Trauerfeier
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1. Das Wichtigste in Kürze
Eine Trauerfeier ist eine Gedenkzeremonie für den Verstorbenen bevor dieser bestattet wird. Sie soll den Angehörigen die Möglichkeit geben, noch einmal gemeinsam an den Verstorbenen zu denken und dann Abschied zu nehmen. Bei der Planung und Gestaltung helfen Bestatter oder Pfarrer. Die Wünsche und Vorstellungen des Verstorbenen und der nächsten Angehörigen sollten dabei im Mittelpunkt stehen.
2. Vorbereitung
In christlich geprägten Regionen werden die Trauerfeiern zumeist als Gottesdienste in der Kirche abgehalten. Im Gegensatz dazu steht die weltliche Trauerfeier, bei dieser wird bewusst auf Gestaltungsmerkmale einer religiösen Trauerfeier verzichtet.
Die Angehörigen besprechen mit dem Pfarrer, dem Bestatter und/oder dem Trauerredner, wie sie sich die Gestaltung und den Inhalt der Trauerfeier vorstellen. Dabei sind die Wünsche des Verstorbenen immer zu respektieren. Bei der Vorbereitung der Trauerfeier sind die Bestatter den Angehörigen behilflich.
3. Bedeutung eines bewussten Abschieds
Trauer ist das Gefühl, ist der Vorgang, der sich in uns abspielt, wenn wir von etwas Abschied nehmen müssen. Abschied muss man nehmen, Betonung auf "Nehmen" als einer aktiven, bewussten Tätigkeit. Die Aktivitäten vor und während der Trauerfeier sind Hilfen zum Abschied nehmen. Rituale, eine festgelegte äußere Form und die Gemeinschaft können im Chaos der ersten Trauer Halt geben.
Was vielen Trauernden im Nachhinein fehlt, ist der "geglückte Abschied". Wenn es gelingt, dass Trauernde einen geglückten Abschied zelebrieren, dann, so berichten Bestatter und Trauerbegleiter übereinstimmend, entstehen später weniger Probleme mit unbewältigter Trauer. Aus dieser Erkenntnis wächst mittlerweile das Bewusstsein, dass der Abschied vom Verstorbenen einer feierlichen und zugleich persönlichen Form bedarf, einer Form, die den Angehörigen hilft, sie trägt, hält und begleitet während der letzten Schritte mit dem Verstorbenen.
Manche Trauernden verlieren sich in der Erinnerung. Erinnerung ist wichtig, sie überdauert den Tod, aber sie sollte nicht das allein Bestimmende im Leben werden. Menschen, die in der Vergangenheit leben, als alles schöner war, und den Abschied nicht nehmen können, verdrängen den Tod. Das kann zu Depressionen führen. In solchen seltenen Fällen sollte ein Therapeut zugezogen werden.
4. Elemente einer Trauerfeier
Die klassischen Elemente einer Trauerfeier sind:
- Erinnerungen an den Verstorbenen
- Musik
- Begrüßung und Abschied
- Trauerrede
- Ritual
- Bitten/Wünsche/Segen
- Texte
Dies sind Vorschläge und können jederzeit durch eigene Ideen und Vorstellungen der Angehörigen ergänzt werden.
5. Checkliste
Die folgende Checkliste für Trauerfeiern soll den Angehörigen eine Hilfe sein, bei der Vorbereitung an alles Wichtige zu denken.
Grundsätzliches
- Wünsche des Verstorbenen
- Eigene Bedürfnisse
- Größe der Trauergemeinde
- Wer gehört zum engeren Kreis
- Bestattungsform
Art der Feier
- Abschiedsfeier am Aufbahrungsort
- Trauerfeier im kleinen Kreis
- Öffentliche Feier
- Trauergottesdienst
Wer organisiert die Trauerfeier?
- Bestatter
- Angehörige
- Pfarrer, Trauerredner
- Sonstige professionelle Helfer
Wo findet die Trauerfeier statt?
- Aufbahrungsraum
- Raum/Saal beim Bestatter
- Gemeindehaus, Vereinshaus, Pfarrsaal
- (Nebenraum einer) Gaststätte
- Kirche
- Garten, freie Natur
- Zu Hause, Haus des Verstorbenen
- Am Grab
- Jugendzentrum/Diskothek
Wer gestaltet Teile der Trauerfeier?
- Geistlicher
- Angehörige
- Bestatter
- Musiker, Redner
- Kinder
- Erzieher/Lehrer
6. Leichenschmaus
Der Leichenschmaus ist weit verbreitet und eine feste Einrichtung nach der Beerdigung. Darunter versteht man ein gemeinsames Essen oder Kaffee trinken der Trauergemeinde.
7. Verwandte Links
Rituale und pflegerische Maßnahmen nach dem Tod
Organisatorisches nach dem Tod
Letzte Aktualisierung am 20.07.2010 Redakteur/in: Sabine Bayer
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