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Tinnitus > Schwerbehinderung

 

1. Das Wichtigste in Kürzezum Inhaltsverzeichnis

Permanente Ohrgeräusche oder ständiger Schwindel können zu massiven Beeinträchtigungen und somit zu einer dauerhaften Behinderung führen. Bei Tinnitus kann vom Versorgungsamt ein Grad der Behinderung (GdB) bzw. Grad der Schädigungsfolgen (GdS) festgestellt werden. Der GdB/GdS richtet sich nach der Schwere der psychischen Begleiterscheinungen. Als schwerbehindert anerkannte Menschen können verschiedene Hilfen und Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen.

 

2. Allgemeineszum Inhaltsverzeichnis

Unterstützung und Hilfen für behinderte Menschen sind hauptsächlich im SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen geregelt. Nachfolgend Links zu den allgemeinen Regelungen:

 

3. Versorgungsmedizinische Grundsätze zum Inhaltsverzeichnis

Das Versorgungsamt richtet sich bei der Feststellung der Behinderung nach den "Versorgungsmedizinischen Grundsätzen". Diese enthalten Anhaltswerte über die Höhe des Grads der Behinderung (GdB) bzw. des Grads der Schädigungsfolgen (GdS). Sie können beim Bundesjustizministerium unter externer Linkwww.gesetze-im-internet.de/versmedv/anlage.html eingesehen werden.

 

4. Anhaltswerte bei Tinnituszum Inhaltsverzeichnis

 

Ohrgeräusche (Tinnitus) ...

GdB/GdS

... ohne nennenswerte psychische Begleiterscheinungen

0-10

... mit erheblichen psychovegetativen Begleiterscheinungen

20

... mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit (z.B. ausgeprägte depressive Störungen)

30-40

... mit schweren psychischen Störungen und sozialen Anpassungsschwierigkeiten

mindestens 50

 

Liegen mehrere Funktionsstörungen vor, so werden die einzelnen Werte nicht zusammengerechnet, sondern es werden die einzelnen Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit betrachtet und daraus ein Gesamtgrad der Behinderung festgelegt, der der Behinderung insgesamt gerecht wird.

 

5. Anhaltswerte bei Morbus Menièrezum Inhaltsverzeichnis

 

Morbus Menière

GdB/GdS

1-2 Anfälle im Jahr

0-10

häufigere Anfälle, je nach Schweregrad

20-40

mehrmals monatlich schwere Anfälle

50

 

Bleibende Hörstörungen und Ohrgeräusche (Tinnitus) sind zusätzlich zu bewerten. Die detaillierte Bewertung von Hörstörungen findet sich in den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen (externer Linkwww.gesetze-im-internet.de/versmedv/anlage.html) im Teil B unter 5.2.

 

6. Hilfen und Nachteilsausgleiche zum Inhaltsverzeichnis

Als schwerbehindert gilt, wem vom Versorgungsamt ein GdB von mindestens 50 zugesprochen wurde. Hat ein Patient eine anerkannte Schwerbehinderung, können für ihn folgende Hilfen und Nachteilsausgleiche infrage kommen:

 

Erkrankte, die eine berufliche Rehabilitation (Berufliche Reha > Rahmenbedingungen) durchlaufen, können zudem folgende Leistungen erhalten:

 

7. Verwandte Linkszum Inhaltsverzeichnis

Grad der Behinderung

Behinderung

Versorgungsamt

Tinnitus

Tinnitus > Allgemeines

Tinnitus > Behandlung

Tinnitus > Beruf

Tinnitus > Finanzielle Hilfen

 

 

Letzte Aktualisierung am 20.06.2017   Redakteur/in: Andrea Nagl

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