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Schlaganfall > Rehabilitation

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Nach der Akutbehandlung eines Schlaganfalls sind in den meisten Fällen medizinische Rehabilitationsmaßnahmen erforderlich, damit die körperlichen und geistigen Einschränkungen, die Folge des Schlaganfalls sind, ganz oder teilweise zurückgebildet werden. Da die Folgen eines Schlaganfalls sehr unterschiedlich sind, müssen auch die Reha-Maßnahmen individuell angepasst werden.

 

2. Phasenzum Inhaltsverzeichnis

Die Rehabilitation nach Schlaganfall kann in mehrere Phasen unterteilt werden, die aber nicht von allen Betroffenen gleichermaßen durchlaufen werden. Näheres unter Rehabilitation > Phasen.

 

3. Möglichkeiten der Rehabilitationzum Inhaltsverzeichnis

Ein Schlaganfall ist meist ein massiver Einschnitt ins Leben und gerade die erste Zeit danach kann für Betroffene und Angehörige sehr belastend sein. Wichtig ist zu wissen, dass das Gehirn sehr regenerations- und lernfähig ist. Das bedeutet: Ständiges Üben kann auch Monate und Jahre nach dem Schlaganfall zu immer weiteren Verbesserungen führen. Dabei geht es nicht nur um die Reaktivierung der betroffenen Hirnregionen, sondern immer mehr Studien zeigen, dass verloren gegangene Fähigkeiten zum Teil auch von anderen Hirnregionen übernommen werden können. Dieser Effekt wird "Plastizität des Gehirns" genannt. "Lebenslanges Lernen" bekommt unter diesem Blickwinkel einen neuen, für die Betroffenen durchaus ermutigenden Effekt.

 

Grundätzlich gilt, dass eine Rehabilitationsbehandlung individuell ansetzen und so früh wie möglich beginnen muss, denn je eher sie eingeleitet wird, desto besser sind die Therapieaussichten. Hier eine Liste häufiger Folgen eines Schlaganfalls, die mit verschiedenen Ansätzen der Rehabilitation behoben oder gebessert werden können:

  • Lähmungen, meist einer Körperhälfte (Hemiparese/Hemiplegie),
  • einseitige Gefühlsstörungen,
  • Sehstörungen, meist auf einem Auge,
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • Wahrnehmungsstörungen, die nicht von einem Sinnesorgan ausgehen, z.B. Vernachlässigen von Reizen des Körpers und der Umgebung (Neglect-Phänomen), nicht Erkennen der Schlaganfallfolgen (Anosognosie) oder mangelhaftes Erkennen von Gegenständen (Objekt-Agnosie),
  • beeinträchtigte Fähigkeit, Bewegungen und Handlungen so auszuführen, wie es praktisch notwendig wäre (Apraxie),
  • Sprach- und Sprechprobleme, Näheres unter Aphasie,
  • Depressionen. Hier ist unklar, ob die Folgen des Schlaganfalls die Depression auslösen oder die Schädigungen im Hirn dafür verantwortlich sind. Die große Herausforderung ist, die betroffenen Patienten zu einer konsequenten und aktiven Teilnahme an der Rehabilitation zu ermutigen, da Antriebsarmut ein Hauptsymptom von Depressionen ist.

 

4. Sozialrechtliche Bestimmungenzum Inhaltsverzeichnis

Die nachfolgenden Links führen zu den sozialrechtlichen Bestimmungen rund um Medizinische Reha, die nach einem Schlaganfall infrage kommen können:

 

5. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Schlaganfall > Sport und Urlaub

Schlaganfall > Mobilität und Beweglichkeit

Schlaganfall > Behandlung 

Übersicht mit weiteren Themen bei Schlaganfall

 

 

Letzte Aktualisierung am 26.06.2017   Redakteur/in: Gabriele Bayer

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