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Schwangerschaftsverhütung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Krankenkassen bezahlen Beratungen und Untersuchungen zur Schwangerschaftsverhütung. Empfängnisverhütende Mittel übernehmen Krankenkassen nur bis zum 20. Geburtstag. Kondome werden nicht bezahlt.

 

2. Grundsätzlicheszum Inhaltsverzeichnis

Als Schwangerschaftsverhütung gelten die Lenkung oder Planung der Geburtenkontrolle und/oder die Familienplanung. Es gibt unterschiedliche Methoden mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit und Verträglichkeit.

 

3. Leistungen der Krankenkassezum Inhaltsverzeichnis

  • Beratung, Untersuchung und Verordnung von empfängnisregelnden Mitteln (§ 24 a Abs. 1 SGB V). Dazu zählen z.B. Fragen zur Verhütung, gegebenenfalls auch zur Förderung einer Empfängnis.
  • Empfängnisverhütende, ärztlich verordnete Mittel (§ 24 a Abs. 2 SGB V) bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres. Dazu zählen Anti-Baby-Pille (sog. hormonelle Antikonzeptiva) und Spirale (sog. Intrauterinpessare, die ärztlich eingesetzt werden).
    Die "Pille danach" ist seit 1.4.2015 ohne ärztliche Verschreibung in Apotheken erhältlich. Allerdings müssen Versicherte ab dem 18. Geburtstag die gesetzliche Zuzahlung für diese Verhütungsmittel bezahlen. Näheres unter Zuzahlungen Krankenversicherung.
  • In Ausnahmefällen werden die Kosten auch bei älteren Patientinnen übernommen, z.B. wenn die Pille zur Behandlung einer Hauterkrankung wie Akne verschrieben wird.

 

4. Leistungen des Sozialamtszum Inhaltsverzeichnis

Das Sozialamt übernimmt dieselben Kosten als "Hilfe zur Familienplanung", wenn die Voraussetzungen der Gesundheitshilfe (§ 49 SGB XII) erfüllt sind.

 

5. Keine Kostenübernahmezum Inhaltsverzeichnis

Nicht bezahlt werden von Krankenkasse und Sozialamt Kondome, Schaumtabletten oder Cremes.

 

6. Verhütung für Jugendlichezum Inhaltsverzeichnis

Jugendliche, egal welchen Alters, können sich vom Frauenarzt über Verhütungsmethoden beraten lassen. Ob der Arzt einer Minderjährigen z.B. die Pille verschreibt, hängt von ihrer körperlichen und geistigen Reife ab. Der Frauenarzt muss einschätzen, ob das Mädchen die korrekte Einnahme sowie die möglichen Nebenwirkungen verstanden hat. In der Regel entscheiden Frauenärzte für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren individuell, bei Mädchen ab 16 Jahren wird von der notwendigen Reife ausgegangen. Bei Jugendlichen unter 14 Jahren ist meist das Einverständnis der Eltern notwendig.

 

Ausführliche Informationen über Verhütungsmethoden erhalten Mädchen und Jungen im Internet unter externer Linkwww.profamilia.de > Für Jugendliche > Verhütung.

 

7. Praxistippzum Inhaltsverzeichnis

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet unter externer Linkwww.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden viele Informationen und Broschüren rund um das Thema Verhütung.

 

8. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Individuelle Auskünfte erteilen die Krankenkassen und das Sozialamt.

 

9. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Genetische Beratung

Schwangere in Not 

Schwangerschaftsabbruch

Schwangerschaft Entbindung

Schwangerschaft Entbindung Sozialhilfe

Arznei- und Verbandmittel

 

Redakteurin: Sabine Bayer

 

Letzte Aktualisierung am 10.08.2017   Redakteur/in: Sabine Bayer

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