauf gewährleisten. Für welche Sportart ein Rheumatiker sich auch immer entscheidet: Wichtig ist, sich nicht zu überfordern.

 

2. Therapieformenzum Inhaltsverzeichnis

Für Rheumatiker ist Bewegung unerlässlich, deswegen gehört die Physiotherapie (Krankengymnastik) mit zu den wichtigsten Therapieformen. Unterstützend zur Bewegung können Massagen, Warmwasser-Gymnastik, Wärme- und Kälteanwendungen, medizinische Bäder und Elektrotherapie angewandt werden. Die Entscheidung für die Therapieform sollte in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Physiotherapie zählt zu den Heilmitteln, Details zu Verordnung und Zuzahlung siehe dort.

 

3. Funktionstraining für Rheumakrankezum Inhaltsverzeichnis

Zur Nachhaltigkeit des Therapieerfolgs kann vom Arzt Funktionstraining für Rheumakranke verordnet werden. Ziel des Funktionstrainings ist, eine langfristige sportliche Betätigung zu fördern.

Die Verordnung erfolgt als ergänzende Leistung zur Rehabilitation und wird überwiegend von der Krankenkasse oder vom Rentenversicherungsträger übernommen.

Beim Funktionstraining für Rheumakranke handelt es sich um eine gezielt auf die Erkrankung abgestimmte Bewegungstherapie. Diese findet in Gruppen mit meist bis zu 15 Teilnehmern statt und beinhaltet Trocken- und Wassergymnastik. Das Funktionstraining wird überwiegend von Rehaeinrichtungen und Selbsthilfeverbänden organisiert und von geschultem Fachpersonal angeleitet. Der Leistungsumfang beträgt bei der Krankenkasse 12 Monate. Bei schweren Beeinträchtigung der Beweglichkeit/Mobilität durch prozesshaft verlaufende entzündlich-rheumatische Erkrankung (rheumatische Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis), schwere Polyarthrosen, Fibromyalgie-Syndrome und Osteoporose wird das Training bis zu 24 Monate gewährt.

Näheres unter Reha-Sport und Funktionstraining.

 

4. Nährstoffversorgung der Gelenkezum Inhaltsverzeichnis

Neben diesen Maßnahmen wirkt die alltägliche Bewegung günstig auf die Nährstoffversorgung der Gelenke. Dadurch soll sich der Krankheitsverlauf verzögern und die Beweglichkeit weitestgehend erhalten bleiben. Außerdem kann Bewegung unter Umständen

  • beginnenden Fehlstellungen vorbeugen und
  • Schmerzen etwas einschränken.

 

Ein stabiles Muskelkorsett und eine gute Koordination infolge der Bewegung kann Stürze und damit verbundene Knochenbrüche vermeiden.

Ob die Gymnastik zu Hause, bei Therapeuten oder in einer Gruppe durchgeführt wird, hängt vom persönlichen Naturell und den Beschwerden ab. In jedem Fall sollten beim Physiotherapeuten Übungen erfragt werden, die auch zu Hause sinnvoll durchführbar sind.

 

5. Sportartenzum Inhaltsverzeichnis

Wichtig für Rheumatiker ist die Wahl der richtigen Sportart. Der Sport darf keinesfalls die Gelenke unnötig belasten. Günstig sind Ausdauersportarten, da sie einen gleichmäßigen Bewegungsablauf gewährleisten:

  • Schwimmen (Warmbadetag)
  • Wassergymnastik/Aquatraining
  • Radfahren
  • Spazieren gehen oder leichtes Wandern
  • Walking
  • Spezielle Gymnastik
  • Skilanglauf
  • Kajak/Kanufahren
  • (Therapeutisches) Reiten (vor allem für Kinder)

 

6. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Rheuma

Rheuma > Ernährung

Rheuma > Familie

Rheuma > Mobilität

Rheuma > Symptome und Behandlung

Chronische Schmerzen > Sport und Bewegung

Reha-Sport und Funktionstraining

Sport für Behinderte

Behindertenclubs/Behindertenbegegnung

 

 

 

Letzte Aktualisierung am 24.11.2010   Redakteur/in: Manfred Hägele

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