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Tinnitus > Allgemeines

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Tinnitus ist eine Art Ohrensausen, das nur vom Betroffenen wahrgenommen wird. Hauptursache ist Stress.

Hörsturz ist ein teilweiser bis kompletter Verlust des Hörvermögens.

Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, hauptursächlich des Gleichgewichtsorgans.

 

2. Kurzinfo zu Tinnituszum Inhaltsverzeichnis

Tinnitus ist ein Ohrgeräusch, permanent oder auch zeitweise, ohne äußere Quelle. Es handelt sich dabei um Geräusche wie Pfeiftöne aber auch Brummen, Knacken, Klopfgeräusche, Zischen oder Rauschen sind möglich. Tinnitus ist ein subjektives, nur vom Betroffenen wahrgenommenes Ohrgeräusch. Es unterscheidet sich von objektiven Ohrgeräuschen insofern, dass diese auch für einen Arzt mit technischen Hilfsmitteln hör- bzw. messbar sind.

 

2.1. Entstehung

Die Geräusche im Ohr oder auch im Gehirn entstehen, ohne dass von außen wirklich ein Reiz auf das Ohr einwirkt. Möglicherweise kommt aus dem Ohr eine Fehlinformation, die über die Gehörbahn dem Gehirn zugeführt wird. Das Hörzentrum besitzt eine nervale Wechselwirkung mit der Innenohr-Funktion. Durch diese Rückkoppelungen werden die aus dem Gehirn kommenden Botschaften über Nervenfasern an spezielle Haarzellen im Innenohr vermittelt. Diese Informationen werden bei einem zentralen/zentralisierten Tinnitus falsch verarbeitet und dadurch entstehen nicht vorhandene Töne oder Geräusche. Mitbeteiligt an dieser Fehlverarbeitung sind verschiedene Gehirnzentren wie das Limbische System und die Formatio reticularis.

 

2.2. Auslöser

Auslöser können verschiedene organische Erkrankungen, aber auch andere Hörbeeinträchtigungen sein.

  • Ohrenschmalz, Fremdkörper oder vorspringende Knochen im Gehörgang
  • Trommelfellperforation oder -unbeweglichkeit, Tubenfunktionsstörung, Paukenerguss, Mittelohrentzündung, Adhäsivprozesse
  • Schalltrauma, Lärmschwerhörigkeit, Hörsturz, Morbus Menière, Altersschwerhörigkeit, Medikamente, Minderdurchblutung des Innenohrs durch starken Blutdruckabfall, Tumor
  • Stress, Hirnhautentzündungen, hoher oder niedriger Blutdruck, Multiple Sklerose, Anämie, Kiefergelenksstörungen, Abnutzung der Halswirbelsäule, Stoffwechselstörungen

 

Stress ist eine der Hauptursachen des Tinnitus. Dabei wird vermehrt Kortisol ausgeschüttet, Blutgefäße verengen sich und verschlechtern dadurch die Fließeigenschaft des Blutes. Dies kann zu einem Gefäßverschluss in kleinen Gefäßen wie z. B. im Innenohr führen, Tinnitus oder sogar Gehörverlust sind die Folgen.

 

3. Arten des Tinnituszum Inhaltsverzeichnis

Unterschieden werden:

  • Akuter Tinnitus: besteht weniger als 3 Monate
  • Subakuter Tinnitus: besteht zwischen 3 und 12 Monaten
  • Chronischer Tinnitus: besteht länger als ein Jahr

 

Unterschieden werden zudem:

  • Kompensierter Tinnitus:
    Der Betroffene hört das Ohrengeräusch ständig, doch es treten keine weiteren Symptome wie Schwindel oder Kopfschmerzen auf. Er kann damit so umgehen, dass, wenn überhaupt, nur ein geringer Leidensdruck herrscht und der Tinnitus die Lebensqualität kaum beeinträchtigt.
  • Dekompensierter Tinnitus:
    Die Ohrgeräusche haben Einfluss auf alle Lebensbereiche des Betroffenen und führen zur Entwicklung einer Sekundärsymptomatik: Angstzustände, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Depressionen (Depressionen > Allgemeines). Der Patient hat einen hohen Leidensdruck und seine Lebensqualität ist stark beeinträchtigt.

 

3.1. Komplikationen

Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die ständigen Töne oder Geräusche belasten Körper und Psyche dauerhaft, was die Stresssymptomatik ausweiten und den Allgemeinzustand verschlechtern kann. Die Folgen können sein:

  • Hyperakusis (erhöhte Lärmempfindlichkeit)
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Angstzustände
  • Depression bis hin zur Arbeitsunfähigkeit.
  • Suizidgefahr

 

4. Hörsturzzum Inhaltsverzeichnis

Ein Hörsturz ist ein teilweiser bis kompletter Verlust des Hörvermögens, wird manchmal auch von Schwindel und Druckgefühl begleitet. Häufigste Ursachen sind Durchblutungsstörungen des Innenohrs. Virale Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder vielleicht auch ein Durchbruch der Trennwand zwischen Paukenhöhle und Innenohr werden diskutiert. Therapie ist die sogenannte H.E.L.P-Apherese (Blutreinigungsverfahren).

Im Akutfall schnell einen Arzt aufsuchen und mit einer Therapie beginnen.

 

5. Schwindel Morbus Menièrezum Inhaltsverzeichnis

Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, hauptursächlich des Gleichgewichtsorgans.

  • Akuter Drehschwindel
  • Schwerhörigkeit
  • Ohrgeräusche
  • Übelkeit bis Erbrechen
  • Druckgefühl im Ohr

Zwischen den Anfällen bestehen keine Gleichgewichtsstörungen, die Hörminderung kann bleiben. Die Ursachen sind nicht genau bekannt, aber eine vermehrte Wasseransammlung im Bereich des Innenohrs führt zu den Störungen und Ausfällen.

 

Verhalten im Akutfall:

  • Sofort hinlegen.
  • Möglichst nicht im Anfall transportieren lassen.
  • Medikamente gegen Übelkeit und Schwindel einnehmen - und Sie sollten diese als Patient auch immer mit sich führen.
  • Immer seine Menière-Karte mit sich führen. Sie klärt mögliche Helfer über die Symptome der Erkrankung auf und welche Hilfe erforderlich ist. Die Karte kann angefordert werden bei der Deutschen Tinnitus-Liga (externer Linkwww.tinnitus-liga.de).

 

6. Selbsthilfe für Betroffene und Angehörigezum Inhaltsverzeichnis

Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen für Tinnitus finden Sie bei Adressen mit dem Suchwort "Tinnitus".

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Tinnitus

Tinnitus > Behandlung

Tinnitus > Beruf

Tinnitus > Finanzielle Hilfen

Tinnitus > Schwerbehinderung

 

 

Letzte Aktualisierung am 14.12.2009   Redakteur/in: Gabriele Bayer

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