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Sozialhilfe > Taschengeld

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Mit Taschengeld wird im Sozialrecht eine Geldleistung des Sozialamts für Hilfesuchende bezeichnet, die in Altenheimen, Pflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen leben. Es beträgt für Erwachsene mindestens 109,08 €.

 

2. Grundsätzlicheszum Inhaltsverzeichnis

Das Taschengeld, im Sozialhilfegesetz "Barbetrag zur persönlichen Verfügung" genannt, ist eine Leistung der Sozialhilfe im Rahmen der Hilfe zum Lebensunterhalt. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Taschengeld des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, Details dazu unter Unterhaltsleistungen Jugendamt.

 

3. Voraussetzungenzum Inhaltsverzeichnis

  • Es gelten dieselben Voraussetzungen wie bei der Hilfe zum Lebensunterhalt.
  • Außerdem muss der Hilfesuchende in einer stationären Einrichtung (Altenheim, Pflegeheim, Behinderteneinrichtung) untergebracht sein.

 

4. Höhezum Inhaltsverzeichnis

  • Hilfeempfänger, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Festsetzung durch die zuständigen Landesbehörden.
  • Hilfeempfänger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben: Mindestens 109,08 € (= 27 % der Regelbedarfsstufe 1, Näheres unter Regelsätze der Sozialhilfe).
  • Das Taschengeld kann im Einzelfall gemindert werden.

 

5. Praxistipp für Sozialhilfebewohner im Heimzum Inhaltsverzeichnis

Heimbewohner, die Sozialhilfe beziehen, müssen nicht mehr Zuzahlungen zu Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung leisten, bis sie die 1-%- bzw. 2-%-Grenze erreicht haben und damit eine Zuzahlungsbefreiung erhalten, sondern haben auch die Möglichkeit, dass der örtlich zuständige Sozialhilfeträger den Gesamtbetrag (96,96 € bzw. bei chronisch Kranken 48,48 €) an die Krankenkasse des Heimbewohners vorab überweist. Dieser als Darlehen gewährte Gesamtbetrag wird dann in monatlichen kleinen Ratenbeträgen mit dem Taschengeld des Heimbewohners verrechnet (§ 37 Abs. 2 SGB XII).

Näheres unter Zuzahlungsbefreiung Krankenversicherung.

 

6. Wer hilft weiter?zum Inhaltsverzeichnis

Individuelle Auskünfte erteilt der überörtliche Sozialhilfeträger. Näheres unter Sozialamt.

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Unterhaltsleistungen Jugendamt

Sozialhilfe

Vollstationäre Pflege

 

Gesetzesquelle(n) 

(§ 31 Abs. 2, § 27 b Abs. 2 SGB XII)

 

Letzte Aktualisierung am 01.01.2016   Redakteur/in: Ines Grocki

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